Category: Produkttests


Bei meinem letzen Einkauf im Biomarkt habe ich diese vegane Mozarella-Variante gefunden, es gab dort die Sorten „natur“ und „Basilikum“. Auch wenn mich der Preis erst einmal sehr erschreckt hat (4,99 € für 200g), habe ich mich dafür entschieden, mal eine Sorte auszuprobieren. Denn dieser Mozarella wird nicht aus garstigen, undefinierbaren Zutaten hergestellt, sondern aus Cashews. Das ist ja erstmal nicht eklig. Die Konsistenz kann dann doch schon mal gar nicht so fies sein, dachte ich mir, wie bei all den anderen Käseexperimenten, die ich schon hinter mir habe! (Der Interessierte kann hier nachlesen: Käsealternativen-Produkttests). Also habe ich in den sauren Apfel gebissen, fünf Euro investiert und die Basilikumvariante gekauft. Dies ist sie:

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Die Packung sieht erstmal sehr gut aus, finde ich, appetitanregend in schönem Grün! Bei näherem Hinsehen fiel mir ein schweizer Fähnchen auf…war da nicht mal was mit einem seltsamen Produkt aus der Schweiz, das ich getestet hatte? In der Tat! Es ist diese Firma Soyana, von der ich schon die sehr lecker klingende „Fermentierte BioSoya Alternative zu Sauerrahm“ getestet hatte! Naja, das war ja nicht so überzeugend gewesen. Aber man lernt ja dazu, auch so als Firma, und dieser Mozarella sah echt gut aus. Wenn man die Pappe abmacht, hat man dies hier:

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Auch noch okay. Erinnert ein bisschen an so ne klassische Leberwurstverpackung, nur in schönem Grün! Wenn man es aufschneidet, kriegt man dies hier:

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Das Aussehen des „Mozarella“ entspricht eher dem von Kräuterbutter, auch die Konsistenz ist natürlich eine andere als die von normalem Mozarella. Man kann das auch streichen, wenn man will, aber auch gut schneiden. Erste Geschmacksprobe: Mmh, naja. Also nicht eklig, das ist schonmal gut. Die Konsistenz ist gut, der Geschmack ist für mich aber eher nichtssagend. Schmeckt weder nach Mozarella, noch, wie ich vorher etwas gehofft hatte, nach Cashews. Auch jetzt nicht so doll nach Basilikum. Aber vielleicht entfaltet der Mozarella ja seine volle Wirkung erst, wenn man ihn gemeinsam mit Tomaten verspeist. Früher habe ich immer Mozarella mit Tomaten auf Brötchen gegessen. Darum hab ich das jetzt erstmal genauso mit diesem Mozarella gemacht. Sah dann so aus:

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Man, ich krieg schon wieder Hunger. Tomate-Mozarella ist voll lecker. Leider muss ich sagen, dass dieser spezielle Mozarella geschmacklich eher unterging und mich sogar etwas störte, da hätte ich lieber die Tomaten pur gegessen. Aber das ist vielleicht auch mein persönlicher Geschmack. Fünf Euro ist mir das jedenfalls nicht wert.

Ich wollte nochmal auf der Website von Soyana nach den Zutaten googlen, damit ich die nicht abtippen muss, aber leider findet man die da nicht. Die Website ist immer noch total wirr und verrückt. Die brauchen echt mal einen ordentlichen Webauftritt….hier ist jedenfalls die Seite zu Veganella: Klick! Aha! Es gibt anscheinend sogar noch eine geräucherte Variante. Statt der Inhaltsstoffe bekommt man hier noch viele weitere Informationen: Zitate und Empfehlungen von Menschen, die Veganella ganz toll finden, Hinweise zu Bio Cashewkernen, Nährwerte zu Bio Cashewkernen, wissenschaftliche Hintergründe zu Bio Cashewkernen (hä?), Rezepte mit Veganella (yay!)… unendliche Vielfalt.

Hier sind dann doch noch die Inhaltsstoffe von Veganella, man kann sie bei alles-vegetarisch nachlesen: Wasser, Cashewkerne* 19,7%, Kokosöl*, Basilikumblätter 5,1%, Zitronensaft*, Flohsamenschalen*, Meersalz, Agar Agar*, Apfeldicksaft*, Johannisbrotkernmehl*, Knoblauch*(* = Zutaten aus ökol. Landbau)

Fazit: Probiert es aus, es ist jedenfalls der unekligste vegane Käse, der mir bislang untergekommen ist! Kai mochte es ganz gern, weiß aber nicht, ob er es für den Preis nochmal kaufen würde.

Ich esse gerne Schokolade, besonders gerne weiße. Ich habe auch schon einige vegane Varianten probiert, die meisten waren mir aber irgendwie zu…naja wie soll man das beschreiben? Zu wässerig? Zu un-sahnig? Un-cremig? Eben genau nicht wie ein Lindor. Ich wollte es nochmal probieren und kaufte diese i choc im Biomarkt:

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Die Tafel kostet circa zwei Euro und es gibt noch mehr Sorten: Choco Cookie, White Nougat Crisp und Almond Orange. Da ich aber Weiße mag, kaufte ich Weiße. Sieht voll lecker aus die Packung oder? Ausgepackt sieht es dann so aus:

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Auch noch gut! Durchsichtige Folie abgemacht, reingebissen und…ehrlich? Der erste Bissen war etws enttäuschend. Wieder mal dieses..uncremige. Aber das zweite Stück war schon besser. Gar nicht mal so schlecht. Ich hab die Schoko aufgemampft, war also doch ganz gut. Kommt nicht an das Original heran, ist aber schon ganz ok. Wenn man vegan leben möchte ist das wohl ein guter Ersatz. Aber es ist kein Lindor. Ich kaufe auch mal die anderen Sorten und lasse euch wissen, wie die so sind.

