Category: indisch


In London habe ich letztens im Shaad Grill & Bangladeshi Restaurant das leckere Gericht Begun Bharta gegessen. Das war so verdammt lecker und heute hatte ich echt Lust darauf. Aber leider kann man ja nicht eben nur für ein Begun Bharta nach London fliegen. Nichtmal wenn es ein so leckeres ist. Zum Glück habe ich einen Herd und kann gut kochen! Aber natürlich (wie immer) hatte ich weder ein Rezept noch genug Aubergine zur Hand, deswegen habe ich mal wieder improvisiert. Es war super lecker, darum hier mein Rezept.

Man braucht für circa 3 Personen:

1 Aubergine
1 Zucchini
2 große Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
1 Dose gehackte Tomaten
Pflanzenöl (ich habe Olivenöl benutzt)
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Currypulver
Asiatische Würzpaste (ich habe „Madras“ genommen)

und als Beilage Basmatireis und / oder Chapatibrot

Zubereitung:

Den Reis einfach so zubereiten wie ihr das immer macht. Am besten geht das in einem Reiskocher, aber das müsst ihr ja wissen.

Die Zwiebeln ganz klein hacken, Zucchini und Aubergine in  dicke Scheiben schneiden, dann vierteln. Knoblauch pressen. Dose Tomaten öffnen.

Viel Pflanzenöl in der Pfanne erhitzen. Wenn es heiß ist, das Gemüse reinwerfen und bei mittlerer Temperatur so lange braten bis alles schön weich ist. Vor allem Auberginen brauchen viel Öl. Sie sollten nicht mehr bissfest sein, sondern von alleine auf der Zunge zerfallen. Achtet aber auch darauf, dass es nicht anbrennt. Deswegen viel Öl (aber nicht so viel, dass es frittiert), mittlere Temperatur, viel umrührern. Nicht zwischendurch weggehen und Computer spielen oder so! Wenn ihr meint, dass das Gemüse so gut ist, den Knoblauch dazugeben und noch etwas braten. Dann die Dose Tomaten rein und nach Geschmack mit den Gewürzen würzen. Wer es gerne scharf mag, kann noch Chilipulver oder Chilischoten hinzugeben.

Dann ist es schon fertig und kann mit Reis oder Brot gegessen werden. Es ist total lecker und eigentlich recht einfach. So toll wie im Shaad Restaurant habe ich es nicht hinbekommen aber fast so gut. 🙂

Begun

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Ich möchte euch heute schon wieder ein indisches Restaurant vorstellen, nämlich das Indian Curry House in Münster. Schon seit langer Zeit gehen wir immer mal wieder gerne da hin. Es befindet sich an der Hammer Str. 24 und es ist leicht an einem schönen lila Outfit zu erkennen. So sieht es aus:

Indian Curry 1

Ich sollte aber vorweg sagen, dass es sich beim Curry House nur um einen kleinen Imbiss handelt, nicht um ein schönes Restaurant mit atmosphärischem Ambiente. Nein, wirklich nicht. Es ist ein total kleiner Raum, vollgestopft mit fünf Tischen, an denen jeweils vier Personen sitzen können. Das Curry House ist wirklich nur so breit wie auf dem Bild. Stellt euch euer Wohnzimmer vor, völlig überbevölkert. So geht es manchmal im Indian Curry House zu. Manchmal hat man auch Glück und man ist ganz alleine da, dann geht es mit dem Essen auch total schnell, manchmal wartet man länger, denn es kommt vor, dass nur ein Mensch da ist, der gleichzeitig kocht, bedient und kassiert.  Einmal hatten wir auch richtig Pech, da war kein Tisch frei. Man kann aber auch nicht gut auf einen Tisch warten, denn es ist zu klein im Curry House. Außerdem stehen in einer Ecke auch noch hässliche Kisten rum, die Tür geht oft auf und nicht von alleine wieder zu, so dass es manchmal zugig und kalt dort ist. Jedenfalls im Winter. Das einzige halbwegs Schicke in dem Laden ist ein indisch anmutender Deko-Sonnenschirm, der an einer Säule angebracht ist.

