Category: Produkttests


Das hört sich wieder einmal super schmackhaft an. Vegane Alternative zu Streukäse. Da denkt man doch gleich an Strickpullover, Kommunen und grünen Tee. Aber zumindest grünen Tee mag ich, deswegen wollte ich auch dem Parmezzano von Vantastic Foods eine Chance geben und habe ihn mal mitbestellt.

So sieht die Packung aus:

20140609_190413

Preislich kann man jetzt auch nicht meckern, diese 60 g kosten 2,98 €, und man braucht da ja keine Riesenmengen von. Meckern tu ich diesmal aber über die Inhaltsstoffe:

Sojamehl vollfett (56%), natürliche Kartoffelstärke, Glukosesirup, nicht-gehärtetes Kokosfett (7%), Salz, Aroma, Emulgator: Mono- und Diacetylweinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren, Stabilisator: Kaliumphosphat, Rieselhilfsmittel: Kalziumphosphat

Klingt ja wunderbar. Direkt aus dem Chemiebaukasten, so scheint es mir. Rieselhilfsmittel, juhu! Ob es schmeckt?

Klare Antwort: Nein. Jedenfalls nicht pur. Es schmeckt salzig und fettig und künstlich. War auch nicht anders zu erwarten oder? Kai meinte aber, dass es „im Abgang“ dann doch irgendwie wie Parmesan schmeckt. Mmh, nun ja. Aber wir wollen das gute Produkt mal nicht vorschnell verdammen. Es ist ja auch nicht dazu gedacht, dass man es pur isst. Eine Pizza muss her. Oh, da ist auch schon eine, zack, drauf damit!

Rucolapizza

Sieht doch gar nicht so schlecht aus. Und im Zusammenhang mit der Pizza schmeckte es dann auch gar nicht so schlecht. Aber leider war es das auch. „Gar nicht so schlecht“ ist nicht das, was ich von einer Pizza will. Dann lass ich den Parmesan lieber ganz weg, ehrlich. Richtiger, böser Tierparmesan schmeckt ungefähr 3 Millionen mal besser. Brauch ich nicht. Kai allerdings fand es lecker! Also vielleicht doch einfach Geschmackssache.

Nachdem ich festgestellt habe, dass einige der veganen „Fisch“produkte gar nicht so schlecht sind, habe ich bei meiner letzten alles-vegetarisch-Bestellung mal eine Packung Thunfisch von Vantastic Foods mitbestellt. Ich mochte früher gerne Thunfisch und wollte das gerne mal ausprobieren.

Hier ist es:

Thunfisch1Nicht besonders ästhetisch, aber egal. Viele leckere Dinge sind drin:

Sojafasern, Zucker, Salz, Sojaöl, Gewürze, naturidentisches Aroma.

Nix schlimmes also. Viel schlimmer hingegen ist der Preis. 5,89 € für 300g. Mal im ernst, da ist doch fast nur Soja drin, wie rechtfertigt sich denn bitte diese Summe? Find ich irgendwie nicht in Ordnung für ein bisschen Soja mit Gewürz! Ich habe zwar keine Ahnung von Fischpreisen, aber richtiger, echter Thunfisch mit Tomantensauce ist doch sicher sogar günstiger oder? Generell finde ich viele der veganen Produkte sehr überteuert. Wenn mehr Leute vegan leben wollen, muss man denen auch mal mit den Preisen entgegenkommen, wie soll man sich das denn leisten? Zusätzlich finde ich diese 300g viel zu viel. Ich würde lieber eine kleinere Portion kaufen, so viel auf einmal können wir hier gar nicht verwerten. Man isst das ja nicht pur oder so.

Aber zurück zum Fisch.

