Category: italienisch


Edit: Holtmanns Vegetarisches Restaurant hat leider geschlossen. Laut Facebookseite sucht man nach einer neuen Location.

Heute möchte ich euch mal ein Restaurant im westfälischen Rheine empfehlen. Wer wie ich aus dem Münsterland oder aus dem Emsland kommt, weiß, dass es dort um rein vegetarische Restaurants schlecht bestellt ist. Die Menschen hier scheinen zu fleischlastigen mongolischen Büffets, griechischen Fleischplatten und klassisch deutscher Fleischküche zu tendieren. Zwar kann man bei jedem Chinesen oder Italiener auch teilweise vegane und vegetarische Gerichte bekommen, einen Inder sucht man außerhalb von Osnabrück und Münster allerdings vergebens und in Restaurants mit deutscher Küche ist es nicht einfach, vegetarisches oder gar veganes Essen zu bekommen. Gerade in Rheine, welches immerhin über 70.000 Einwohner hat, ist es nicht immer lustig, sich mit den Speisekarten, Bedienungen und Köchen alt eingesessener Restaurants rumzuärgern. Das krasseste diesbezügliche Erlebnis hatte ich wohl in einem schrecklichen, gutbürgerlichen in Gasthof Salzbergen/Holsten, wo ich trotz vorheriger Anmeldung kein vegetarisches Gericht bekam. Dies muss nun nicht mehr sein, denn in Holtmanns vegetarischem Restaurant wird auch ein Fleischesser glücklich.

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„Essen für die Seele“ – verheißungsvoll klingt es auf dem Schild. Für meinen Geschmack ein wenig schwülstig aber die Schriftart ist nett und wer weiß  – vielleicht erfreut das Essen im Holtmanns ja die Seele des einen oder anderen. Hauptsache es erfreut auch den Magen…

Die Karte ist zwar nicht sehr umfangreich, aber es gibt dort neun vegetarische und neun vegane Gerichte, das finde ich gut. Ich meine, in welchem Restaurant kann ich denn zwischen 18 Gerichten auswählen? Hier muss ich auch nicht jedes Gericht nach verstecktem Fleisch durchsuchen und es erwarten mich keine bösen Überraschungen, wie etwa, dass nachher unangekündigter Speck drin ist oder dass mich die Bedienung fragt, in welcher Religion man denn kein Huhn essen darf. Oder dass mir nach dem Essen mitgeteilt wird, dass NATÜRLICH Rinderbrühe im Essen war oder dass man ausgelacht oder gefragt wird, wie lange man denn noch zu leben gedenkt und woher man sein Protein bekommt… *seufz*

Das einzige Manko an der Speisekarte im Holtmanns ist jedenfalls, dass man nicht auf den ersten Blick erkennt, was jetzt vegan und was vegetarisch ist. Aber die Damen im Holtmanns sind äußerst freundlich und aufmerksam (und dabei nicht aufdringlich), sicher helfen sie dem ratlosen Gast gerne weiter!

Kai und ich waren bereits kurz nach der Eröffnung ins Holtmanns geeilt, da wir kaum glauben konnten, dass es wirklich in unserere näheren Umgebung ein vegetarisches Restaurant gibt. Wir wurden nicht enttäuscht. Nachdem wir bestellt hatten bekamen wir erst einmal etwas Brot und knusprige Brotstangen mit zwei verschiedenen Dips: Avocado- und Käsecreme. Das fanden wir schonmal total aufmerksam und es war auch sehr lecker.

Brot mit Dip

Sehr schnell bekamen wir auch Getränke. Mein Gespons hatte einen Wein bestellt und ich einen seltsamen Softdrink namens Club Mate, ein lecker schmeckendes Getränk auf der Basis von Mate Tee. Dann kam das Essen. Kai hatte Gericht Nr. 24 bestellt, „Körnerpicker“. Hinter diesem erstmal birkenstockig-hippieartig anmutendem Begriff versteckten sich Falafel mit Blattspinat und Sesam, Reis und Minz-Joghurt, eingewickelt in einer Art Tortilla. So sieht es aus:

Falafel

Das ist offensichtlich eine sehr ungewöhnliche Art, Falafel zu servieren, und es schmeckte dann auch sehr anders als man es von Falafel erwarten würde. Anders heißt aber nicht schlechter, es war total lecker, Kai fand sogar, dass das die besten Falafel seien, die er je gegessen hatte. Gekostet haben die Falafel 10,90 €.

