Category: schnell & einfach


In London habe ich letztens im Shaad Grill & Bangladeshi Restaurant das leckere Gericht Begun Bharta gegessen. Das war so verdammt lecker und heute hatte ich echt Lust darauf. Aber leider kann man ja nicht eben nur für ein Begun Bharta nach London fliegen. Nichtmal wenn es ein so leckeres ist. Zum Glück habe ich einen Herd und kann gut kochen! Aber natürlich (wie immer) hatte ich weder ein Rezept noch genug Aubergine zur Hand, deswegen habe ich mal wieder improvisiert. Es war super lecker, darum hier mein Rezept.

Man braucht für circa 3 Personen:

1 Aubergine
1 Zucchini
2 große Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
1 Dose gehackte Tomaten
Pflanzenöl (ich habe Olivenöl benutzt)
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Currypulver
Asiatische Würzpaste (ich habe „Madras“ genommen)

und als Beilage Basmatireis und / oder Chapatibrot

Zubereitung:

Den Reis einfach so zubereiten wie ihr das immer macht. Am besten geht das in einem Reiskocher, aber das müsst ihr ja wissen.

Die Zwiebeln ganz klein hacken, Zucchini und Aubergine in  dicke Scheiben schneiden, dann vierteln. Knoblauch pressen. Dose Tomaten öffnen.

Viel Pflanzenöl in der Pfanne erhitzen. Wenn es heiß ist, das Gemüse reinwerfen und bei mittlerer Temperatur so lange braten bis alles schön weich ist. Vor allem Auberginen brauchen viel Öl. Sie sollten nicht mehr bissfest sein, sondern von alleine auf der Zunge zerfallen. Achtet aber auch darauf, dass es nicht anbrennt. Deswegen viel Öl (aber nicht so viel, dass es frittiert), mittlere Temperatur, viel umrührern. Nicht zwischendurch weggehen und Computer spielen oder so! Wenn ihr meint, dass das Gemüse so gut ist, den Knoblauch dazugeben und noch etwas braten. Dann die Dose Tomaten rein und nach Geschmack mit den Gewürzen würzen. Wer es gerne scharf mag, kann noch Chilipulver oder Chilischoten hinzugeben.

Dann ist es schon fertig und kann mit Reis oder Brot gegessen werden. Es ist total lecker und eigentlich recht einfach. So toll wie im Shaad Restaurant habe ich es nicht hinbekommen aber fast so gut. 🙂

Begun

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Ein Mocktail ist ein Cocktail ohne Alkohol. „Mock“ kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Fälschung“, „Attrappe“ oder auch „Nachahmung“. Ich weiß ja nicht, ob mich so ein Mocktail auf einer Party glücklich machen würde, dieser hier aus Gurke eignet sich aber hervorragend zum Grühstück. So geht’s:

Für 2 Mocktails:

1 Salatgurke
1 Limette
etwas Minze, entweder ein paar frische Blätter (besser) oder 2 TL getrockete (hab ich genommen in Ermangelung von frischer…)Agavendicksaft
1 TL Matchapulver (Optional)
1 Glas kaltes Wasser
Eiswürfel (vielleicht nicht zum Frühstück, aber wenn man es Abends trinkt)

Gurke schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Limette auspressen und den Saft zu der Gurke geben. Keinesfalls sollte man die Limette einfach schälen und das Fruchtfleisch komplett in die Schüssel werfen. Das habe ich gemacht. Es wird dann etwas bitter und man kriegt das auch nicht ordentlich kleingehäckselt. Jedenfalls nicht mit meinem Püriertsab…Dann die Minze und das Matchapulver hinzugeben. Matchapulver ist teuer, schmeckt aber lecker und soll ja laut Attila Hildmann Superkräfte verleihen. Man kann es also auch weglassen. Nun noch ein Glas Wasser hinzu und nach gewünschtem Süßegrad noch Agavendicksaft. Vielleicht erstmal nur ein bisschen und später noch mehr wenn man möchte. So. Alles wird nun püriert. Entweder mit einem ordinären Pürierstab, wie ich ihn benutze, oder aber mit einer hochmodernen Küchenmaschine, mir egal, klappt alles. Dann Eis rein (wenn man will) und fertig isses. Lecker.