Wenn man ihn auspackt, erhält man eine ziemlich ölige, faserige, aber dennoch aneinander haftende Masse mit (meiner Meinung nach) authentisch anmutendem Fischgeruch. Man muss es dann erstmal auseinanderfriemeln, damit man es weiter verarbeiten kann. Geht aber ganz gut. Geschmacklich ist das Zeug lecker. Ich finde, es schmeckt so ähnlich wie richtiger Thunfisch, Fleischesser behaupten das Gegenteil. Die Konsistenz ist auch gut, kann man echt nicht meckern. Der Thunfisch lässt sich vielseitig verwenden, z.B auf Pizza, in Pasta oder man kann ihn in Teigtaschen füllen. Ich hab dann auch nochmal welchen bestellt.

Fazit: Zu teuer aber lecker!

Bei Rewe in der Kühltheke habe ich beim letzten Einkauf die Produkte der Firma Natsu entdeckt. Neben verschiedenen Sushi-Variationen, die leider außer einer (Sumida) allesamt mit Fisch sind, gibt es auch noch Sandwiches, Wraps, Suppen, Saucen und Salate. Einer dieser Salate landete in meinem Einkaufswagen, nämlich der sogenannte Edamame-Salat.

Edamame Salat

Edamame kannte ich bislang nicht und ich habe mich im Internet mal schlau gemacht. Die Seite Essen & Trinken berichtet:

„Der japanische Begriff Edamame heißt so viel wie “Bohnen am Zweig” und bezeichnet zum einen die noch unreif geernteten Sojabohnen selbst, zum anderen eine daraus zubereitete beliebte Speise: Die im ganzen gegarten Bohnen werden in japanischen Izakaya (Kneipen) zum Bier gereicht.“ Oh, Bier! Schade, dass ich kein Bier da habe… dann schreiben sie noch: „Edamame haben im Gegensatz zur reifen Sojabohne eine leuchtend grüne Farbe und eine weiche Konsistenz. […] Edamame enthalten besonders viele Proteine und Ballaststoffe. Das macht sie ernährungsphysiologisch zu einer wertvollen Snackalternative zu Chips oder Flips.“

Hört sich gut an! Bier mit Edamame-Snacks, muss ich mal ausprobieren. Vielleicht kann man die ja irgendwo ohne Salat kriegen, es wäre etwas nervig, die erst da raussuchen zu müssen.

Im Edamame-Salat sind aber nicht nur diese Edamame, sondern auch viele andere leckere Dinge: Quinoa, Zucchini, rote Paprika, Karotten, Frühlingszwiebeln, Petersilie und dazu gibt es noch ein kleines Tütchen mit Misodressing. Dieses enthält Misopaste (Wasser, Sojabohnen, Reis, Salz, Alkohol), Reisessig (Wasser, Essigsäure, Reiseiweiß), Wasser und Zucker. Der Salat ist damit vegan. Sehr schön!

Wenn man den Salat mit dem Misodressing vermischt sieht er so aus:

Edamame Salat2

Lecker oder? Nur etwas wenig vielleicht, so als Hauptmahlzeit. Deswegen habe ich mir noch ein Brot mit Tomaten gemacht, als Beilage. Dann hatte ich genug essen, und es war auch wirklich sehr lecker. Die Edamame Bohnen haben eine angenehme Konsistenz, genau wie der Quinoa. Durch das separate Dressing ist es nicht durchgematscht, sonder locker und bissfest. Der Salat hat mir sehr gut geschmeckt und ich werde ihn beim nächsten Mal wieder kaufen. Die Kombination mit meinem Tomatenbrot kann ich auch nur empfehlen, allerdings kann man Tomatenbrot zu fast allem essen.

Es gibt auch noch weitere Salate der Firma, die ich interessant finde, z.B. einen Bulgursalat, der leider Karmin enthält, das aus Schildläusen hergestellt wird. Das ist übrigens sehr eklig. Warum sollte man Läuse in seinem Essen haben wollen? Bah! Ansonsten gibt es noch zwei vegetarische Salate: Linsensalat und Quinoa-Salat.