Mir war an dem Abend nach etwas Asiatischem, deswegen hatte ich die Nummer 26, „Asia Style“, bestellt. Folgendes ist drin: Paprika, Tomate, Zuckerschoten Zwiebeln, Zuccini, Möhren, Erdnüsse in Kokosmilch mit Reis und kleinen Frühlingsröllchen. Hörte sich verheißungsvoll an und so sah es aus:

Asia Style

Es war so lecker wie es aussah. Wirklich sehr, SEHR lecker. Asia Style kostet 11,20 €.

Wir waren begeistert, und beschlossen, bald wiederzukommen. Da das Holtmanns leider sehr eingeschränkte Öffnungszeiten hat (Mittwoch – Sonntag: ab 18:00 Uhr) kam diese Gelegenheit erst in der letzten Woche, als wir mit unseren Freunden Andrea von Gourmandise und Dirk von Umschweife dort essen gingen. Da uns das Essen beim letzten Mal so gut geschmeckt hatte, reservierten wir in weiser Voraussicht einen Tisch. Und das war auch gut so, denn kurz nach unserem Eintreffen waren auf einmal alle Tische besetzt. Es hat sich wohl herumgesprochen, dass man im Holtmanns leckeres Essen kriegt.

Nach der Bestellung der Getränke (ich musste wieder dieses Mate-Zeugs trinken, das ist so super) bekamen wir wiederum die leckere Brot-und-Dip-Variation. Leider gibt es für vier Personen genauso viel (oder wenig) Brot und Dip wie für zwei Personen. War aber nicht so schlimm, denn erstens meckert man nicht über Geschenke  und außerdem hatten wir diesmal auch noch Vorspeisen bestellt. Kai musste unbedingt wieder die Falafel essen, weil er die so toll fand, also gibt’s jetzt Impressionen der anderen sieben Gerichte. (Irgendwie kam ich mir übrigens seltsam vor als wir all diese Speisen fotografierten…):

Vorspeisen

Nr. 1: „Engelswolken“ – Zitronenmozzarella mit Basilikum, warmer Mozzarella mit Zitrone und Olivenöl. 6,90 €

Tomate Mozzarella

Nr. 3: „Lecker von der Stange“ – Staudensellerie in Blü-Cheese-Buttermilchcreme mit Käse überbacken. 5,90 €

Fenchel

Nr. 4: „Aus dem Hut gezaubert“ – Gefüllte Champignons mit Kräutern, Zwiebeln und Käse überbacken. 5,90 €

Pilze

Nr. 9: „Chassuppe“ – Käsesuppe mit Kräutern und Knoblauch-Crostini. 4,90 €

Suppe

Hauptgerichte

Nr. 18: „Schnitzel & Co“ – Paniertes Tofu-Schnitzel mit Zwiebeln und Champignons, dazu Pommes und Salat. 11,50 €

Schnitzel

Nr. 23: „Hüttenzauber“ – Schupfnudelpfanne mit Pilz-Gemüse-Gulasch in Rotwein-Thymiansauce. 12,70 €

Schupfnudeln

Nr. 25: „Pfannenspaß“ – Gemüse-Linsen-Rösti mit Joghurtsauce mit Salatteller. 9,50 €

Rösti

Ich hatte „Aus dem Hut gezaubert“ und „Hüttenzauber“. Anscheinend steht „Zauber“ für Champignons. XD. Irgendwie war mir nach Pilzen und allesamt waren sie lecker. Die Vorspeise war cremig und würzig und äußerst delikat und diese Rotweinsauce, die es zum Hauptgericht gab, konnte mich ebenfalls überzeugen. Auch die Schupfnudeln waren toll und der Salat und alles. Ich habe auch bei allen anderen Essen probieren dürfen und da hat mich vor allem diese Blü-Cheese Sauce, in der der Sellerie schwamm überzeugt. Ich hätte es allerdings gut gefunden, wenn es zu den Vorspeisen noch etwas Brot gegeben hätte, mit dem man die ganze Sauce auch auftunken hätte können. Wir haben dann auch noch nach etwas Brot gefragt und bekamen auch prompt welches. Fazit: Insgesamt waren es jetzt zwei sehr nette Abende mit wirklich gutem Essen. Preislich finde ich das Essen okay, es ist jetzt nicht super günstig aber auch nicht überteuert. die Portionsgröße ist auch in Ordnung, man kann gut eine Vorspeise mit Hauptgericht essen, Nachtisch hätte jetzt aber nicht mehr reingepasst. Wir müssen wohl das nächste Mal auf eine Vorspeise verzichten, damit wir auch einmal in den Genuss einer Nachspeise kommen können.