Warum, fragt ihr euch, sollte man da dann hingehen? Warum ist es dort überhaupt überbevölkert? Wer geht denn da hin? Lustigerweise ein äußerst gemischtes Publikum. Natürlich sind viele Studenten unter den Gästen, aber ich habe schon alle möglichen verschiedenen Leute dort gesehen. Rentner, reich aussehende Ehepaare, die anscheinend auf einem Shoppingtrip waren, Familien, Liebespaare. Seltsam. Aber irgendwie wieder auch nicht, denn man wird immer total nett bedient, alle, die dort arbeiten sind sehr freundlich und das Essen – das Wichtigste – ist lecker und meiner Meinung nach besser als in so manchem luxuriös erscheinenden Edel-Restaurant.

Im Folgenden mal ein paar Bilder von unserem gestrigen Essen:

Indian Curry 3Das hier ist eine Vorspeise, Singgara: Gefüllte Teigtaschen mit Kartoffeln und Zwiebeln, serviert mit Tamarindsauce,

Indian Curry 2eine weitere Vorspeise, Deem Paratha: Fladenbrot in Ei gewälzt und gebacken,

Indian Curry 5Dal Bahar: Rote Linsen, Tomaten, Knoblauch und indische Gewürze in Butter gebraten,

Indian Curry 6und schließlich Begun Basa: Gebratene Auberginen mit einer milden Currysauce.

Indian Curry 4Dazu gab es Mango Lassi, ein Joghurtgetränk.

Gut, zugegeben, es sieht alles nicht sehr appetitlich aus. Sind vielleicht nicht gerade die Kings of Food Arranging. Aber dafür sind sie die Kings of Cooking. Ausnahmslos alles, was wir bisher im Indian Curry House gegessen haben, war lecker (wenn auch etwas sehr fettig). Ein weiterer Vorteil: Das Essen ist recht günstig. Das teuerste vegetarische Hauptgericht, Sabzi Biryani, kostet 6,50 €. Da kann man dann schon mal Abstriche am Ambiente und an der Deko machen. Hier ist die komplette Speisekarte:

Indian Curry 8

Indian Curry 7Wie ihr seht, sind neben den extra als vegetarisch gekennzeichneten Gerichten auch eine Suppe, vier der fünf Vorspeisen, ein Paratha, ein Salat und ein Biryani vegetarisch. Ich weiß allerdings nicht inwieweit die Speisen auch vegan sind, das müsste man mal erfragen.

Das Indian Curry House hat auch eine (sehr rudimentäre) Website. Die könnte man auch mal aktualisieren. Da steht immer noch „6 Jahre in Münster“, dabei hab ich im Laden glaub ich ein Schild „10 Jahre in Münster gesehen“. Da wird’s doch mal Zeit für ein Update, oder?

Die Öffnungszeiten sind übrigens auch toll: Montag – Sonntag: 11:30 – 22:30 Uhr. Was will man mehr? Ach, ich weiß, einen Lieferservice! Den gibt’s auch, leider wohnen wir zu weit weg. Geliefert wird täglich von 18:00 – 21:30 Uhr. Testet das mal, liebe Münsteraner.

Fazit: Der Ästhet sollte fernbleiben, der Feinschmecker hingehen!