 

Letztens habe ich ein Carepaket aus Schottland erhalten, von meiner Freundin Èmilie. Sie ist übrigens verrückt, denn sie wird demnächst gemeinsam mit Tiffany mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug springen obwohl sie Höhenangst hat. Für einen guten Zweck, nämlich für With Kids Glasgow. Übrigens könnt ihr alle noch für diese tolle Sache spenden, und zwar hier: SPENDE!

Also zurück zum Carepaket. In diesem war neben einer Jahresvorratspackung der besten Porridge-Haferflocken Großbritanniens auch diese milchfreie Käsesauce enthalten:

Cheese Flavour

Das ist drin:
Reismehl, Maisstärke, milchfreies Käsearoma (enthält Soja), pflanzliches Bouillon-Pulver (Meersalz, hydratisiertes pflanzliches Eiweiß, Kartoffelstärke, Palmöl, Gemüse 8% (Sellerie, Zwiebeln), Zucker, Maltodextrin, Petersilie, Kurkuma, Weißer Pfeffer, Knoblauch, Mazis, Liebstöckel, Muskat), Zwiebelpulver, Kartoffelflocken, Meersalz, gemahlener Pfeffer.

Pro 300 ml Flüssigkeit soll man 4 Teelöffel einrühren. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich selten um Gebrauchsanweisungen kümmere, sondern sowas immer „nach Gefühl“ mache. Manchmal stimmt dann wohl was mit meinem Gefühl nicht. Hier aber hat’s geklappt. Ich habe das Pulver einfach in eine Sauce mit reingerührt, die mir noch nicht so schmeckte. Das Ergebnis seht ihr hier auf ein paar Nudeln mit Gemüse:

Cheese Flavour2

Wie man sieht ist auch noch Tomatenmark mit drin. Mit Tomatenmark kann man übrigens super Saucen andicken.

Also. Das Zeug ist einfach im Gebrauch und praktisch. Und zusätzlich ist es auch noch ganz lecker. Es schmeckt wirklich etwas nach Käse und bringt etwas Würze in die Sauce. Prädikat empfehlenswert.

Nur: Muss Èmilie jetzt Carepakete nach ganz Deutschland schicken? Nein, denn zum Glück habe ich das Zeug auch bei alles-vegetarisch gefunden. Da könnt ihr eh mal alle bestellen, guter Versand. 🙂

Auf einer meiner letzten Shoppingtouren durch den Biomarkt fand ich gar lecker aussehenden Königsberger Klopse der Firma Eden: Eden, Bruno Fischer und Martin Evers Naturkost, die vom gleichen Produzenten hergestellt werden haben übrigens vor kurzem fusioniert, so dass sich das Design einiger Produkte verändert hat. Drin ist aber immer noch das gleiche. Also. Hier ein Bild der Klopsdose:

Königsberger Klopse1

Ab und zu gibt es bei uns ja doch mal Dosenfraß, meine komischen Arbeitszeiten erlauben mir nicht immer, ausgiebig zu kochen. Da hab ich die mal eingepackt. Obwohl mich schon wieder ärgert, dass das Zeug nicht vegan ist, folgendes ist nämlich drin:

Wasser, Sojabällchen (25%) (Sojaflakes (45%), pflanzliches Fett, Wasser, Eieiweiß, Sojaeiweiß (6%), Weizengluten, Schnittlauch, Petersilie, Salz, Zwiebelpulver, Pfeffer, Knoblauch, Curcuma, Senfmehl, Verdickungmittel Guarkernmehl, natürliches Aroma, Spinat, Säureregulator Calciumlactat), Kapern (2,5%), Weizenmehl, Sonnenblumenöl, Magermilchpulver, Maisstärke, Salz, Zucker, Pfeffer, Zwiebelpulver, Verdickungsmittel Guarkernmehl, Zitronensaftkonzentrat

Was denken sich diese Hersteller eigentlich? „Hey, lass uns ein vegetarisches Fertiggericht machen. Aber wir werfen ein gaaaaaaanz kleines bisschen Ei hinein, damit alle Veganer sauer sind! Muahahahaha!!!“ Ich meine, ist denen nicht klar, dass die damit ihre eigene Zielgruppe dezimieren? Naja, wie ihr wisst, sehe ich das ja eh nicht so dogmatisch also hab ich das Zeugs gekauft, finde es aber dumm.