Gurkenshake

 

Ich habe in Glasgow mit Lottie furchtbar leckere Mac & Cheese gegessen. Dummerweise habe ich mir nicht gemerkt in welchem Restaurant das war. Jetzt werde ich für immer auf der Suche nach den ultimativen Mac & Cheese sein. Selber machen mag ich die nicht, ich koche nicht mehr gern unvegan. Darum könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als plötzlich ein veganes Mac & Cheese Rezept auf meiner Facebookwand auftauchte! Hab ich direkt ausprobiert. Ich hatte zwar keine Maccaroni da, aber Spaghettini tuns ja auch, ne?

Zutaten für 4 Personen):

2 Zwiebeln
2 Möhren
3 Kartoffeln
eine Tasse Cashewkerne
Gemüsebrühe
Kurkuma
Salz
Pfeffer

Zubereitung: Das Gemüse in Gemüsebrühe kochen, bis es weich ist. Das Wasser sollte das Gemüse bedecken, aber mehr auch nicht. Wenn alles weichgekocht ist, die Tasse Cashews, Salz und Pfeffer reinwerfen und pürieren. Fertig. So sieht es aus:

Mac&Cheese1

Es ist sehr dickflüssig, aber das ist Käsesauce ja auch, oder? Ach ja, man muss auch Nudeln kochen. Wenn die auch fertig sind: Sauce drauf, reinhauen.

Mac&Cheese2

Fazit: Einfach, schnell, vegan, lecker ABER leider die Enttäuschung: Es schmeckt nicht wie Mac and Cheese. Am nächsten Tag habe ich dann die Reste noch mit Spinat vermischt, das war auch lecker. Aber kein Mac and Cheese. Seufz.

Mousse au Chocolat

Vor einiger Zeit habe ich im Internet ein interessantes Rezept für vegane Mousse au Chocolat gelesen – auf Avocadobasis. Hab ich dann direkt gemacht, es geht einfach und schnell! Hier hab ich das Rezept gefunden.

Das muss rein:

Zutaten für 4 Personen

3-4 vollreife (Hass-) Avocados
40 g stark entöltes Kakaopulver
3-4 EL Agavendicksaft
200 ml Hafersahne
Mark einer Vanilleschoten

Das muss man alles zusammenmatschen. Mit einem Mixer am besten.

Das war das Ergebnis:

Avocadomousse

Ja ich weiß, das sieht blöd aus. Das ist aus der Schüssel so rausfotografiert. Aber ich mein, so sieht Schokoladenpudding nun mal aus wenn man ihn nicht dekoriert und so. Auf der Seite, auf der ich das Rezept gefunden habe, ist ein viel schöneres Bild. 😀

Hat sogar geschmeckt, das Zeugs. Die Konsistenz war toll, richtig wie Pudding, allerdings nicht so fest wie normale Mousse au Chocolat. Allerdings war ich damals ein bisschen enttäuscht, da mir der Avocadogeschmack noch zu dominant war. Ich hab dann heute nochmal rumexperimentiert und hab ein bisschen was geändert, vor allem die Menge.

1 Hass Avocado
15 g Kakaopulver
1 EL Agavensirup
1 Röhrchen Vanillearoma
50 ml Sojasahne

Ich habe die Zutaten aus mehreren Gründen geändert. Soja- statt Hafersahne deshalb, weil mir die einfach besser schmeckt. Den Kakaopulveranteil habe ich erhöht, weil ich es gerne kakaoig mag. Die Vanilleschote habe ich gegen Vanillearoma eingetauscht, weil ich persönlich da nicht so den Unterschied schmecke, und das Aroma ist wesentlich günstiger. Und man bekommt es überall. Man sollte allerdings schon eine Hass Avocado nehmen, ich hab übrigens keine Ahnung, warum die so heißt! Sie ist nämlich gar nicht hassenwert, im Gegenteil. Andere Avocados sind manchmal faserig, diese nicht. Man kann sie gut matschen. Hier ist das Ergebnis von heute:

Avocadomousse2

Ja, auch nicht toll, das Bild. Irgendwie bin ich nicht son toller Fotograf. Mist.