 

Ich habe in Glasgow mit Lottie furchtbar leckere Mac & Cheese gegessen. Dummerweise habe ich mir nicht gemerkt in welchem Restaurant das war. Jetzt werde ich für immer auf der Suche nach den ultimativen Mac & Cheese sein. Selber machen mag ich die nicht, ich koche nicht mehr gern unvegan. Darum könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als plötzlich ein veganes Mac & Cheese Rezept auf meiner Facebookwand auftauchte! Hab ich direkt ausprobiert. Ich hatte zwar keine Maccaroni da, aber Spaghettini tuns ja auch, ne?

Zutaten für 4 Personen):

2 Zwiebeln
2 Möhren
3 Kartoffeln
eine Tasse Cashewkerne
Gemüsebrühe
Kurkuma
Salz
Pfeffer

Zubereitung: Das Gemüse in Gemüsebrühe kochen, bis es weich ist. Das Wasser sollte das Gemüse bedecken, aber mehr auch nicht. Wenn alles weichgekocht ist, die Tasse Cashews, Salz und Pfeffer reinwerfen und pürieren. Fertig. So sieht es aus:

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Es ist sehr dickflüssig, aber das ist Käsesauce ja auch, oder? Ach ja, man muss auch Nudeln kochen. Wenn die auch fertig sind: Sauce drauf, reinhauen.

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Fazit: Einfach, schnell, vegan, lecker ABER leider die Enttäuschung: Es schmeckt nicht wie Mac and Cheese. Am nächsten Tag habe ich dann die Reste noch mit Spinat vermischt, das war auch lecker. Aber kein Mac and Cheese. Seufz.

Ich war letztens mal wieder in Schottland. Und da habe ich in einem Restaurant, dem Whiski Rooms in Edinburgh nämlich, vegetarischen Haggis gegessen. Übrigens ein gar vorzügliches Restaurant. Da sollte man hingehen, wenn man in Edinburgh ist. Die meisten von euch werden den Begriff „Haggis“ schon einmal gehört haben. Für alle anderen: Haggis ist etwas ziemlich Ekliges. Das will man gar nicht essen. Ich zitiere mal aus Wikipedia:

„Haggis ist eine Spezialität aus der Schottischen Küche und besteht aus dem Magen eines Schafes, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Haggis ist mit Pfeffer scharf gewürzt, und das Hafermehl verleiht ihm eine etwas schwerere Konsistenz als Wurst.“

Ja. Warum sollte man das essen wollen? Ich weiß es auch nicht. Vielleicht weil man ein totaler Schottland-Fan ist, so wie ich. Als ich jedenfalls „Vegetarian Haggis“ auf der Speisekarte las, wollte ich es. Was bleibt da noch über wenn man die ekligen Sachen alle rausfischt? Ich hatte keine Ahnung. Bekommen im Whiski Rooms habe ich jedenfalls dies hier:

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Ich habe schon die verschiedensten Reaktionen auf dieses Bild erhalten. Von: „Boah, das sieht ja gigantisch aus“ bis „Das sieht aus wie das Zeugs, was die Kandidaten im Dschungel essen. Känguruhhoden?“, Ich finde jedenfalls, es sieht lecker aus. Das ganz links ist der Haggis, daneben sind „neeps“ (Steckrüben) und „tatties“ (Kartoffeln) und ganz rechts in dem klenen Topf ist Whiskysauce. Das ganze war so lecker, dass ich es vor meiner Abreise nochmal dort bestellt habe. Jawohl. Und wehmütig dachte ich am Flughafen daran, dass ich jetz ganz lange keinen vegetarischen Haggis mehr essen kann, ich hatte ja keine Ahnung was drin war. Aber was fand ich im Duty Free Shop? Dies hier:

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Und das im Supersonderangebot für nur 10 Pfund für 2 Packungen! Yeah. Schweineteuer eigentlich. Für zwei 232g Dosen (Abtropfgewicht). Aber egal, ich wollte es und habe es gekauft! Hinten auf der schönen Packung stehen die Zutaten drauf:

Haferflocken, Zwiebeln, Steckrübe, Pflanzenölflocken, Kidneybohnen, rote Linsen, Pilze Salz, Pfeffer.

Also erstmal: Warum tun die da Steckrüben rein? Steckrüben müssen doch als Beilage! Und was zur Hölle sind Pflanzenölflocken? Vielleicht hab ich auch was falsch übersetzt….glaub ich aber nicht. Jedenfalls ist das Produkt nicht nur vegetarisch sondern vegan! Yay! Außerdem steht drauf, dass ein „kompletter Haggis in synthetischer Haut (nicht essbar)“ enthalten ist. Aha. Nun gut.

Zuhause hab ich den schönen Karton geöffnet und eine nicht ganz so schöne Dose kam zum Vorschein:

20150710_190841Diese wiederum geöffnet enthüllte….viel Wasser.