Irgendwann kam dann der Tag, an dem ich keinen Nerv zum Kochen hatte und ich beschloss, diese Klopsdose zu öffnen. Der Anblick, welcher sich mir bot, war folgender:

Königsberger Klopse2

Mmh, geht so, ne? Man beachte, dass die (sehr, sehr dünne) Sauce so glitzert, das sind Fettaugen. Warum muss da denn jetzt so viel Fett drin sein? *ärger*

Ich dachte mir dann ich mach mal Kartoffeln und Spinat dazu, weil irgendein Gemüse hätte mir sonst gefehlt und die Sauce sah so verdächtig nach nichts (außer nach Fett) aus, da hatte ich Angst, dass die Kartoffeln zu trocken werden. Ich hatte noch eingefroreren Würzspinat, das passte so gut zu Dosenfraß, so dass ich den genommen habe und nur noch Kartoffeln zu kochen brauchte. Auf dem Teller sah das ganze dann schon besser aus:

Königsberger Klopse3

Aber, was soll ich sagen? Die Kartoffeln und der Spinat waren lecker, die Klopse nicht. Trotz der drei Millionen Zutaten waren die Klopse in meinen Augen (oder eher auf meiner Zunge) geschmacklos und die Sauce war auch sehr enttäuschend. Tja, das hat man davon, wenn man zu Dosen greift…obwohl, es gibt auch leckere Fertiggerichte, es kommt nur nicht so oft vor, deshalb werde ich natürlich am Ball bleiben, weiter ausprobieren und hier davon berichten.

 

Ich habe ja schon einiges an irren Imitaten gesehen, aber das hier hat mich dann doch wieder sehr erstaunt. Wer bitte kommt denn auf die Idee vegetarischen Kaviar zu basteln? Stührk heißt die Firma. Kenn ich nicht. Ein Blick auf die Homepage verrät mir auch warum: Da heißt es nämlich „Feinste Delikatessen frisch aus dem Meer.“ Es handelt sich bei Stührk also um eine Fischfirma. Also die verkaufen eigentlich normale, echte, tote Fische. Und kein Tofu oder so. Die Produktpalette besteht lediglich aus klassichen „Meeresfrüchten“, dieser Kaviar ist das einzige Vegetarische, das Stührk anbietet. Ja, und woraus ist das nun? Die Produktauskunft teilt mit: Braunalge. Wer nicht weiß, was das ist, wird dort schnell gut informiert: „Die Braunalge (Phaeophyceae) ist eine im Meer lebende, wie der Name schon sagt, oft braune Alge mit Generationswechsel.“ Huch! Generationswechsel? Ein im Meer LEBENDE Alge? Ich dachte Algen sind Pflanzen. Wikipedia klärt über diese Generationswechsel-Sache auf. Naja, nicht wirklich: „Die Meiosporen werden in uniloculären (einkammerigen) Sporocysten gebildet, die Gameten in pluriloculären (vielkammerigen) Gametangien. Der Generationswechsel ist heterophasisch, d.h. es wechseln sich haploide und diploide Generation ab. Innerhalb der Braunalgen gibt es eine Entwicklungslinie von gleichartigem (isomorphem) Generationswechsel zu einer Reduktion des haploiden Gametophyten: heteromorpher (verschiedengestaltiger) Generationswechsel. Bei den Fucales ist die haploide Generation fast vollständig rückgebildet, sodass sie fast reine Diplonten sind.“ Versteh ich nicht. Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass ne Alge ne Pflanze ist. Egal ob braun oder grün!