Aber zum Geschmack: Es war lecker, der Avocadogeschmack kommt mir aber immer noch zu stark raus. Ich frage mich, ob ich das auch geschmeckt hätte, wenn ich nicht gewusst hätte, dass da Avocado drin ist.  Ich experimentiere weiter. Vielleicht doch nochmal mit Sojaschlagsahne mischen? Vielleicht hat ja der eine oder andere Leser meines Blogs schon Erfahrungen damit gemacht und kann Tipps geben!

Diese Teigtaschen sind echt schnell gemacht und sie eignen sich hervorragend, um viele Gäste damit zu beköstigen. Ich habe zwei Varianten erfunden, die ich euch hier mal beide vorstellen möchte. Die Grundlage für beides ist Blätterteig. Ich weiß leider gar nicht, ob der Blätterteig, den ich hatte, vegan war. Gibt es überhaupt veganen Blätterteig? Das muss ich doch demnächst erstmal rausfinden, ich tendiere ja immer mehr zum Veganen. Ich wollte aber sowieso auch nochmal an einer kalorienärmeren Variante arbeiten, vielleicht mit Yufkateig oder so. Habe da letztens welchen im türkischen Lebensmittelmarkt gesehen. Ich werde berichten! Hier jetzt erst einmal die klassische Variante.

Insgesamt braucht man 1-2 Packungen Blätterteig.

Für die Thunfisch-Füllung:

1 Packung Veggie Tuna
2-3 Zwiebeln
Tomatenmark
Olivenöl
Oregano
Salz
Pfeffer

Für die Käsefüllung:
2 Pakete Schafskäse
1 Stange Lauch
Salz
Pfeffer

Los geht’s! Den Blätterteig muss man vorher auftauen, nicht vergessen. Ich hab’s vergessen, deshalb kam ich in Bedrängnis!
Die Zwiebeln ganz klein schneiden und in etwas Olivenöl andünsten. Wenn sie schön glasig sind mit dem (vorher zerzupften) Thunfisch und dem Tomatenmark, sowie den Gewürzen mischen.

Das Lauch in Ringe schneiden und in etwas Salzwasser kurz garen. Danach ordentlich abtropfen lassen und mit dem kleingematschten Schafskäse sowie Salz und Pfeffer vermischen.

Die Blätterteigscheiben halbieren, so dass kleine Quadrate entstehen. Auf die Mitte jedes Quadrats plaziert man nun ein Häufchen mit der Füllung seiner Wahl. Dann muss man die Ecken oben zusammenmatschen und hoffen, dass sie im Ofen auch zusammenbleiben. Meine taten es nicht. Ich vermute, dass man die gut mit Ei zukleben kann, ich mag aber kein Ei verwenden, Ei ist ih! Ist ja auch egal ob die zusammenbleiben oder nicht, sie sind auf jeden Fall lecker am Ende. Bei der Backzeit bin ich mir nicht mehr sicher, irgendwie 15 Minuten bei 200 Grad oder so, aber das müsste auch auf den Blätterteigverpackungen draufstehen.

Die Teile sind total lecker und alle haben sie gerne gegessen! Auch die Fleischesser. 🙂

 

SchafskäsetaschenThunfisch3

Letztens habe ich ein Carepaket aus Schottland erhalten, von meiner Freundin Èmilie. Sie ist übrigens verrückt, denn sie wird demnächst gemeinsam mit Tiffany mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug springen obwohl sie Höhenangst hat. Für einen guten Zweck, nämlich für With Kids Glasgow. Übrigens könnt ihr alle noch für diese tolle Sache spenden, und zwar hier: SPENDE!

Also zurück zum Carepaket. In diesem war neben einer Jahresvorratspackung der besten Porridge-Haferflocken Großbritanniens auch diese milchfreie Käsesauce enthalten:

Cheese Flavour

Das ist drin:
Reismehl, Maisstärke, milchfreies Käsearoma (enthält Soja), pflanzliches Bouillon-Pulver (Meersalz, hydratisiertes pflanzliches Eiweiß, Kartoffelstärke, Palmöl, Gemüse 8% (Sellerie, Zwiebeln), Zucker, Maltodextrin, Petersilie, Kurkuma, Weißer Pfeffer, Knoblauch, Mazis, Liebstöckel, Muskat), Zwiebelpulver, Kartoffelflocken, Meersalz, gemahlener Pfeffer.