20150710_190920Da schwimmt echt son wurstartiges Teil drin. Mmh. und irgendwie….wird es immer weniger

20150710_191012Plötzlich scheint das ganze nur noch halb so groß. Ich denke mit Wehmut an meine 10 Pfund zurück….Nun ja. Irgendwie dachte ich, dass das Teil schon fertig ist, aber nein, weit gefehlt. Laut Anleitung auf der Dose muss man es für 35 Minuten köcheln lassen. Mikrowelle geht aber auch. Dafür muss man aber vorher die Haut abmachen. Ich habe eh keine Mikrowelle. Also Herd. Nach 35 Minuten habe ich vorsichtig (steht auf auf der Packung, dass man vorsichtig sein muss) die Wurstpelle angestochen und direkt kam Zeugs rausgequollen. Ih. Nicht gerade lecker. Das gab sich dann aber und ich hab die Wurst durchgeschnitten. Erster Geschmackstest ergab: Ist okay, aber nicht so lecker wie der im Whiski Rooms. Und so pur kann man den Haggis natürlich auch nicht essen, darum jetzt mein Rezept!

Haggis mit Butternutkürbis (in Ermangelung von Steckrüben), Kartoffelbrei und Whiskysauce

Ich wollte das gerne so klassisch haben, wie oben auf dem Bild. Aber da ich um diese Jahreszeit keine Steckrübe kriege, muss ein Butternutkürbis dran glauben! Und ich weiß auch gar nicht wie diese Whiskysauce geht, da hab ich einfach ein Rezept aus dem Netz geklaut. Und ich wollte auch etwas Deko oben drauf, aber ich habe keine Ahnung was das Grüne im obigen Bild ist, deswegen dachte ich an Mandelblättchen und Frühlingszwiebeln. Leider nicht 100 Prozent vegan, ich forsche weiter. Und so geht’s

Zutaten für 3 bis 4 Personen:

1 oder 2 Packungen Haggis (ist schon wenig drin in so ner Packung…)
1 Butternutkürbis
so circa 8-12 Kartoffeln
Olivenöl
Albaöl (oder Butter)
2 EL Scotch
2 EL Senf
2 TL Honig
350 ml Sahne
Salz
Pfeffer
Mandelblättchen
3 Frühlingszwiebeln

Für mein Saucen-Update: Mehl, Zucker, Margarine

Zubereitung:
1. Butternutkürbis längs in vier Teile schneiden, Kerne entfernen. Mit Olivenöl einreiben und bei 175 Grad im vorgeheizten Backofen mit der Schale nach oben 45 Minuten garen. Zwischendurch mal auf die andere Schnittfläche drehen. Wenn es fertig ist, sieht es so aus, ich hab mal eins umgedreht:

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Dann das weiche Innere herauskratzen und pürieren. Schöner wäre es, wenn es gröber bliebe, aber diese nervigen Fäden kriegt man da nicht komplett raus, also lieber pürieren. Man muss das nicht weiter würzen, es schmeckt jetzt schon super.

2. Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen, bis sie weich sind. Wasser abgießen. Etwas Butter oder Albaöl, sowie 50 ml Sahne, Salz und etwas Pfeffer hinzugeben. Mit einem Kartoffelstampfer grob zerstampfen. Fertig.

3. Den Haggis nach Packungsanweisung zubereiten. Haut entfernen.

4. Die Frühlingszwiebeln kleinschneiden und mitsamt ein paar Mandelblättchen in etwas Olivenöl anbraten

5. 300 ml Sahne mit 2 EL Senf und 2 TL Honig mischen, erhitzen. Wenn es fast kocht 2 EL Scotch hinzufügen, alles umrühren. Übrigens: Ich habe gar keinen echten Scotch genommen, sondern Tullamore Dew, der ist aus Irland. Geht aber auch. Nehmt aber bloß keinen Bourbon oder sowas!

UPDATE: Ich habe die Sauce verbessert. Man nehme 6 TL Zucker und karamellisiere ihn mit Margarine in einem Topf. Dann gießt man Whisky hinzu, viel Whisky und rührt es um. Dann etwas Sojasahne hinzu und Mehl zum andicken einrühren. Immer noch nicht wie das Original, aber viel besser als meine ursprüngliche Version!

Der Trick ist, dass alles gleichzeitig fertig sein muss. Timing ist alles. 😀

Dann kann man es so anrichten:

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Fazit: Es war richtig lecker. Vor allem der Kartoffelbrei und der phänomenale Butternutkürbis. Sowohl der Haggis als auch die Whisysauce waren im Whiski Rooms besser. Diese Sauce war ein Highlight. In meiner war eindeutig zu viel Senf und auch zu viel Honig, das muss reduziert werden. Ich habe inzwischen auch rausgefunden, dass im Whiski Rooms auch ein Fertigprodukt für den Haggis verwendet wird, und zwar der von Macsween’s. Muss ich irgendwie rankommen. Und wer einen Tip für bessere, vielleicht sogar vegane Whiskisauce hat: Her damit!

Als Kai und ich am Samstag mal wieder durch den Biomarkt schlenderten und ich nach Räuchertofu suchte, hörte ich auf einmal, wie Kai neben mir lachend zusammenbrach. Was geht denn jetzt ab, dachte ich und nachdem ich meinen Blick vom Tofu weg und auf mein Gespons gerichtet hatte, sah ich fassungslos den Grund für den Heiterkeitsausbruch: Das Ausländerwürstchen!