Das Zeug kann man z.B. bei Alles-Vegetarisch käuflich erwerben. Es kostet 2,29 Euro für 100g. Find ich okay. Was ich nicht so okay finde ist, dass bei Stührk als Zutat ja nur diese wundersame Braunalge angegeben war. Bei Alles-Vegetarisch sieht das schon ganz anders aus. Da stehen folgende andere merkwürdige Dinge:

Geliermittel Calciumalginat aus Seetang, Wasser, Salz, Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat, Aroma, Säuerungsmittel Citronensäure, Ascorbinsäure, Verdickungsmittel Xanthan, Farbstoff E153, Konservierungsstoff Kaliumsorbat, Natriumbenzoat

Calciumalginat aus Seetang? Das hört sich nicht so toll an wie „Braunalge“. Und dann noch fieses, böses Glutamat? Ich bin schockiert! Egal, ich war neugierig, hab’s bestellt.

Hier ist das Glas:

Kaviar1

Sieht doch ganz gut aus. Richtig edel irgendwie. Und gleichzeitig so natürlich mit dem grünen Banner und so. DLG steht auch noch drauf. Das Produkt wurde 2011 mit dem Goldenen Preis prämiert. Aha. Dann muss es ja gut sein. Ich mach mal auf…

Kaviar2

Joa. Sieht aus wie Kaviar. Und riecht auch so! Voll lecker nach Meer und Fisch! Ich muss ja zugeben, früher, also vor 20 Jahren, als ich noch Fisch und Fleisch gegessen habe, da mochte ich Kaviar total gern. Also nicht jetzt diesen echten, teuren, russischen, sondern billigen aus’m Kühlregal. Schlemmerfilet a la bordelaise ist übrigens auch lecker. Muss man vielleicht einfach mal zugeben, lecker ist das Zeug manchmal einfach. Trotzdem – ich habe es aus meinem Speiseplan verbannt, und da bleibt es auch, in der Verbannung! Darum jetzt also nachgemachter Imitatkaviar! Dieser schwimmt in einer komischen Flüssigkeit, die etwas schleimig wirkt. Aber das macht echter Kaviar glaub ich auch. Ich habe es probiert und meiner Meinung nach schmeckt es auch nach Kaviar! Total lecker, die Konsistenz ist aber etwas anders. Ich habe den Kaviar auf so kleine Kekse mit Frischkäse gepackt, da war er dann nicht mehr vegan. Man kann aber sicher auch vegane Kekse und irgend eine vegane Tofupaste nehmen. So sieht es dann aus:

Kaviar3

Sieht doch super aus. Und schmeckt auch super. Es macht sich auch toll auf einem kalten Buffet, leider weichen aber die Kekse relativ schnell durch, dann ist es nicht mehr so gut. Einige meiner Gäste fanden, dass es wie Kaviar schmeckt, andere verneinten dies vehement! Andere trauten sich nicht, es zu probieren. Ich find’s super, bis auf das böse Glutamat. Wird trotzdem wieder gekauft!

Bei meiner letzten Bestellung von alles-vegetarisch habe wieder mal eine Fischalternative bestellt. Ich bin ja immer noch auf der Suche nach dem optimalen Ersatzfisch. Diesmal habe ich das Veggie Fischsteak von Vantastic Foods ausprobiert. Das sah auf der Seite im Shop lecker aus, und diesmal wurde ich auch nicht mit einer bösen optischen Überraschung beim Auspacken bestraft, nein, die Fischsteaks sahen live ebenso gut aus:

Fischsteak 1

Die finde ich wirklich appetitlich. Und auch die Inhaltsstoffe sind lecker:
Sojaeiweiß, Seetang, Wasser, Sojaöl, Stärke, Zucker, Salz, Gewürze

Kein garstiges Yams! Sondern leckeres Soja und köstlicher Seetang. Das kann ja nur schmecken. 🙂 Stellt sich nur wieder die Frage: Was macht man damit? Da in so ner Packung ja ne ganze Menge drin ist, 300 Gramm nämlich, habe ich mir die Fische eingeteilt und an zwei Tagen hintereinander damit gekocht. Was man auf jeden Fall tun sollte: Anbraten. Mit etwas Öl in einer Pfanne. Hier ist mal ein Zwischenergebnis:

Fischsteak 2

Das sieht doch auch ganz lecker aus, oder? Und ich glaube, ich habe zu viel Öl genommen, das seh ich ja jetzt erst! Das schwimmt ja richtig! Naja, jetzt hab ich den „Fisch“ erstmal probiert. Er ist SEHR, SEHR lecker. Ich finde, es schmeckt sogar nach Fisch. Und die Konsistenz ist auch toll. Ich bin wirklich begeistert, das ist total lecker! Zwar mit fast sechs Euro nicht ganz billig, aber ich finde, das lohnt sich. Diesen Fisch werde ich jetzt öfter kochen. 🙂

Hier sind zwei Rezepte zum Ausprobieren:

Fischsteak mit Kartoffeln und Rahmspinat
Fischsteak mit Rahmwirsing und Basmatireis

Letztens habe ich eine Großbestellung bei alles-vegetarisch gemacht, ein netter Onlineversand für vegane Produkte. Während ich mich so durch die verschiedenen Produkte klickte, um eins zu finden, welches ich noch nicht ausprobiert habe (und es gibt derer eine Menge!), blieb ich an einem gar netten Artikel hängen, dem Veggie Brathähnchen von Vantastic Foods. So ähnlich sah das Hähnchen im Shop aus:

Huhn2Dazu steht folgendes geschrieben: „Ein halbes Brathähnchen in bestechender Form für eine verblüffend authentische Optik.“ Das hätte mich eigentlich schon auf das bevorstehende Übel hinweisen müssen, aber ich nehme solche Texte im Moment nicht sehr ernst. Man erinnere sich nur an die Vegarnelen letztens… Naja ich hab es bestellt. Um dann bei der Lieferung geradezu in eine Schockstarre zu verfallen, denn folgendes Grauen bot sich meinen armen, geplagten Augen:

Huhn1

WHY U DOIN‘ DAT VANTASTIC FOODS! WHY???? Mein erster Verdacht: Die haben mir ein echtes Huhn geschickt. Aber ein Blick auf die Zutatenliste verriet: Texturiertes Sojaeiweiss, Soja-Isolat, Pflanzenöl, Zucker, Sojasauce, Gewürze. Kein Huhn. Mein zweiter Verdacht war: Sicher haben die da auch noch echte Knochen reingebaut, damit es noch authentischer wirkt. Man konnte es aber biegen. Keine Knochen. Ich hab es in den Kühlschrank getan. Nach ganz, ganz hinten. Weit, weit aus meinem Sichtfeld. Und dann habe ich es vergessen.

Einige Zeit später haben Kai und ich mal wieder einem unserer Lieblingsrestaurants einen Besuch abgestattet, dem Fegefeuer in Münster, welches ja grandioserweise nicht nur Fleisch serviert, sondern auch eine vegetarische und sogar eine vegane Karte hat. Dort bestellte ich, ohne Böses zu ahnen, den sogenannten „Freyflug“, ein Seitan-Brathähnchen mit Knusperpanade auf buntem Kürbis-Zucchini-Gemüse in Orangen-Tunke, dazu Minzreis. Ihr ahnt es schon. Was da serviert wurde, war jenes ekelige Huhn! Zum Glück, muss ich aus heutiger Sicht sagen. Denn es schmeckte gar grandios! (Wie eigentlich alles im Fegefeuer…) Also alle bitte da hingehen und das Huhn essen. Plötzlich erschien mir die Zubereitung des Viechs im Kühlschrank gar nicht mehr so abwegig…

Als mich also mein experimentierfreudiges (und nebenbei fotografisch sehr talentiertes) Schwesterlein Nemontemi besuchte, fassten wir den Plan, das Vieh zu schlachten. Damit wir die Form nicht länger ertragen mussten, zerhackten wir es in Streifen und brieten es in einer Pfanne in etwas Öl. Jetzt sieht es lecker aus, jawohl!

