Category: Süßes


Ich esse gerne Schokolade, besonders gerne weiße. Ich habe auch schon einige vegane Varianten probiert, die meisten waren mir aber irgendwie zu…naja wie soll man das beschreiben? Zu wässerig? Zu un-sahnig? Un-cremig? Eben genau nicht wie ein Lindor. Ich wollte es nochmal probieren und kaufte diese i choc im Biomarkt:

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Die Tafel kostet circa zwei Euro und es gibt noch mehr Sorten: Choco Cookie, White Nougat Crisp und Almond Orange. Da ich aber Weiße mag, kaufte ich Weiße. Sieht voll lecker aus die Packung oder? Ausgepackt sieht es dann so aus:

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Auch noch gut! Durchsichtige Folie abgemacht, reingebissen und…ehrlich? Der erste Bissen war etws enttäuschend. Wieder mal dieses..uncremige. Aber das zweite Stück war schon besser. Gar nicht mal so schlecht. Ich hab die Schoko aufgemampft, war also doch ganz gut. Kommt nicht an das Original heran, ist aber schon ganz ok. Wenn man vegan leben möchte ist das wohl ein guter Ersatz. Aber es ist kein Lindor. Ich kaufe auch mal die anderen Sorten und lasse euch wissen, wie die so sind.

 

Wie ihr ja gemerkt habt, bin ich derzeit noch etwas im Schottland-Wahn. Deswegen wollte ich jetzt Scones machen, davon habe ich in Schottland nämlich auch ein paar ganz vorzügliche gegessen. Generell ist diese Afternoon Tea Sache ne gute Idee. Sowas sollte es hier auch geben. Da wird nämlich nicht nur Tee serviert sondern auch Sandwiches, kleine Kuchen und natürlich besagte Scones. Hier mal ein Bild von so einer Afternoon-Tea-Platte, die wir im Golden Lion Hotel in Stirling bekommen haben:

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Dann braucht man aber kein Abendessen mehr. Die kleinen Dinger da oben drauf sind die Scones. Und die wollte ich nun nachmachen. Schnell wurde ich von meiner Freundin Émilie mit einem Rezept versorgt. Aber irgendwie hatte ich Lust das zu veganisieren, darum habe ich das gemacht! Das braucht man:

350g Mehl (und etwas mehr noch, zum Bestäuben)
1/4 TL Salz
1 Esslöffel Backpulver
85g Margarine
3 TL Zucker
175ml Sojamilch
1 Röhrchen Vanillearoma
Saft einer halben kleinen Zitrone
Erdbeermarmelade und (vegane) Sahne

Und so geht’s:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Backblech schon reinstellen.

Mehl und Backpulver in einer Schüssel vermischen, dann mit der Hand die Margarine darin verkneten bis es alles so krümelig ist. Dann macht man eine Mulde in die Mitte.

Sojamilch erwärmen. Nicht kochen. Vanillearoma und Zitronensaft reinrühren. Dann in die Mulde gießen und das ganze mit einem Messer oder so umrühren.

Eine Knetfläche suchen gehen. Arbeitsplatte oder Brettchen oder so. Mehl draustäuben. Teig draufkippen. Und dann mit bemehlten Händen kneten ein bisschen, bis alles gleichmaßig ist. Weil es klebt, braucht man vielleicht viel Mehl.

Dann muss man den Teig in 16 gleiche Teile teilen und Kugeln formen. Die dann etwas plattdrücken und ab in den Ofen. Nach 10 bis 15 Minuten ist es fertig! Es soll leicht braun sein.

Durchschneiden, Marmelade und Sahne drauf, essen! YAY!

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(Ich gebe zu, die Sahne auf dem Bild ist böse Kuh-Sahne)

Zu besonderen Anlässen mache ich gerne mal Schichtdesserts. Das bedeutet, dass in einem Glas abwechselnd verschiedene Schichten leckerer Dinge aufeinandergestapelt werden. Als Grundlage diente hier bislang meistens Quark oder Joghurt, diesmal wollte ich allerdings eine vegane Variante machen. Das war gar nicht so einfach, denn bereits die erste Schicht stellte mich vor eine riesige Herausforderung: Kekse. Ganz unten müssen Kekse rein! Normalerweise nehme ich Löffelbisquit, aber die sind mit Ei. Zum Glück wurde ich nach langer Sucher im Keksregal fündig: Haferkekse waren die Lösung. Hier sind sie:

Kekse

Die schmecken übrigens auch ohne das Dessert super. Crunchige, leckere Kekse! Und ganz ohne böses Ei und böse Milch. Toll. Als ich die Kekse erst einmal hatte, wusste ich, jetzt wird es was. Denn den Rest der Zutaten findet man in jedem Supermarkt. Gut, außer der veganen Sahne vielleicht, aber die hatte ich noch im Schrank von meiner letzten Onlinebestellung, hier ist sie:

Schlagsahne

Es gibt auch noch andere Sorten veganer Sahne, ich denke, es sind alle geeignet.