 

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Ausländer stand da wahrhaftig. Das Pflanzenwürstchen mit Migrationshintergrund. Kaum zu glauben. Es handelt sich dabei natürlich um eine Parodie auf das tolle „Deutschländerwürstchen“ von Meica. Erinnert ihr euch an den beknackten Spot? Nein? Dann verlinke ich ihn hier mal für euch…

Ja, da ist aus den beliebtesten Würstchen Deutschlands das jeweils Beste drin. Vor allem aus Wien….

 

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Aber das ist ja kalter Kaffee, die Werbung ist alt. Zeit ein Ausländerwürstchen auf den Markt zu bringen? Für Viana anscheinend schon! Und es gibt auch schon einen passenden Spot!

Naja. Da hätte ich mir etwas mehr Ausland noch gewünscht. Aber der Abspann ist schön:

„Ausländer“ ist ein Comedy-Parodie-Beitrag der Firma Tofutown zur menschlichen und kulinarischen Integration von Migranten jeglicher Herkunft, sowie Tofuwürstchen in Deutschland. Das ist doch gut!

Zurück zu unserem Einkauf im Biomarkt: Da uns das Würstchen so erheitert hatte, beschlossen wir, es zu kaufen. So sieht es aus, wenn man es umdreht:

 

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Und das ist dann drin: Tofu (Sojabohnen*, Trinkwasser, Gerinnungsmittel: Magnesiumchlorid (Nigari)) (34%), Trinkwasser, Weizeneiweiß* (19%), Sonnenblumenöl*, roter Gemüsepaprika*, Meersalz, Paprika*, Gewürze*, Tomatenmark*, Rohrohrzucker*, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl*, Mandeln*, Kräuter* (*= aus kontrolliert biologischem Anbau)

Zuhause angekommen wollte Kai es direkt essen. Das sah dann so aus:

 

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Wie ihr seht, war er sehr glücklich mit seinem Ausländer-Würstchen. Und dass, obwohl er gar kein Ausländer ist! Obwohl ja gewisse Leute behaupten, dass er eigentlich ein getarnter Holländer ist…

Nun ja! Ich konnte in letzter Sekunde auch ein Stück ergattern und es ist lecker! Sehr würzig, rauchig, ein guter Snack. Das kann man gut essen! Es war auch nicht so teuer, ich meine 1,39 Euro. Also eine definitive Empfehlung von mir.

Lange hatte ich schon nach diesem Braten gelechzt, aber bislang ist nie etwas daraus geworden, denn erstens: Was soll ich mit 750 g anfangen? und zweitens: Er ist teuer! Wenn der Braten nicht gerade irgendwo im Angebot ist kostet er über 15 Euro. Da hab ich mich immer irgendwie nicht rangetraut. Aber jetzt sollte ich ein Menü zu Weihnachten kochen, da eignet sich der doch hervorragend. Ist ja immerhin ein VESTTAGSbraten. Also hab ich den Braten bestellt. Hier isser!

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Sieht doch ganz gut aus eigentlich! Das ist drin:

Seitan (Wasser, Weizeneiweiß) 85%, Haferfaser, Zwiebeln, Salz, Hefeextrakt, Sojasauce (Wasser, Sojabohnen, Meersalz), ölsäurereiches (High-Oleic) Sonnenblumenöl, Flohsamenpulver, Gewürze, Verdickungsmittel Guarkernmehl

Oh, Seitan. Dann kann ich ja wieder meinen alten Witz mit „Satan“ machen. Ich habe also einen Satansbraten gekauft! (Okay, Schluss mit den Kalauern…)

Also. Ich wusste nicht so recht, was ich jetzt genau mit dem Braten machen soll, bei klassischer deutscher Küche bin ich immer schnell überfordert. Also schnell Mama angerufen, die hat mir vorgeschlagen das Ding in einen Bratschlauch zu packen, zusammen mit Rotwein und Brühe und Gewürzen und das in den Ofen zu tun. Toll, hab ich gesagt, wo soll ich denn jetzt einen Bratschlauch hernehmen? Ich habe mir da irgend so ein traditionelles Kochgerät drunter vorgestellt. Aber weit gefehlt! Prompt wusste Mama die Lösung: Es gibt da so Folien, da kann man Stücke abschneiden und die kommen dann mit in den Ofen. Folien? Die man in den Ofen tun kann? Laut meiner Mutter ist diese Erfindung schon 30 Jahre alt. Wieso kenne ich das nicht? Ich habe diese Folie also auspropiert.

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Das ist der Braten in einer Marinade aus Brühe, Rotwein, Salz, Pfeffer, Paprikagewürz und Lorbeerblättern. Da hab ich ihn erstmal ein paar Stunden dringelassen. Kann ja nicht schaden! Dann habe ich ihn in den Ofen gepackt und bei 200 Grad 20 Minuten dringelassen. So sah er dann aus:

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Dazu hatte ich mir folgende Beilagen überlegt:

Apfelrotkohl
Erbsen und Möhren
Rosenkohl
Kartoffeln
Pilzsauce

Getacht, getan. Da sind die Beilagen:

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Man braucht ganz schön viele Töpfe….Und da dass alles total lecker war (soviel kann ich schonmal verraten), hier die Vorgehensweise. Das ganze ist etwa für 4 bis 5 Personen gedacht.