Huhn3

Aber nur so ein langweiliges gebratenes Huhn ist ja nix. Darum haben wir es in eine leckere China-Gemüsepfanne geworfen. Man hätte es aber auch in ein indisches Essen werfen, es klassisch deutsch mit Kartoffeln und Gemüse zubereiten oder es pur essen können, es schmeckt super. Hat einen schönen Eigengeschmack, wirklich etwas huhnig meiner Meinung nach. Die Konsistenz ist auch toll, es ist nicht schwammig oder so, sondern schön fest und es lässt sich gut knusprig anbraten ohne Ärger zu machen.

Einzig eine Frage tut sich nun auf. Beim Fegefeuer besteht das Teil angeblich aus Seitan (soweit ich weiß ist das Weizeneiweiß), meins laut Packung aber aus Sojaeiweiß. Ist mir aber auch egal, es ist lecker und vermutlich dasselbe Produkt. Welches übrigens bei alles-vegetarisch 4,89 € (200g) kostet. Nicht günstig, aber es gibt dennoch eine unbedingte Kaufempfehlung von mir!

Hier ist noch ein Bild der Chinapfanne mit Huhn:

Huhn4

Ich muss dringend wieder bei alles-vegetarisch bestellen…

Rewe hat eine gar wunderbare Ecke im Kühlregal, da finden sich allerlei leckere Produkte der Firma Veggie Life. Veggie Life gehört zu Tofutown, und damit zu den „Guten“. 🙂 Wir kaufen deshalb gern etwas aus diesem Regal. Eins der Produkte, die regelmäßig in unserem Einkaufswagen landen, ist die gute Velami. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine vegane Salami. So sieht die Packung aus:

Velami1

Wie auf der Packung zu lesen, ist die Velami nicht nur vegan, sondern auch cholesterinfrei, Bio und Premium. Wie wir ja alle wissen ist Cholesterin eh böse. Und Bio ist gut. Die Welt lässt sich so einfach in richtig und falsch und gut und böse einteilen! Und Premium….nun Premium MUSS einfach auch was Gutes sein! Das Wort hört sich jedenfalls gut an. 🙂

Das ist drin:
Räuchertofu* (24%), Trinkwasser, Weizeneiweiß* (22%), Tofu *(7%), Sonnenblumenöl*, Gewürze*, Meersalz, Rohrohrzucker*, Verdickungsmittel (Johhanisbrotkernmehl* & Seetangextrakt), Mandeln*, Rote Beete*, Matodextrin*, Hefeextrakt, Palmfett*, Sellerie*, Senf*, Rauch.
* aus kontrolliert biologischem Anbau

Ich hab mal gelesen, dass man Palmfett vermeiden soll, weil dafür irgendwelche Wälder abgeholzt werden oder so. Muss ich nochmal nachforschen. Hier ist es jedenfalls drin. Naja.

Ausgepackt und auf ein Brötchen gelegt sieht die Velami zugegebenermaßen nicht soooo lecker aus:

Velami

Sie sieht aber auch immerhin gar nicht aus wie ne Salami, die Velami. Ohne eklige Fettstücke, die einem zwischen den Zähnen hängen bleiben. Das weiß ich noch, dass das so war früher. Mir wird gerade schlecht. Also lieber diese Velami essen, ohne Fettstücke. Ein weiterer Vorteil der Velami ist, dass sie einfach total lecker ist. Sehr würzig und die Konsistenz ist auch gut. Kais Lieblings“wurst“. Eine kleiner Test unter Fleischessern mit verschiedenen Wurstimitaten ergab, dass ihnen diese Wurst am Besten gefiel, allerdings sagten beide, dass sie richtige Wurst immer noch lieber äßen. Schade. Ich mag die Velami. 🙂

Ich habe es getan! Ich habe mich erneut auf eine vegane Variante eingelassen! Und dass, obwohl ich immer noch ein wenig von den Veggie Riesegarnelen traumatisiert bin. Aber ich konnte nicht widerstehen, als ich die Dinger im Onlineshop von alles-vegetarisch sah. Immerhin waren diese Vegarnelen auch ein ganzes Stück günstiger als die Veggie Riesengarnelen, sie kosteten 2,99 für 150 Gramm. Und das Wichtigste: Sie sind nicht aus Yams, sondern aus Tofu. Logisch, sie sind ja auch von Lord of Tofu!