Hier kommt jetzt mal die Zutatenliste für 4 große Portionen:

1 Packung Haferkekse
etwas Rum
eine halbe Tasse Kaffee
1 Becher Sojajoghurt
1 Packung vegane Sahne
1 Beute gefrorene Erdbeeren (oder auch frische)
Vanille oder Vanillearoma
Agavendicksaft
je eine Packung Raspelschokolade und Schokobohnen (die Zartbittervarianten sind vegan!)

Zubereitung:

Man nehme 4 große Gläser, zum Beispiel Whiskytumbler oder so etwas. Ganz unten legt man jeweils zwei Kekse rein und dann geht man erstmal ein bisschen Kaffee kochen. Man braucht allerdings nur eine halbe Tasse und da kippt man dann einen ORDENTLICHEN Schuss Rum rein. Muss ja Spaß machen, ne? Wenn ich es recht bedenke kann man auch ruhig ne ganze Tasse machen und mehr Rum reintun, dann hat man hinterher Reste. Die machen das weitere Vorgehen spaßiger wenn man sie sich einverleibt.
Nun, denn! Diese Mischung gibt man dann auf die Kekse, die dann matschig werden. Wie bei Tiramisu! Wenn es zu flüssig geworden ist, kann man noch weitere Keksstückchen reintun und man muss die Kekse dann eh etwas matschen, damit die unten einen gleichmäßigen Boden bilden.
Als nächstes püriert man die aufgetauten (oder frischen) Erdbeeren und mischt sie mit Agavensirup, damit sie schön süß werden. In einer anderen Schüssel schlägt man die Sahne, die vorher im Kühlschrank gelegen haben sollte, dann wird sie fester. Vegane Sahne wird nicht ganz so fest wie normale Sahne und sie schmeckt auch nicht genau so. Macht aber nix. Dann hebt man den Sojajoghurt unter und schmeißt die Schokoraspeln und Vanille rein. Wenn es noch etwas süßer sein soll kann man noch Agavendicksaft reinmischen. Gut umrühren. Einzeln betrachtet schmeckt diese Mischung jetzt irgendwie nicht so überzeugend, wenn man sie aber im Gesamtkontext mit den restlichen Zutaten isst, ändert sich alles schlagartig.
So. Nun abwechselnd Schichten der Erdbeermatsche und der Sahne-Joghurt-Mischung auf die Kekse geben.Oben drauf muss es weiß sein, denn darauf kommen dann noch die Schokobohnen. Das sieht schöner aus. Jetzt sind die Desserts eigentlich fertig aber man sollte sie noch ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, die Konsistenz wird dann fester, vor allem diese Keksmasse schmeckt dadurch irgendwie noch viel besser. So sieht es jetzt aus:

Schichtdessert

Das mit den einzelnen Schichten ist für Anfänger vielleicht etwas kompliziert,, aber insgesamt ist das Dessert einfach zuzubereiten und trotzdem eindrucksvoll. Und total lecker!!! (Und kalorienreich…seufz) Damit kann man jedenfalls auch Nichtveganer beeindrucken. Mist, jetzt will ich es essen. 😦

Mousse au Chocolat

Vor einiger Zeit habe ich im Internet ein interessantes Rezept für vegane Mousse au Chocolat gelesen – auf Avocadobasis. Hab ich dann direkt gemacht, es geht einfach und schnell! Hier hab ich das Rezept gefunden.

Das muss rein:

Zutaten für 4 Personen

3-4 vollreife (Hass-) Avocados
40 g stark entöltes Kakaopulver
3-4 EL Agavendicksaft
200 ml Hafersahne
Mark einer Vanilleschoten

Das muss man alles zusammenmatschen. Mit einem Mixer am besten.

Das war das Ergebnis:

Avocadomousse

Ja ich weiß, das sieht blöd aus. Das ist aus der Schüssel so rausfotografiert. Aber ich mein, so sieht Schokoladenpudding nun mal aus wenn man ihn nicht dekoriert und so. Auf der Seite, auf der ich das Rezept gefunden habe, ist ein viel schöneres Bild. 😀

Hat sogar geschmeckt, das Zeugs. Die Konsistenz war toll, richtig wie Pudding, allerdings nicht so fest wie normale Mousse au Chocolat. Allerdings war ich damals ein bisschen enttäuscht, da mir der Avocadogeschmack noch zu dominant war. Ich hab dann heute nochmal rumexperimentiert und hab ein bisschen was geändert, vor allem die Menge.

1 Hass Avocado
15 g Kakaopulver
1 EL Agavensirup
1 Röhrchen Vanillearoma
50 ml Sojasahne

Ich habe die Zutaten aus mehreren Gründen geändert. Soja- statt Hafersahne deshalb, weil mir die einfach besser schmeckt. Den Kakaopulveranteil habe ich erhöht, weil ich es gerne kakaoig mag. Die Vanilleschote habe ich gegen Vanillearoma eingetauscht, weil ich persönlich da nicht so den Unterschied schmecke, und das Aroma ist wesentlich günstiger. Und man bekommt es überall. Man sollte allerdings schon eine Hass Avocado nehmen, ich hab übrigens keine Ahnung, warum die so heißt! Sie ist nämlich gar nicht hassenwert, im Gegenteil. Andere Avocados sind manchmal faserig, diese nicht. Man kann sie gut matschen. Hier ist das Ergebnis von heute:

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Ja, auch nicht toll, das Bild. Irgendwie bin ich nicht son toller Fotograf. Mist.