Als Kai und ich letztens für einen Tag an der Nordsee waren, wollten wir abends gerne noch etwas essen gehen. Wir hatten das Auswandererhaus in Bremerhaven besucht, ein lohnendes Erlebnis nebenbei bemerkt. Als wir nun überlegten, wo wir nun nach dem Museumsbesuch essen gehen könnten, fiel uns ein, dass wir vor etwa einem Jahr in Lohne ein indisches Restaurant, das Maharaja, entdeckt hatte. Damals hatten wir ein in Lohne ein Auto kaufen wollen, uns dann aber umentschieden und waren stattdessen indisch essen gegangen. Ist ja auch billiger als ein Auto. Und leckerer. Damals hatten wir einen sehr positiven Eindruck vom Maharaja gewinnen können, uns war nur schleierhaft gewesen, weshalb wir trotz des überdurchschnittlich leckeren Essens die einzigen Gäste gewesen waren. Neben Lohne liegt übrigens noch Dinklage, aus diesem Ort kommen die Vorfahren des genialen Schauspielers Peter Dinklage, den manche vielleicht als Tyrion Lannister aus Game of Thrones kennen. Aber ich schweife ab!

Lohne liegt ja quasi auf dem Weg vom Meer nach uns zu Hause und so riefen wir also dort an, um uns zu vergewissern, dass das Restaurant noch existierte und um einen Tisch zu reservieren. Die Reservierung wurde geradezu begeistert aufgenommen, was uns einerseits freute, andererseits aber wieder nachdenklich stimmte. Hat das Maharaja etwa mit leeren Stühlen zu kämpfen? Und wenn ja, warum?

Maharaja3

Nun denn, wir kamen nach etwa 2 Stunden in Lohne an und fanden das Maharaja dank Navi auch sofort wieder. Ursprünglich war es mal ein indisch-italienisches Restaurant, das Wort „italienisch“ war abgeklebt worden, aber noch lesbar. Irgendwie niedlich. Die Kombination ist so unpassend, dass sie fast schon wieder lustig ist. Wir betraten das Restaurant, wurden überaus freundlich begrüßt und durften uns einen Tisch aussuchen. Denn es war alles frei. Außer uns war kein einziger Gast im Restaurant. Dennoch empfanden wir die Situation nicht als ungemütlich, indische Musik lief im Hintergrund, die Atmosphäre war gemütlich und das Restaurant war in einem angemessenen (und nicht überladenem) indischen Stil eingerichtet. Wir bekamen schnell die Karte, in der es neben zahlreicher Fleischgerichte auch eine große Auwahl vegetarischer Gerichte gab. Wir hatten uns schnell festgelegt, ein vegetarisches Thali sollte es sein. Das Thali ist laut Speisekarte eine Auswahl verschiedener Kleinigkeiten: 2 Gemüsegerichte, Daal, Raita, Nan-Brot und Basmatireis. Wir hatten auch noch überlegt eine Vorspeise zu bestellen, es gibt dort nämlich eine gemischte vegetarische Vorspeise für zwei Personen, die aus fünf verschiedenen Gemüsegerichten besteht, aber wir waren uns nicht sicher, ob das dann nicht alles zu viel wird. Die nette Bedienung meinte, es könnte wohl zu viel sein, und dass wir sowieso noch eine Vorspeise auf Kosten des Hauses bekämen. Das freute uns, wir fanden diese ehrliche Einschätzung, die das Restaurant um 8.90 € brachte, sehr sympathisch und verzichteten auf die Vorspeise.

Schnell bekamen wir unsere Getränke, zwei Mango-Lassis und die angekündigte Vorspeise:

Maharaja1

Hierbei handelte es sich um einige kleine Poppadam-Brote mit drei verschiedenen Dips. Bei dem rötlichen Dip handelte es sich um eine Art Mango-Chutney (süßlich), das grüne war ein sehr scharfer Minze-Dip und das weiße war milde Joghurt Raita. Alle drei Dips waren sehr gut und die Poppadams waren knusprig und lecker. Zusammen mit unseren Mango-Lassis war das schon mal eine leckere Vorspeise.