Ich hab die Dinger also bestellt und mich schon total gefreut auf Garnelen! Yay! Das Paket von alles-vegetarisch kam dann auch sehr schnell an und enthielt unter anderem dieses hier:

Riesen Vegangarnelen1

 

 

 

 

 

 

Ja, sieht doch super aus! Auf son Spieß hätte ich auch wohl Hunger gehabt, aber ich habe gar keine Spieße. Ich sollte mir mal Spieße zulegen. Sowas vergesse ich immer…

Also. Wie auf der Packung zu sehen, sind die Garnelen nicht nur vegan, sondern auch ausschließlich aus Bioland Sojabohnen zubereitet, heißt also, kein Genfood. Gut!

Das ist drin:
Zutaten: Tofu* (Wasser, Sojabohnen*, Gerinnungsmittel: Kombucha*) 95%, Sonnenblumenöl*, Meersalz, Gewürzmarinade* (Wein*, Agavendicksaft*, Karottensaft*, Dill*, Französische Meeresalgen, Zitronensaft*) (* = aus kontrolliert biologischem Anbau)

Hört sich lecker an. 🙂 Ich war gespannt und öffnete die Packung….um DAS zu entdecken:

Riesen Vegangarnelen2

 

 

 

 

 

 

 

Äh. Hä? Wo sind denn das Garnelen bitte? Das sind komische, eckige Blöcke! Versteh ich nicht. Nochmal Packung gelesen, da stand eindeutig drauf: Tofu geformt wie Garnelen. Dann ist das wohl die seltene Spezies der Blockgarnele. Oder der Quadergarnele. Also für die Form gibt’s mal n Punkt Abzug direkt!

Ja. Was sollte ich nun tun? Ich hatte vorgehabt, die Garnelen zu braten, lecker mit Knoblauch, und sie auf einen Salat zu legen. Das hätte mit diesen Quadern aber doof ausgesehen. Deswegen hab ich sie kleingeschnitten, wie geplant zubereitet und dann anschließend auf den Salat getan. Das sah dann so aus:

Riesen Vegangarnelen3

 

 

 

 

 

 

Lecker, ne? Ich war gespannt und probierte die Blockgarnelen. Ja. Tofu. Es schmeckte einfach wie normaler, ungewürzter, vielleicht leicht öliger Tofu. Aber auch nicht ansatzweise nach Garnelen, Fisch oder Meer. Oder Seetang. Was ist das denn? Versteh ich nicht. Kai fand es auch lecker „Boah, zum Glück schmecken die nicht nach Garnelen, ich finde Garnelen eklig“. Aber was hat das jetzt mit Garnelen zu tun? Es schmeckt nicht wie Garnelen, es sieht nicht aus wie Garnelen, warum nennt man das dann Garnelen? Meine einzige Erklärung war, dass es sich um einen Fehler in der Produktion gehandelt haben könnte. Dass in der Packung vielleicht ein falsches Produkt war. Deswegen habe ich Lord of Tofu erstmal eine Mail geschrieben und um Aufklärung gebeten. Leider sind die Leute bei Lord of Tofu wohl keine Lords of Emailing, jedenfalls habe ich keine Antwort bekommen. Mein Fazit darum: Diese Produkt schmeckt zwar (und zwar wie Tofu) aber nicht nach Garnelen. Warum sollte man es dann kaufen? You had one job, Lord of Tofu!