Das Holtmanns könnte mein neues Lieblingsrestaurant werden. 🙂

Die Fotos habe ich von Gourmandise und Umschweife bekommen, die beide in ihren Blogs auch über unseren Besuch berichten.

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Cannelloni mit Spinat-Feta

So, jetzt kommt mal was definitig Unveganes. Kai hat lange, lange rumgenervt, damit ich ihm mal wieder sein Lieblingsessen koche, und das enthält nun mal Käse ohne Ende. In meinem ursprünglichen Rezept war sogar noch mehr Käse…und Sahne! Die habe ich nun schonmal durch Sojasahne ersetzt, mal sehen, vielleicht fällt mir ja auf Dauer was ein, wie ich die Cannelloni noch mehr „entkäsen“ kann. Aber so wie sie hier stehen, gibt es die Dinger sowieso nur zu besonderen Anlässen, durch den Käse haben sie natürlich auch Kalorien ohne Ende…aber sie sind echt mal lecker. Okay, alle Veganer weggucken!

Zutaten(4 Personen):

für die Cannelloni:
1 Packung Cannelloni
500g TK-Spinat
300g Fetakäse
200g Frischkäse
2 große Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Muskat,

für die Sauce:
3 Dosen Pizzatomaten
1 Packung Sojasahne
Brühe
Oregano
Thymian
Paprikagewürz
Salz
Pfeffer
1 Stück Gouda zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Spinat in Salzwasser kurz kochen, dann in ein Sieb gießen und abtropfen lassen. Restliches Wasser mit einem Löffel aus dem Spinat rausquetschen. Zwiebeln und Knoblauch ganz klein schneiden und in Olivenöl braten, bis alles glasig ist. Den Knoblauch kann man besser etwas später hinzufügen, damit er nicht anbrennt. Anschließend Zwiebeln, Knoblauch, Spinat, Schafskäse, Frischkäse, Salz, Pfeffer und Muskatnuss in eine Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer schön durchmatschen.

Jetzt muss man sich erstmal der Sauce zuwenden. Man kippt die Pizzatomaten und die Sojasahne in einen Top und schmeißt jede Menge Gewürze rein: Brühe, Oregano, Thymian, Paprikagewürz, Salz und Pfeffer. Dann gut umrühren. Das war’s schon.

Jetzt muss man die Spinatmasse mit Hilfe eines Spritzbeutels in die Cannelloniröllchen füllen. Diese müssen übrigens nicht vorgekocht werden. Wer keinen Spritzbeutel hat (wie ich) kann auch einfach einen Gefrierbeutel nehmen und eine kleine Ecke abschneiden. Klappt super. Dann legt man die Röllchen in eine (oder vermutlich eher mehrere…) Auflaufformen. Es muss immer noch Platz zwischen den einzelnen Cannelloni sein. Also kippt man direkt die Sauce drüber und platziert geschickt Tomatenstückchen zwischen den einzelnen Nudeln, damit die nicht zusammenkleben.

Tipp: Zwischen dem Füllen der Cannelloni und dem Übergießen mit der Sauce sollte nicht zu viel Zeit liegen, sonst platzen die Dinger nämlich!

Zum Schluss reibt man den Gouda und streut ihn drüber.

So. Jetzt müssen die Auflaufformen nur noch in den Ofen, bei 200 Grad etwa 20 Minuten backen.

Dazu kann man sehr gut einen leckeren Salat machen. Mit Rucola und Tomaten z.B. Und wenn man schon so viele Kalorien verballert kann man auch gleich noch einen leckeren Rotwein aufmachen. Das macht dann auch nix mehr.