Kartoffeln:
Zutaten:
Kartoffeln (So viele ihr braucht)
Salz
Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen. Fertig. Das war einfach.

Apfelrotkohl:
Zutaten:
1 Glas Apfelrotkohl

Man gehe in ein Geschäft und kaufe dort ein Glas fertigen Apfelrotkohl. Hier muss man aufpassen, dass kein Gänsefett drin ist! Manchmal schmeißen die da sowas rein! Den Rotkohl muss man nur in einen Topf tun und erwärmen. Man kann etwas Wasser hinzugeben, damit man es besser umrühren kann, das kippt man dann hinterher wieder ab. Natürlich könnte man auch einen frischen Rotkohl kaufen und hacken und mit Apfelstückchen vermischen und sich noch 2 Stunden mehr Arbeit machen. Hatte ich aber keine Lust zu.

Erbsen und Möhren:
Zutaten:
1 Dose Erbsen und Möhren
Salz
Agavendicksaft
1 TL Pflanzenmargarine

Wir sagen hier ja Erbsen und Wurzeln. Aber auf den Dosen, die man kaufen muss, steht das nicht. Da steht Erbsen und Möhren. So eine kauft man. Ja, auch hier ein Fertigprodukt, meine Lebenszeit ist begrenzt. Die Erbsen und Wurzeln kippt man einfach in einen Topf, erhitzt sie, gießst das Wasser ab und fügt dann etwas Pflanzenmargarine, eine Prise Salz und einen TL Agavendicksaft hinzu. Umrühren, fertig.

Rosenkohl:
Zutaten:
1 kleines Paket TK-Rosenkohl
1 Packung Sojasahne
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Bund Petersilie
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Auch hier kein frischer Rosenkohl. Könnt ihr natürlich machen. Hatte ich aber keinen Nerv zu! Den TK-Rosenkohl in einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser geben und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Wasser abgießen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Kleingeschnittene Zwiebeln hinzufügen und kurz anbraten. Rosenkohl und zerdrückten Knoblauch dazu geben. Immer mal umrühren. Dann mit Salz und Pfeffer würzen. Die Sojasahne einrühren und kurz einkochen lassen. Dann die gehackte Petersilie unterrühren

Pilzsauce
Zutaten:
500 g Champignons
2 rote Paprika
2 Möhren
2 Zwiebeln
vegane braune Instantsauce
Rotwein! (Eine Tasse sollte reichen. Hicks)
1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
Paprikagewürz
Agavendicksaft
Olivenöl

Diese Sauce hab ich erfunden. Sie ist super und ich bin stolz darauf! Sie geht so:
Die Paprika entkernen und die Möhren, Zwiebeln und die Knoblauchzehe schälen. Dann müssen die in GANZ kleine Stücke gehackt werden. Ich habe dazu so ein kleines Häckselgerät, das müssen wirklich ganz kleine Stückchen sein. Diese Mini-Stückchen brät man dann in Olivenöl an. Wahrscheinlich ist die Pfanne dann voll, dann muss man für die Pilze eine andere nehmen. Die Pilze werden geviertelt und ebenfalls in Olivenöl angebraten. Wenn man eine riesige Pfanne hat, kann man bestimmt auch alles in eine tun, aber Pilze müssen schon direkt Bodenkontakt (und Ölkontakt) haben, damit sie gut werden. Wenn die Pilze etwas geschrumpft und gebräunt sind wirft man sie dann zu dem restlichen Gemüse. Jetzt kann man es mit Salz, Pfeffer und Paprikagewürz würzen und ordentlich Rotwein dazugeben. Zum Binden kann man dann eine vegane Instantsauce nach Packungsanweisung dazu tun. Dann noch etwas Agavendicksaft rein und fertig ist die Sauce! Genial. Schmeckt zu allem!

Fertig angerichtet auf dem Teller sieht es dann so aus:

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Toll oder?

Und wie hat jetzt der Braten geschmeckt? Sehr, sehr gut. Saftig und zart, schöne Konsistenz, geschmacklich kann ich das nicht so genau definieren. Sehr intensiv, das kann natürlich auch an meiner Marinade gelegen haben. Ich würde den Braten jedenfalls wieder kaufen. Auch wenn mich der Preis immer noch etwas stört, aber gut, sowas isst man ja auch nicht jeden Tag. Es ist auch noch ne Menge übergeblieben, wir konnten am nächsten Tag nochmal davon essen. Jedenfalls gibt’s ne absolute Kaufempfehlung!

Es gab übrigens noch einen Nachtisch. Den könnt ihr euch hier ansehen!

Wilmersburger Scheibenkäse

Einen ziemlichen Wirbel auf dem Markt veganer Käsesorten hat ja die Firma Wilmersburger verursacht. In sämtlichen Internetforen wird der Scheibenkäse von Wilmersburger hochgelobt. Es gibt mittlerweile acht verschiedene Sorten, zusätztlich kann man ihn auch am Stück oder als Pizzaschmelz erwerben. Ich habe mal zwei Varianten des Scheibenkäse getestet, nämlich „Kräuter“ und „Tomate-Basilikum“

Wilmersburger1Woraus besteht eigentlich dieser „Käse“?