Pro 300 ml Flüssigkeit soll man 4 Teelöffel einrühren. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich selten um Gebrauchsanweisungen kümmere, sondern sowas immer „nach Gefühl“ mache. Manchmal stimmt dann wohl was mit meinem Gefühl nicht. Hier aber hat’s geklappt. Ich habe das Pulver einfach in eine Sauce mit reingerührt, die mir noch nicht so schmeckte. Das Ergebnis seht ihr hier auf ein paar Nudeln mit Gemüse:

Cheese Flavour2

Wie man sieht ist auch noch Tomatenmark mit drin. Mit Tomatenmark kann man übrigens super Saucen andicken.

Also. Das Zeug ist einfach im Gebrauch und praktisch. Und zusätzlich ist es auch noch ganz lecker. Es schmeckt wirklich etwas nach Käse und bringt etwas Würze in die Sauce. Prädikat empfehlenswert.

Nur: Muss Èmilie jetzt Carepakete nach ganz Deutschland schicken? Nein, denn zum Glück habe ich das Zeug auch bei alles-vegetarisch gefunden. Da könnt ihr eh mal alle bestellen, guter Versand. 🙂

Auf einer meiner letzten Shoppingtouren durch den Biomarkt fand ich gar lecker aussehenden Königsberger Klopse der Firma Eden: Eden, Bruno Fischer und Martin Evers Naturkost, die vom gleichen Produzenten hergestellt werden haben übrigens vor kurzem fusioniert, so dass sich das Design einiger Produkte verändert hat. Drin ist aber immer noch das gleiche. Also. Hier ein Bild der Klopsdose:

Königsberger Klopse1

Ab und zu gibt es bei uns ja doch mal Dosenfraß, meine komischen Arbeitszeiten erlauben mir nicht immer, ausgiebig zu kochen. Da hab ich die mal eingepackt. Obwohl mich schon wieder ärgert, dass das Zeug nicht vegan ist, folgendes ist nämlich drin:

Wasser, Sojabällchen (25%) (Sojaflakes (45%), pflanzliches Fett, Wasser, Eieiweiß, Sojaeiweiß (6%), Weizengluten, Schnittlauch, Petersilie, Salz, Zwiebelpulver, Pfeffer, Knoblauch, Curcuma, Senfmehl, Verdickungmittel Guarkernmehl, natürliches Aroma, Spinat, Säureregulator Calciumlactat), Kapern (2,5%), Weizenmehl, Sonnenblumenöl, Magermilchpulver, Maisstärke, Salz, Zucker, Pfeffer, Zwiebelpulver, Verdickungsmittel Guarkernmehl, Zitronensaftkonzentrat

Was denken sich diese Hersteller eigentlich? „Hey, lass uns ein vegetarisches Fertiggericht machen. Aber wir werfen ein gaaaaaaanz kleines bisschen Ei hinein, damit alle Veganer sauer sind! Muahahahaha!!!“ Ich meine, ist denen nicht klar, dass die damit ihre eigene Zielgruppe dezimieren? Naja, wie ihr wisst, sehe ich das ja eh nicht so dogmatisch also hab ich das Zeugs gekauft, finde es aber dumm.

Irgendwann kam dann der Tag, an dem ich keinen Nerv zum Kochen hatte und ich beschloss, diese Klopsdose zu öffnen. Der Anblick, welcher sich mir bot, war folgender:

Königsberger Klopse2

Mmh, geht so, ne? Man beachte, dass die (sehr, sehr dünne) Sauce so glitzert, das sind Fettaugen. Warum muss da denn jetzt so viel Fett drin sein? *ärger*

Ich dachte mir dann ich mach mal Kartoffeln und Spinat dazu, weil irgendein Gemüse hätte mir sonst gefehlt und die Sauce sah so verdächtig nach nichts (außer nach Fett) aus, da hatte ich Angst, dass die Kartoffeln zu trocken werden. Ich hatte noch eingefroreren Würzspinat, das passte so gut zu Dosenfraß, so dass ich den genommen habe und nur noch Kartoffeln zu kochen brauchte. Auf dem Teller sah das ganze dann schon besser aus:

Königsberger Klopse3

Aber, was soll ich sagen? Die Kartoffeln und der Spinat waren lecker, die Klopse nicht. Trotz der drei Millionen Zutaten waren die Klopse in meinen Augen (oder eher auf meiner Zunge) geschmacklos und die Sauce war auch sehr enttäuschend. Tja, das hat man davon, wenn man zu Dosen greift…obwohl, es gibt auch leckere Fertiggerichte, es kommt nur nicht so oft vor, deshalb werde ich natürlich am Ball bleiben, weiter ausprobieren und hier davon berichten.