Et voilá:

Cannelloni2

 

 

 

 

Dieses Salatrezept habe ich erfunden. Eigentlich sollte es ganz anders werden, aber manchmal ergibt es sich während des Kochens, das alles ganz anders kommt, als man ursprünglich gedacht hat. Es war jedenfalls sehr lecker, deswegen schreibe ich es jetzt mal auf.

Im Kopf hatte ich ein Bild von so einem Salat, auf dem, schön differenziert, verschiedene Dinge liegen. Wie so eine Art Pizza Quattro Stagioni. Also in der einen Ecke PIlze, in der anderen vielleicht so eine vegane Hähnchenvariante, in der nächsten gebratene Zucchini….sowas. Aber ich habe keine passende vegane Variante bekommen und musste mit dem arbeiten, was ich im Kühlschrank hatte, und das war Tofu Rosso. Der matscht beim Braten ziemlich, und sieht dann nicht mehr so ansehnlich aus, deswegen entschloss ich mich dazu, alle Gemüsesorten und den Tofu zusammen anzubraten und dann in die Mitte des Salats zu legen. Hier kommt das Rezept!

Ich habe daraus zwei Salate gemacht, die waren aber dann definitiv zu groß, ich hab meinen nicht aufbekommen.

Zutaten:

1 Eisbergsalat
6-7 Zuckeraprikosen
6-7 Champignons
4 Radieschen
3 Tomaten
1/3 Schlangengurke
1/2 Zucchini
1/3 Aubergine
1 Stück Tofu Rosso
etwas Honig oder Agavendicksaft
Olivenöl
Balsamicoessig
200 gr. Tomatenmark
gemischte Sprossen als Deko
etwas Knoblauch
Paprikagewürz
Salz
Pfeffer
Chili
Kräuter nach Wahl

Dazu eignet sich etwas Brot und ein Dip. Wir hatten diesen hier.

Zubereitung:

Den Eisbergsalat zerkleinern und 2 große Teller damit bedecken. Gurken und Radieschen in dünne Scheiben schneiden und rundherum am Rand der Teller auslegen. Tomaten in kleine Stücke schneiden und auf den Gurken und Radieschen anrichten.

Aubergine, Zucchini und Pilze klein schneiden und in einer großen Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. Wenn alles schön gebräunt ist (vor allem die Auberginen müssen gut durch sein, das geht am einfachsten mit relativ viel Öl) den kleingeschnittenen Tofu Rosso hinzugeben. Durchrühren und kurz nochmal anbraten. Dann nach Geschmack mit Knoblauch und den Gewürzen verfeinern, Kräuter und Tomatenmark hinzugeben und alles gut vermischen. Das Gemüse in die Mitte der Salatteller legen.

In einer anderen Pfanne Olivenöl, Balsamicoessig und etwas Honig/Agavendicksaft erhitzen. Die geviertelten Zuckeraprikosen darin anbraten. Bei geringer Hitze etwas einkochen lassen. Die Aprikosen samt restlicher Flüssigkeit am Rand der Salatteller über den Gurken, Radieschen und Tomaten verteilen.

Alles mit gemischten Sprossen dekorieren und mit Brot und Dip essen.

Gemüsesalat

Das Ganze war sehr, sehr lecker, aber wie gesagt etwas matschig. Ich werde doch noch mal versuchen meine Ursprungsidee zu verwirklichen. 🙂

Solche Dinge fabriziere ich immer, wenn ich keinen Nerv habe was „richtiges“ zu kochen und außerdem alleine bin, so dass sich kochen eigentlich nicht wirklich lohnt. Manchmal sind die Sachen dann aber sehr lecker und postenswert. Wie diese seltsame Kreation.