Kräuter: Wasser, Kokosöl (23 %), modifizierte Stärke, Stärke, Meersalz, Thymian, Oregano, vegane Aromen, Säureregulator: Citronensäure, Konservierungsstoff: Sorbinsäure, Farbstoff: Beta-Carotin

Tomate-Basilikum: Wasser, Kokosöl (21 %), modifizierte Stärke, Tomatensaft (9 %), Stärke, Meersalz, Basilikum, vegane Aromen, Säureregulator: Citronensäure, Konservierungsstoff: Sorbinsäure

Wasser, Kokosöl, Stärke. Hört sich nicht nach einer guten Idee an. Aber man weiß ja nie. Vielleicht schmeckt es ja. Zum Beispiel auf Toast.

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Das Bild ist nicht so schön. Aber so sieht Toast mit Käse nunmal aus.

Mein Fazit: Die Konsistenz ist okay, ähnlich wie bei richtigem Käse. Auch geschmacklich sind beide Sorten nicht schlecht, kommen aber meiner Meinung nach immer noch nicht an echten Käse heran. Es ist schon eine Weile her, dass ich Wilmersburger Scheiben getestet habe und ich habe ihn mir seitdem nicht wieder gekauft. Ich bin vielleicht auch einfach zu anspruchsvoll was Käse angeht, Kai mochte ihn gern (er hat dann auch beide Sorten aufgegessen). Was ich allerdings zugeben muss: Dies ist jedenfalls der beste Imitatkäse, der mir bislang untergekommen ist. Ich gebe also eine bedingte Kaufempfehlung!

Salate von Vitaquell

Es gibt da einen Salat von der Firma Vitaquell, der sogenannte Schwedensalat, den liebe ich ganz besonders doll. Das ist er:

Schwedensalat

Der ist so super! Es ist rote Bete drin und Tofustückchen und einen ganz ähnlichen Salat habe ich immer in Schweden gegessen, als ich mit meinen Eltern mal da war. Wir waren übrigens in Ystad und haben Wallander gesucht, aber ihn nicht gefunden. Aber mein Vater hat seine Wohnung ausfindig gemacht…egal. Also diesen Salat esse ich totaaaaaaal gerne. Auf Brot. Aber als ich letztens die Zutatenliste las entdeckte ich folgendes:

Zutaten: Rapsöl, Rote Bete (20%), Wasser, Zwiebeln, Tofu (Wasser, Sojabohnen, Magnesiumchlorid) (9%), Gurken, Äpfel (4%), Rohrzucker, Apfeldicksaft, Ananassaft, Gewürze, Senf, Eiklar, Weinessig, Branntweinessig, Maisstärke, pflanzliches Eiweiß (z.T. hydrolysiert), Zitronensaft, Maltodextrin, Kartoffelstärke, natürliche Aromen (enthalten Sellerie), Stabilisatoren Guarkernmehl und Xanthan, Meersalz, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure, Hefeextrakt, Raucharoma, Kräuter.

Wie jetzt, Eiklar? Muss das denn sein? Warum müssen die da Ei reintun? Ist denen nicht klar, dass die ganz viele Kunden dadurch NICHT ansprechen? Na super. Ich wollte doch vegan werden. Aber ohne diesen Salat? Zum Glück ist die Firma Vitaquell auch auf Facebook! Da hab ich die schnell mal angeschrieben und gefragt ob sie nicht in Zukunft das Ei weglassen können und es vielleicht durch etwas anderes ersetzen könnten. Agar Agar zum Beispiel oder Guakernmehl. Oder was auch immer. Und nach etwa zwei Wochen (die scheinen ja nicht sehr aktiv bei Facebook zu sein) bekam ich auch meine Antwort, allerdings wurde auf meine Frage gar nicht eingegangen. Stattdessen wurden mir vegane Alternativen der Firma empfohlen. Toll. Ich will aber Schwedensalat.

Trotzdem habe ich dann beim nächsten Einkauf im Reformhaus ein paar der empfohlenen veganen Sorten gekauft. Das sind sie:

Salatvariation

Nordsee, Rindvleisch, Thunvisch und – ganz rechts und besonders verheißungsvoll: Vikinger! Das sieht ja aus wie mein Schwedensalat!

Was aber negativ auffällt: In den veganen Salaten ist weniger drin! Der Preis war aber glaube ich der gleiche! (c.a. 3 Euro) Das werde ich nochmal genauer untersuchen müssen.

So, jetzt aber mal zum Produkttest!

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Auf der rechten Seite ist der Salat, in den ich die meisten Hoffnungen gesteckt hatte – der Vikingersalat. Das ist drin:

Zutaten: Rote Bete (22 %), Rapsöl, Wasser, Zwiebeln (10 %), Gurken (9 %), Sojaextrudat, Rote Betesaft (6 %), Rohrzucker, Äpfel (4%),  Branntweinessig, Senfsaaten, Apfeldicksaft, Traubensaft, Gewürze (enthalten Sellerie), Maisstärke, Erbsenprotein, Zitronensaft, Ananassaft, Stabilisatoren Guarkernmehl und Xanthan, Kräuter, Karamellzuckersirup, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure, Hefeextrakt, Meersalz, natürliche Aromen.

Ja. Ist ja fast so ähnlich. Fehlen nur die schönen Tofustückchen. Das macht mich traurig. Lecker ist er, aber nicht so gut wie der Schwedensalat. Seufz.