Aber zum Geschmack: Es war lecker, der Avocadogeschmack kommt mir aber immer noch zu stark raus. Ich frage mich, ob ich das auch geschmeckt hätte, wenn ich nicht gewusst hätte, dass da Avocado drin ist.  Ich experimentiere weiter. Vielleicht doch nochmal mit Sojaschlagsahne mischen? Vielleicht hat ja der eine oder andere Leser meines Blogs schon Erfahrungen damit gemacht und kann Tipps geben!

Soyatoo! Soja Schlagcreme

Letztens hatte ich Hunger auf Kuchen. Aber weil ich ja immer so vernünftig bin, befindet sich in unseren Schränken keinerlei Kuchen. Und auch keine Kuchenbackmischungen. Und ohne kann ich gar nicht backen. Aber ich hatte wirklich viel Hunger auf Kuchen, da dachte ich mir: „So schwer kann das doch gar nicht sein!“ Ist es aber doch. Der Unterschied zum total unproblematischen Kochen ist nämlich, dass man da nicht einfach so „nach Gefühl“ arbeiten kann. Das ist aber meine bevorzugte Kochmethode. Egal, ich wollte Kuchen. Ich habe also Mehl genommen und in eine Schüssel getan. Ich habe keine Ahnung wie viel es war. Dann habe ich Sojamehl dazugekippt, weil ich mal gelesen hatte, dass man so Ei ersetzen kann. Zur Sicherheit habe ich aber auch noch Ei-Ersatz reingetan. Fragt mich nicht nach Mengenangaben. Ach ja, etwas Rohrzucker auch noch und Wasser. Ich habe alles mit einem Mixer verrührt und es hatte eine gute Konsistenz, deswegen habe ich es in so eine (bislang nie genutzte) gefettete Form für einen Tortenboden getan und in den Ofen geschoben. Ich weiß auch nicht mehr wie viel Grad es waren, ich vermute 200. Jedenfalls, glaubt es oder nicht, es kam ein fertiger Tortenboden dabei heraus. Allerdings würde ich nicht garantieren, dass das je wieder so klappt.
Mein Plan war, den Tortenboden mit Erdbeeren zu belegen aber dann fiel mir wieder ein, dass ich diese Gelierzeug so eklig finde, außerdem hatte ich sowas gar nicht. Woher auch? Was ich aber hatte war ein Paket Soyatoo Schlagcreme, die seit langer Zeit vergessen im Regal stand:

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Ich hatte diese vegane Schlagsahnealternative vor längerer Zeit bei alles-vegetarisch.de bestellt. Soyatoo gehört übrigens zu Tofutown, und man kann es in drei verschiedenen Varianten bekommen: Soja-, Reis- oder Kokossahne. Ich hatte hier die Soja Variante und es wurde Zeit, sie einmal auszuprobieren. Aber zuerst zu den Inhaltsstoffen:

Sojadrink (Trinkwasser,Sojabohnen) (75 %), Pflanzenfett gehärtet (12 %), Invertzuckersirup, Erbseneiweiß, Emulgator: Mono- unmd Diglyceride von Speisefettsäuren (pflanzlich), Verdickungsmittel: Cellulose und Natriumalginat, Säureregulatoren: Kaliumphosphat und Mononatriumcitrat, Speisesalz, Aroma (pflanzlich)

Eigentlich mag ich es nicht, wenn ich nicht weiß, woraus mein Essen besteht, so wie hier. Kaliumphosphat? Das hört sich eher nach Laboratorium an. Aber gut, dafür ist es vegan.

Also, man muss das Zeug in eine Schüssel tun und dann mit einem Mixer mixen.

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Sieht ja jetzt nicht so lecker aus. Ist auch viel fester als normale Sahne. Na dann schlag ich das mal. Und, oh Wunder, nach einiger Zeit präsentierte sich dieses lecker aussehende Ergebnis:

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Sieht doch super aus! Und es schmeckt auch. Anders als Sahne, aber lecker. Es ist viel fester und schwerer irgendwie. Darum dachte ich mir, kann ich es doch direkt auf meinem tollen Kuchen verteilen und die Erdbeeren drauflegen. Und Schokostreusel. Und so sah es dann aus:

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Gut oder? Und hier habt ihr nochmal ein Bild eines einzelnen Stückes:

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Es war echt gut. Es schmeckt auch noch am zweiten Tag und auch Nichtveganer lobten den Kuchen. Hat sich also gelohnt! Ich hoffe, ich krieg das nochmal so hin…