Man braucht (für eine Person):
1 Naan-Brot
1/2 Tofu Rosso von Taifun (vielleicht auch weniger)
Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Paprikagewürz, Oregano
Olivenöl
Gemüse nach Wahl, aber jeweils nicht so viel! (Den Fehler mach ich immer…)
z.B:
Zwiebel
Aubergine
Paprika
Zucchini
Mais

Zubereitung:
Das Gemüse kleinschneiden und gut in Olivenöl anbraten. Den kleingeschnittenen Tofu Rosso hinzufügen, der dabei ruhig zerfallen kann. Ein wenig anbraten, dann Tomatenmark und Gewürze hinzufügen. So viel Tomatenmark nehmen, bis es eine pappige Masse ergibt. (Jaaaa, lecker)Das Naan-Brot im Toaster toasten und danach halbieren (es ist innen hohl, so dass 2 flache Brote entstehen) Vorsichtig, heiß!
Dann die Tofu-Gemüsemasse drauftun und schnell aufessen! 🙂

Tofu Rosso und Gemüse auf Naan Brot

Leider ist dieses Gericht durch das Naan-Brot, welches dummerweise Milcheiweis enthält, nicht vegan. Man kann aber statt des Naan-Brotes auch einfach einen Toast oder ein Brötchen nehmen!

Dieser Salat eignet sich sowohl als Hauptgericht sowie als Beilage. Man kann ihn auch auf ein Brötchen legen und zum Frühstück verspeisen!

Zutaten (als Hauptgericht für 2 Personen):
1 Packung Tofu Basilikum von Taifun
4 Tomaten
1 Zwiebel
1 Stange Sellerie
1 halbe gelbe Paprika
Salz
Olivenöl
Balsamicoessig

Die Zubereitung ist sehr einfach: Alle Zutaten in kleine Stückchen schneiden, ein wenig Olivenöl, etwas mehr Balsamico hinzugeben und mit Salz (eventuell auch Pfeffer oder frischen Kräutern) abschmecken. Fertig, lecker!

Tofu Basilikum3

Ravioli mit Knoblauchgemüse

Das folgende Gericht habe ich gestern erfunden. Es hat wahnsinnig gut geschmeckt. Leider war es nicht vegan, denn das verwendete Pesto enthielt Parmesan und die zwei Raviolisorten, die ich verwendete, waren beide mit Käse gefüllt. Beide habe ich bei Rewe gekauft, die etwas größeren Nudeln sind mit Trüffel und Mascarpone gefüllt, die anderen mit Ricotta und Spinat. Und ich glaube, dass der Teig auch Ei enthielt. Man muss aber natürlich nicht unbedingt zwei verschiedene Nudelsorten nehmen, sondern kann sich auch eine vegane Sorte suchen. Oder die Nudeln selber herstellen. Das ist aber sehr viel Arbeit. By the way, hat jemand eine platzsparende Nudelmaschine, die er mir empfehlen kann? Gut, nun zum Rezept.

Dies braucht man für 2 Personen:
300-500g frische Nudeln mit einer leckeren Füllung (je nach Hungergrad)
1 kleiner Salatkopf (Eisberg oder sowas)
1 Aubergine
1 Zucchini
4 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz
Dill
1 leckeres Pesto nach Wahl

Zubereitung:
Den Salat kleinschneiden und auf zwei Tellern gleichmäßig anrichten. Die Auberginen und Zucchini in dicke Scheiben schneiden und in reichlich Olivenöl von beiden Seiten anbraten, bis sie leicht bräunlich werden. Die Auberginen sind echte Ölvampire, die saugen alles auf. Dann enthalten sie natürlich wahnsinnig viele Kalorien, deswegen lasse ich das Gemüse nach dem Braten auf Küchenrolle abtropfen und tupfe es auch noch damit ab. Es schmeckt dann immer noch genauso gut, enthält immer noch viel zu viele Kalorien, nur nicht mehr sooooo viele. Zum Warmhalten kann man das Gemüse in einem ofenfesten Behältnis bei 50° im Ofen warmhalten. Jetzt werden die Knoblauchzehen geschält und in einem Mörser gematscht. Hinzu kommt wieder etwas Olivenöl (man kann auch den Rest aus der Pfanne nehmen), Salz und Dill. Alles gut verrühren und kurz stehen lassen, dann mit den Auberginen und Zuchini vermischen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um die Nudeln nach Packungsanweisung zuzubereiten. Diese frischen Teile sind ja schon fertig und müssen eigentlich nur 2 Minuten in kochendem Salzwasser liegen. Nicht zu lange drinlassen, sonst fallen sie auseinander.  Die Nudeln dann mittig auf dem Salat anrichten, das Knoblauchgemüse drum herum und auf die Nudeln noch ein wenig Pesto. Es schmeckt fantastisch. Nur sollte man danach besser nicht mehr arbeiten gehen. Am nächsten Tag auch nicht. Der Knoblauchdunst ist gigantisch. Aber da Knoblauch lecker und gesund ist, kann man das ruhig öfter mal verwenden. 🙂

Hier ist das Endprodukt!