Auf der linken Seite befindet sich der Rindvleischsalat. Mit folgenden Zutaten:

Zutaten: Paprika (29 %), Gurken (23 %), Rapsöl, Zwiebeln, Rohrzucker, Sojaextrudat, Knoblauch, Wasser, Senfsaaten, Gewürze, Maisstärke, Branntweinessig, Stabilisatoren Guarkernmehl und Xanthan, Farbstoff Paprikaextrakt, Kräuter, Meersalz, Hefeextrakt, natürliche Aromen.

Also der schmeckt auch gut. Nicht nach Rindfleisch, aber lecker. Ich dachte auch ich hätte da so Imitatstückchen drin gehabt aber laut Beschreibung sind gar keine drin. Mmh. Was das wohl war? Vielleicht dieses mysteriöse Sojaextrudat? Schnell gegoogelt was das ist: Jau! Passt. Das scheint ein anderer Name für Sojaeiweiß zu sein. Okay. Ist das auch geklärt.

Salate 2

Hier befindet sich auf der linken Seite der Thunvischsalat. Das ist drin:

Wasser, Rapsöl, Erbsen (8 %), Mais (8 %), Paprika (8 %), Erbseneiweiß, Rohrzucker, Branntweinessig, Senfsaaten, Gewürze, Kräuter, Apfeldicksaft, Traubensaft, Karamellzuckersirup, Hefeextrakt, Verdickungsmittel Xanthan, Zitronensaft, Meersalz, natürliche Aromen (enthalten Spuren von Weizen = glutenfrei). Kann Spuren von Sellerie enthalten.

Also für meinen Geschmack ist da irgendwie zu viel Gemüse und zu wenig Thunfisch drin. Das, was sich so ein bisschen wie Thunfisch anfühlt ist dann wohl das Erbseneiweiß? Kann man eigentlich aus jedem Gemüse so ein Protein gewinnen und Fleisch damit imitieren? Wahnsinn. Dieser Salat war aber nicht so mein Fall. Ich wollte Thunfischgeschmack!

Und zu guter Letzt nun der Salat auf der rechten Seite: Nordsee. Darauf steht auch noch: Wie Krabben! Krabben? Sind da aber nicht drin. Dafür dies hier:

Zutaten: Rapsöl, Weiße Bete (18 %), Wasser, Gurken (8 %), Tomaten (8 %), Zwiebeln,  Äpfel, Rohrzucker, Sojamehlextrudat (3 %), Branntweinessig, Senfsaaten, Gewürze, Maisstärke, Erbsenprotein, Hefeextrakt, Stabilisatoren Guarkernmehl und Xanthan, natürliche Aromen, Raucharoma, Meersalz.

Weiße Bete! Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Fand ich jetzt auch nicht so spannend. Schmeckt schön nach Dill, aber die Konsistenz ist irgendwie doof. Und diese Möchtegern-Krabben, diesmal aus Sojamehlextrudat sind auch eher geht so.

Klarer Testsieger vom Geschmack her also immer noch der Schwedensalat. Schade, dass da Ei drin ist! 😦

Aber: Lecker sind auch Rindvleisch und Vikingersalat.

Die anderen sind auch nicht schlecht, aber eben nicht so ganz mein Fall.

Es gibt auch noch mehr vegane Salate von Vitaquell, nämlich Curry Gevlügel, Gevlügel Exotic, Ananas-Sellerie, Gemüse- und Karottensalat. Die letzten drei hören sich für mich eher lame an aber ich glaub ich probier demnächst nochmal son Gevlügel-Dingsi.

Dennoch: Mein Apell an Vitaquell: MACHT AUCH DIE VEGETARISCHEN SALATE VEGAN! DAS KANN DOCH SO SCHWER NICHT SEIN!

Vegane Mayonnaise

Heute möchte ich euch mal von zwei verschiedenen veganen Mayonnaisen berichten. Das mache ich in einem einzigen Posting, weil es sich nicht lohnt dafür zwei zu machen. Eigentlich lohnt sich nicht mal dieser. Ich nehme es vorweg: Schmeckt nicht. Eklig. Bah!

Aber hier erstmal die beiden Produkte:

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Plamil egg free Mayo with Tarragon & Chives (Tarragon & Chives sind keine Helden aus Mittelerde sondern Estragon und Schnittlauch. Obwohl ich es lustig fände, wenn im Herr der Ringe Helden mit ebendiesen Namen vorkämen. 😀 )

und

Vitam Salat Mayonnaise

Details

Plamil:
– Inhaltsstoffe: Sonnenblumenöl (54 %), Wasser (33 %), Apfelessig, Meersalz, Sojabohnen (1%), Apfelsaft, Stabilisator: Guarkernmehl und Xanthan, Säuerungsmittel: Zitronensaft, Estragon & Schnittlauch (0,1 %) Oh. Die groß angekündigten Estragon und Schnittlauchen machen insgesamt 0,1 Prozent aus? Hätten sie auch weglassen können oder?

– 506 Kalorien pro hundert Gramm

– 315g kosten bei alles-vegetarisch 3,15 € Also 1 Cent pro Gramm. Lustiger Preis.