 

Diese Käsesuppe ist sehr lecker und eignet sich hervorragend um große Mengen von Gästen damit zu bekochen. Sie ist einfach und schnell herzustellen und kann eigentlich nicht schiefgehen. Der Nachteil ist natürlich, dass sie nicht vegan und auch nicht veganisierbar ist, der Vorteil wiederum ist, dass Fleischesser mit der Suppe immer sehr zufrieden sind, und nicht meckern, dass etwas daran fehlt.

Also, für einen richtig großen Topf Suppe braucht man:

1-2 Stangen Lauch
3 verschiedenfarbige Paprikaschoten
6 Päckchen Streichkäse, man kann hier Geschmacksrichtungen mischen, durch „Kräuter“ wird der Geschmack etwas intensiver, „Sahne“ macht eine schönere Farbe
Gemüsebrühe
Olivenöl
dazu eignet sich Baguette
Man kann sicher auch noch gut Kräuter hineinwerfen, Petersilie und Schnittlauch zum Beispiel. Finde ich grad ne gute Idee, mach ich beim nächsten Mal. 🙂

Zubereitung:

Lauch in dünne Ringe und Paprika in Stückchen schneiden. Beides in Olivenöl etwas anbraten.
Wasser aufsetzen und ordentlich Gemüsebrühe hineingeben. Das gebratene Gemüse hineinwerfen und alles kochen. Wenn das Gemüse die gewünschte Konsistenz erreicht hat, den Streichkäse hineingeben, auf niedriger Stufe weiter vor sich hin blubbern lassen, ab und zu umrühren, bis der Käse geschmolzen ist.
Wenn die Suppe zu dickflüssig ist: Wasser hinzugeben. Ist sie zu dünnflüssig muss mehr Käse rein, darum vielleicht ne Packung mehr kaufen. Jetzt ist die Suppe fertig und kann mit Baguette oder ähnlichem gegessen werden.

Hier ist ein Bild, ich gebe zu, dass es jetzt nicht soooo appetitlich aussieht, schmeckt aber super.

2014-04-12_Buffet-Vanessa_01

Ich habe ja schon einiges an irren Imitaten gesehen, aber das hier hat mich dann doch wieder sehr erstaunt. Wer bitte kommt denn auf die Idee vegetarischen Kaviar zu basteln? Stührk heißt die Firma. Kenn ich nicht. Ein Blick auf die Homepage verrät mir auch warum: Da heißt es nämlich „Feinste Delikatessen frisch aus dem Meer.“ Es handelt sich bei Stührk also um eine Fischfirma. Also die verkaufen eigentlich normale, echte, tote Fische. Und kein Tofu oder so. Die Produktpalette besteht lediglich aus klassichen „Meeresfrüchten“, dieser Kaviar ist das einzige Vegetarische, das Stührk anbietet. Ja, und woraus ist das nun? Die Produktauskunft teilt mit: Braunalge. Wer nicht weiß, was das ist, wird dort schnell gut informiert: „Die Braunalge (Phaeophyceae) ist eine im Meer lebende, wie der Name schon sagt, oft braune Alge mit Generationswechsel.“ Huch! Generationswechsel? Ein im Meer LEBENDE Alge? Ich dachte Algen sind Pflanzen. Wikipedia klärt über diese Generationswechsel-Sache auf. Naja, nicht wirklich: „Die Meiosporen werden in uniloculären (einkammerigen) Sporocysten gebildet, die Gameten in pluriloculären (vielkammerigen) Gametangien. Der Generationswechsel ist heterophasisch, d.h. es wechseln sich haploide und diploide Generation ab. Innerhalb der Braunalgen gibt es eine Entwicklungslinie von gleichartigem (isomorphem) Generationswechsel zu einer Reduktion des haploiden Gametophyten: heteromorpher (verschiedengestaltiger) Generationswechsel. Bei den Fucales ist die haploide Generation fast vollständig rückgebildet, sodass sie fast reine Diplonten sind.“ Versteh ich nicht. Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass ne Alge ne Pflanze ist. Egal ob braun oder grün!