Ravioli auf Salat und Antipasti

Herzhaft gefüllte Pfannkuchen

Heute gibt es mal wieder ein nicht-veganes Rezept. Es ist sogar überhaupt gar nicht vegan, denn es enthält Eier, Milch, Joghurt UND Käse. Darum gibt es das bei mir auch höchst selten, eigentlich gab es das sogar erst ein mal. 🙂 Los gehts!

Für je 2 Pfannkuchen braucht man:
125 ml Milch
1 Ei
2 gehäufte Esslöffel Mehl
etwas Salz
Pflanzenöl

und für die Füllung dann:
Schafskäse
Joghurt
Kirschtomaten
Rucola
Kräuter nach Wahl (z.B. Petersilie und Schnittlauch)
So geht’s:
Den Teig für die Pfannkuchen mit einem Rührgerät gut verrrühren. Den Teil erledigt immer der liebe Kai, denn ich finde Eier einfach zu ekelig zum Verarbeiten. Ich muss mal ein Experiment mit Sojamehl machen, denn Sojamehl kann bekanntlich Eier ersetzen. Ich werde dann selbstverständlich berichten!
Dann jedenfalls werden die Pfannkuchen in einer Pfanne mit Öl ausgebacken, dabei muss man sie einmal wenden natürlich. Ich glaube, dass man die Dinger auch mit weniger Öl hinkriegt, aber wie gesagt, den Teil macht der Kai und dann schwimmen die Dinger in dem Zeug. Also eine Fettbombe. :-/

So. Wenn die Pfannkuchen abgekühlt sind, bestreicht man sie mit einer Masse aus Schafskäse, Joghurt und Kräutern. Die Menge der Zutaten kann man da eigentlich variieren wie man gern möchte, aber man sollte darauf achten, dass das Ganze nicht zu dünnflüssig wird. Danach legt man dann noch Rucola und Tomaten darauf. Das sieht dann so aus:

Wie ne ziemlich leckere Pizza eigentlich. Mmmh, ergeben sich hier Pizzavarianten an die ich vorher niemals dachte?

Nun denn! Das Teil muss nun eingerollt werden. Das geht so ähnlich wie bei Sushi, nur viel einfacher…und wenn es dann gerollt ist, schneidet man es einfach mittig durch. Wenn man klug ist (wie ich) hat man das Ganze auf einer Alufolie fabriziert, in die man das Endergebnis dann einfach einrollen kann. Dann kann man den Pfannkuchen auch super mit auf eine Reise nehmen (wenn man nicht grad einen Vater hat,der alles doof findet in dem kein Fleisch ist) oder mit zu einem Picknick! So sieht es dann aus:

Die Dinger sind sehr lecker, lediglich die Konsistenz der Pfannkuchen hat mir nicht so gefallen, vielleicht muss man sie etwas länger braten. Ich werde da mal noch ein wenig herumexperimentieren (ohne Ei…brrr) und mal sehen ob man das noch besser hinkriegt.

Viele Leute denken, dass Tofu nach „nichts“ schmeckt. Da haben sie eigentlich recht. Wenn man aber Tofu ordentlich würzt und anbrät, schmeckt er auf einmal doch ganz gut. Tofu ist sehr vielseitig einsetzbar und schmeckt zu fast allem. Man kann ihn besonders gut für asiatische, aber auch z.B. für italienische Gerichte verwenden. Für dieses Rezept braucht man den ganz normalen, weißen, festen Tofu.

Zutaten (für 1 bis 2 Personen)

1/2 Block Tofu
1/2 Zucchini
1/2 gelbe Paprika
1/2 rote Paprika
1 Zwiebel
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Oregano

optional:
Kräuter nach Geschmack
Sojasauce
Kirschtomaten, getrocknete Tomaten

Als Beilage:
Nudeln, Reis oder Brot
Zubereitung:
Den Tofu in Würfel schneiden und in heißem Olivenöl anbraten. Auf dem Bild unten ist der Tofu eigentlich noch sehr blass, die meisten Leute haben es lieber wenn er etwas länger brutzelt. Hat der Tofu fast die gewünsche Färbung erreicht, die kleingeschnittene Zwiebel hinzugeben und so lange weiterbrutzeln bis die Zwiebel glasig wird. Nun das restliche geschnittene Gemüse hinzugeben und weiterbraten. Das Gemüse sollte noch etwas knackig sein, darum also nicht zu lange zerbrutzeln. Die Temparatur beim braten kann ruhig recht hoch sein damit alles etwas anbräunt, aber aufpassen dass nichts verbrennt.