Vitam:

– Inhaltsstoffe: Wasser, Sojabohnen*, Sonnenblumenöl*, Weinessig*, Rohrohrzucker*, Senf*, Maisstärke*, Meersalz, Verdickungsmittel: Guarkernmehl* (* = aus kontrolliert biologischem Anbau)

– 2,79 € für 225ml

– 410 Kalorien pro 100g

Zum Geschmackstest: Beides schmeckt nicht nach Mayonnaise. Es riecht auch nicht wie Mayonnaise und benimmt sich auch nicht wie Mayonnaise. Wenn man es auf seine Pommes tut, möchte man die Pommes gar nicht mehr essen. Also lieber doch Ketchup? Schade.

Da, wie gesagt, beide Produkte schrottig schmecken, gewinnt in diesem Test die Mayonnaise von Vitam! Denn sie hat weniger Kalorien. Andererseits ist Plamil insgesamt gesehen etwas günstiger. Wenn ich darüber nachdenke, braucht man aber keine 315g. Man schmeißt es ja eh weg. Hat man also bei Vitam doch wieder Geld gespart.

Ach was soll’s, es gibt keinen Gewinner. Der Gewinner ist der, der die beiden Sachen nicht kauft.

Hat mal jemand ein gutes Rezept für vegane Mayonnaise?

Ich habe beschlossen, dass dieser Streukäse erst einmal der letzte Test mit Käseersatz wird. Wenn der nicht schmeckt, geb ich es auf. Bis die sich was neues ausdenken. Im Alltag esse ich gar keinen Käse mehr, aber auf ne Pizza gehört Käse. Und wir wollen Pizza. Also hab ich den Wilmersburger Pizzaschmelz bestellt. Wilmersburger wird in Vegankreisen im Internet ja immer aufs höchste gelobt, und ich muss auch sagen, dass zumindest die Scheibenvariante das derzeit beste (oder zumindest am wenigsten schlechte) mir bekannte Produkt auf dem Markt ist. Hatte ich damals vergessen hier zu posten, werde ich vielleicht nochmal nachholen. Dies hier ist also der Pizzaschmelz:

Wilmersburger Pizzaschmelz1

Das ist drin:Wasser, Kokosöl ungehärtet (23%), Kartoffelstärke, modifizierte Stärke, Salz, Stabilisatoren: Natriumpolyphosphat, Natriumcitrat, Aroma, Konservierungsstoff: Sorbinsäure, Farbstoff: Beta-Carotin, Trennmittel: Kartoffelstärke

Gefällt mir schonmal nicht. Fett und Chemie. Juhu. Der Preis von 3,49 € geht so grad noch. Obwohl die Produktionskosten wahrscheinlich bei maximal 10 Cent liegen…Egal.

Normalerweise raspeln wir für unsere Pizza einen schönen, mittelalten Gouda, das ist immer sehr lecker (aber auch so böse!). Heute also Wilmersburger Pizzaschmelz…ich trau dem nicht. Spontan beschlossen wir, nur einen Teil der Pizza mit dem Wilmersburger zu bestreuen und den anderen Teil mit einem echten Käse. Aber wir wollten dem Wilmersburger auch nicht die starke Konkurrenz eines selbstgeraspelten Gouda zumuten und kauften ein Streuprodukt von Rewe, das besteht aus Edamer und Tilsiter und ebenfalls etwas Chemie.

Bevor ich den Wilmersburger auf die Pizza kippte, musste ich erst mal probieren. Also in roh und kalt schmeck er schonmal bah. Finde ich. Aber ich bin auch so penibel und ja schon von Grund auf gegen den Käse eingestellt. Kai hingegen fand es wieder einmal „gar nicht so schlecht“. Man muss ja fair bleiben, deswegen habe ich auch den anderen, herkömmlichen Käse probiert, den fand ich genauso schlecht. Tolle Aussichten für die Pizza…

Im folgenden seht ihr ein Bild eines Stücks Pizza, oben ist der Wilmersburger, unten der von Rewe:

Wilmersburger Pizzaschmelz2

Ich muss zugeben, dass der Wilmersburger sogar etwas besser aussieht, der hat irgendwie mehr Farbe. Dafür ist der andere besser verlaufen. Zusätzlich ist auf der Pizza übrigens kleingeschnittene Zucchini. Zwiebel und Champignons. Und Veggie-Thunfisch. 🙂

Jetzt also der Geschmackstest: Der Wilmersburger schmeckt mir nicht. Und der von Rewe auch nicht. Ach was heißt „es schmeckt nicht“. So krass kann man das vielleicht doch nicht sagen. Beides ist fade, langweilig, nichtssagend. Wobei ich mich wundere, in dem Rewe-Streukäse war doch Tilsiter. Wie kann das fade und langweilig sein? Ist es aber.

Also für Leute die so Streukäse generell wohl mögen (wie Kai), ist der Pizzaschmelz also durchaus geeignet. Für mich ist das nichts, vielleicht hab ich auch einfach zu hohe Ansprüche. Also gibt’s hier eine bedingte Kaufempfehlung! Fazit: Moralisch gesehen die bessere Alternative, und auch nicht schlechter als herkömmlicher Raspelkäse aus der Tüte. Die Zutaten lassen mich allerdings schaudern und geschmacklich kommt es an einen guten Käse nicht ran. Es wird Zeit, dass da mal jemand was erfindet. Los, Erfinder! Noch ist es ne Marktlücke!

Gewonnen hat bei diesem Test übrigens der Veggie-Thunfisch, der ist super auf Pizza. 🙂