Das Zeug kann man z.B. bei Alles-Vegetarisch käuflich erwerben. Es kostet 2,29 Euro für 100g. Find ich okay. Was ich nicht so okay finde ist, dass bei Stührk als Zutat ja nur diese wundersame Braunalge angegeben war. Bei Alles-Vegetarisch sieht das schon ganz anders aus. Da stehen folgende andere merkwürdige Dinge:

Geliermittel Calciumalginat aus Seetang, Wasser, Salz, Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat, Aroma, Säuerungsmittel Citronensäure, Ascorbinsäure, Verdickungsmittel Xanthan, Farbstoff E153, Konservierungsstoff Kaliumsorbat, Natriumbenzoat

Calciumalginat aus Seetang? Das hört sich nicht so toll an wie „Braunalge“. Und dann noch fieses, böses Glutamat? Ich bin schockiert! Egal, ich war neugierig, hab’s bestellt.

Hier ist das Glas:

Kaviar1

Sieht doch ganz gut aus. Richtig edel irgendwie. Und gleichzeitig so natürlich mit dem grünen Banner und so. DLG steht auch noch drauf. Das Produkt wurde 2011 mit dem Goldenen Preis prämiert. Aha. Dann muss es ja gut sein. Ich mach mal auf…

Kaviar2

Joa. Sieht aus wie Kaviar. Und riecht auch so! Voll lecker nach Meer und Fisch! Ich muss ja zugeben, früher, also vor 20 Jahren, als ich noch Fisch und Fleisch gegessen habe, da mochte ich Kaviar total gern. Also nicht jetzt diesen echten, teuren, russischen, sondern billigen aus’m Kühlregal. Schlemmerfilet a la bordelaise ist übrigens auch lecker. Muss man vielleicht einfach mal zugeben, lecker ist das Zeug manchmal einfach. Trotzdem – ich habe es aus meinem Speiseplan verbannt, und da bleibt es auch, in der Verbannung! Darum jetzt also nachgemachter Imitatkaviar! Dieser schwimmt in einer komischen Flüssigkeit, die etwas schleimig wirkt. Aber das macht echter Kaviar glaub ich auch. Ich habe es probiert und meiner Meinung nach schmeckt es auch nach Kaviar! Total lecker, die Konsistenz ist aber etwas anders. Ich habe den Kaviar auf so kleine Kekse mit Frischkäse gepackt, da war er dann nicht mehr vegan. Man kann aber sicher auch vegane Kekse und irgend eine vegane Tofupaste nehmen. So sieht es dann aus:

Kaviar3

Sieht doch super aus. Und schmeckt auch super. Es macht sich auch toll auf einem kalten Buffet, leider weichen aber die Kekse relativ schnell durch, dann ist es nicht mehr so gut. Einige meiner Gäste fanden, dass es wie Kaviar schmeckt, andere verneinten dies vehement! Andere trauten sich nicht, es zu probieren. Ich find’s super, bis auf das böse Glutamat. Wird trotzdem wieder gekauft!

Für dieses Gericht benötigt man ein Fischimitat. Ich habe die Fischsteaks von Vantastic Foods genommen.

Und ja, ich habe zu einem Fertigprodukt gegriffen! Rahmwirsing aus der Tiefkühltruhe! Und der war nichtmal vegan!

Zutaten (1-2 Personen)

1/2 Packung Fischsteaks
Pflanzenöl
100g Basmatireis
1/2 Packung Rahmwirsing
Salz

Oh Mann….das sind so wenig Zutaten, dass ich fast schon ein schlechtes Gewissen habe. Egal. Es muss auch mal was für Faule dabei sein.

Also. Reis nach Packungsanweisung zubereiten, ich nehme immer einen Reiskocher, ihr müsst ja selber wissen, wie ihr das macht.
Den Rahmwirsing in einen Topf schmeißen und erhitzen, die Steaks in etwas Öl anbraten.

Das ist jetzt aber echt ein mieses Rezept. Also nehmt bitte frischen Wirsing wenn ihr das macht. Dann kann man auch Soya Cuisine reinwerfen statt bösem Sahne-Käse-Möchtegern-irgendwas-Zeugs. Aber wenn man natürlich keine Zeit zum Kochen hat, ist das hier optimal. Und lecker isses auch!

Fischsteak 4