Würzen kann man eigentlich nach Geschmack. Natürlich eignen sich gut Salz, Pfeffer und Oregano, man kann aber auch Rosmarin, Thymian, Basilikum, Petersilie, Schnittlauch…whatevver! hineintun. Sojasauce gibt auch nochmal viel Geschmack, wer möchte kann die Sojasauce auch schon direkt am Anfang mit zu dem Tofu geben, nur nicht übertreiben. Was auch noch sehr viel Geschmack gibt sind getrocknete Tomaten, die kann man einfach ganz klein schneiden und mit den Zwiebeln zusammen anbraten. Man kann auch ganz am Schluss noch halbierte Kirschtomaten reinwerfen oder ganz andere Gemüse nehmen, oder, oder, oder…

Als Beilage eignen sich sehr gut Nudeln oder Reis, man kann das ganze aber auch zu Brot essen. Schmeckt auf jeden Fall super. 🙂

Gnocchipfanne mit Gemüse

Zutaten (für 2 Personen):

1 Packung Gnocchi
2 Möhren
1 rote Paprika
2 Zwiebeln
ein paar Broccoliröschen
1 Fläschen Cremefine oder Sojasahne
Frische Kräuter (Dill, Petersilie, Schnittlauch)
Paprikagewürz
Salz
Parmesan zum Raspeln
evtl. Saucenbinder.

Zubereitung: Die Möhren in Stückchen schneiden und in Salzwasser 5 Minuten vorgaren, dann die Broccoliröschen hinzugeben und noch 5 Minuten köcheln lassen. Die Gnocchi aus der Packung nehmen und kurz in Salzwasser kochen, bis sie oben schwimmen. Die Zwiebeln kleinschneiden und anbraten.  Die kleingeschnittene Paprika hinzugeben, weiter anbraten. Nun Broccoli, Möhren und Gnocchi hinzugeben und nochmal anbraten. Jetzt Cremefine/Sojasahen hinzufügen. Ehrlich gesagt glaube ich dass ich auf dem Bild irgendeine Fertigsauce genommen habe. Das sieht so nach Hollondaise aus. Also Hollondaise würde sicher auch gehen! Naja, jedenfalls die Sauce bei Bedarf mit dem Saucenbinder andicken und die Kräuter und Gewürze hinzugeben, ganz nach Geschmack. Wer möchte kann danach noch Parmesan drüberhobeln, gibt noch etwas Geschmack.

Tipp: Ich könnte mir gut vorstellen dass es auch super schmecken würde wenn man am Anfang kleingeschnittenen Räuchertofu zu den Zwiebeln geben würde. Unten seht ihr noch ein Bild der Gnocchi in Kombination mit einem Valess Goudasteak.

Dieses Essen geht sehr schnell und es ist lecker, dafür hat es aber reichlich Kalorien.Eigentlich gehört da gar kein Lauch rein, aber ich mag Lauch. Man kann es auch mit normalen Spaghetti machen, aber Spaghettini sind dünner als Spaghetti und darum leckerer. 🙂

Zutaten (für 2 Personen):

300g Spaghettini
Olivenöl
4 Knoblauchzehen
1 Stange Lauch
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Das Lauch in kleine Ringe schneiden und kurz in kochendes Wasser werfen. Danach zur Seite stellen und abtropfen lassen. Die Spaghettini al dente kochen und ebenfalls abtropfen lassen. Reichlich Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die Spaghettini hineinwerfen. Kurz anbraten lassen. Das Knoblauch zerdrücken und hinzugeben. Jetzt auch das Lauch hinzugeben und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gut verrühren, fertig.

Dazu eignet sich auch ein schöner Salat, z.B. dieser hier mit Tomate und Mozzarella.