In der Zwischenzeit kamen dann noch weitere Gäste, die sich an einem indischen Buffet gütlich taten. Wir sind nicht so die Buffet-Fans, weil die vegetarischen Gerichte dort oft langweilig sind und nur als Beilagen zum Fleisch dienen. Dennoch waren wir neugierig und wollten später mal danach fragen. Aber da kam auch schon unser Hauptgericht:

Maharaja2Ich erklär mal entgegen den Uhrzeigersinn. Neben dem Basmatireis gab es also die Raita, die wir schon von der Vorspeise kannten, einen unangekündigten Salat, dann ein Curry-Gemüsegericht, Daal (ein Linsengericht) und Palak Paneer, das besteht aus indischem Käse mit Spinat. Das auf dem Bild ist also ein Essen für eine Person, wir bekamen jeder so eine Platte. Und deshalb hatte die Dame auch recht, eine Vorspeise wäre zu viel des Guten gewesen. Dazu gab es auch noch Butter Naan Brot, es war also reichlich. Alles, aber auch wirklich alles an diesem Thali war lecker. Der Salat war vielleicht ein wenig langweilig, aber so als Beilage war der schon in Ordnung. Das schöne ist, dass man einen Einblick in die indische Küche bekommt und viele leckere Kleinigkeiten probieren kann. Dazu trank ich ein indisches Bier, das einfach wie ein normales Pils schmeckte. Ich kann das aber auch nicht beurteilen, ich bin kein großer Pilstrinker.

Zum Abschluss haben wir uns dann noch einen indischen Rum bestellt, den Old Monk, der furchtbar lecker war und irgendwie nach Schokolade schmeckte. Der ging dann nachher unerwarteterweise auf’s Haus. 😀

Wir haben dann auch noch nach dem Buffet gefragt. Es war wohl trotz der hervorragenden Qualität des Thali ein Fehler, selbiges zu bestellen, denn das Buffet besteht fast nur aus vegetarischen Gerichten. Dieses kann man Freitags, Samstags und Sonntags Abends für 13,90 genießen und man bekommt sogar noch zusätzlich Speisen an den Tisch gebracht, denn laut der Inhaber müssen die frisch serviert werden. Daran sollte sich so mancher Mongole in unserer Gegend mal ein Beispiel nehmen.

Unser Fazit ist also durchweg positiv. Wir verstehen immer noch nicht, wieso nur so wenig Gäste das Maharaja besuchen. Ich habe dann auch nochmal gegoogelt und auch im Internet fast nur positive Bewertungen gefunden, zum Beispiel hier auf yelp. Vielleicht liegt es an der Gegend, vielleicht mag man in Lohne kein indisches Essen. Oder den Menschen gefällt nicht, dass die Inhaber sehr gesprächig sind, so bekamen wir gratis zum Essen noch philosophische Theorien geliefert. 🙂 Uns hat das wirklich nicht gestört, und selbst wenn, das Essen ist so super, dass sowas doch kaum ins Gewicht fällt. Ich möchte euch dieses Restaurant also wirklich uneingeschränkt empfehlen, denn ich war schon oft indisch essen, und hier schmeckt es wirklich außergewöhnlich gut! Wir müssen uns wohl noch mehr Gründe ausdenken, um öfter mal nach Lohne zu fahren.

Kürbissuppe

Kürbissuppe ist lecker. Aber Kürbis zu verarbeiten ist immer so viel Arbeit. Erst muss man diese hässlichen Kerne mit dem Gezuppel drumrum rauskramen und dann muss man ihn auch noch schälen und kleinschneiden. Das nervt und ist immer mit so viel Kraftaufwand verbunden. Deswegen mach ich das nicht so oft mit dem Kürbis. Aber eigentlich sollte ich das, denn es lohnt sich. Außerdem habe ich letztens gelesen, dass man die Schale vom Hokkaido-Kürbis mitverwenden kann. Ich hab mich aber nicht getraut, sondern die Schale auch diesmal wieder abgemacht. Vielleicht beim nächsten Mal. Aber ich habe Angst, dass wenn ich die Schale mitverwende, die ganze Suppe nachher Mist ist. 😦

Also diese Zutaten braucht man für meine Kürbissuppe:

1 Hokkaido-Kürbis
5 Kartoffeln
3 Möhren
1/2 Stange Lauch
2 Zwiebeln
Brühe
1 Päckchen Sojasahne
1 Bund frischen Koriander
Paprikagewürz
Currygewürz
Olivenöl
Kürbiskerne oder Mandelscheiben zum Dekorieren

Zubereitung:

Wie gesagt, das Ausweiden und Schlachten des Kürbis ist nervig. Man muss ihn, wie oben erwähnt, entkernen, schälen und dann in Stücke schneiden. Das Gleiche (also schälen und in Stücke schneiden, nicht entkernen) macht man mit den Kartoffeln und den Möhren. Das Lauch auch grob kleinschneiden und alles zusammen in Wasser mit Brühe kochen. Man nimmt so viel Wasser, dass alles Gemüse so gerade bedeckt ist. Die Zwiebeln kleinschneiden und in etwas Olivenök anbraten. Dann in den Topf mit dem Gemüse geben. Wenn alles weichgekocht ist, den Topf vom Herd nehmen und den Koriander, Sojasahne und Gewürze hinzugeben. Nun wird alles püriert. Mit einem Pürierstab. Oder mit einem Mixeraufsatz. Oder man kippt alles in seine Küchenmaschine, dann braucht man aber mehrere Durchgänge weil es so viel ist.

Falls es jetzt zu dickflüssig ist, kann man noch etwas Wasser nachgießen. Jetzt mal kurz probieren und gegebenenfalls nachwürzen. Jetzt ist es schon fertig. Man kann dann als Deko Kürbiskerne oder Mandelscheiben auf die Suppe werfen, das sieht schön aus und man hat nochwas Knurpseliges. Man kann dazu gut Baguette essen, oder auch Chapati oder Naan-Brot.

Kürbissuppe

Man hat am Ende auch echt viel Suppe, das reicht für mehrere Personen oder man kann es auch einfrieren. So mache ich das immer. Dann hat man lange was davon.

Übrigens habe ich beim letzten Mal gedacht, dass es schade ist, dass man die Kerne immer wegwirft und sich dann neue, geschälte kauft. Also habe ich die von all dem Gezuppel befreit (hochgradig nervig) und getrocknet. Auf einem Küchentuch. Da sind die dann dran kleben geblieben und ich musste sie alle wieder abpflücken. (nervig). Dann ist die Schale auch noch total dick und relativ schwer zu entfernen und es kommt an Ende wenig Kern dabei raus. Mach ich nicht wieder….

Ihr wisst ja schon, dass es bei mir dauernd indisches und asiatisches Essen gibt, vor allem, wenn es schnell gehen muss oder ich keine große Lust zum experimentieren habe. Diesmal war mir aber doch ein wenig nach Experimenten, darum habe ich zum ersten Mal Sojaschnetzel verwendet und zum Schluss noch Datteln reingeworfen. Das Ergebnis hat mich positiv überrascht und wird deswegen heir gepostet.

Folgendes muss man für 2 Personen einkaufen:

70g Sojaschnetzel
2 Zwiebeln
1 Zucchini
1 rote Paprika
2 Knoblauchzehen
irgend eine indische Gewürzpaste, z.B. die hier
10-15 Datteln
Pflanzenöl
Tomatenmark
Salz
Basmatireis
Evtl. etwas Wasser

Den Reis im Reiskocher oder im Topf kochen, wie immer.
Sojaschnetzel nach Packungsanweisung zubereiten (einweichen & auspressen)
Zwiebeln, Zucchini, Paprika und Datteln würfeln. Knoblauch ganz fein hacken.
Etwas Öl in der Pfanne erhitzen, die Sojachunks reinwerfen, kurz anbraten. Das Gemüse hinzufügen, alles schön lange braten. Am besten ist es, wenn man VIEL Öl nimmt und das Gemüse lange darin brutzeln lässt. Viel Öl hat natürlich mehr Kalorien, hier muss man also abwägen was einem wichtiger ist! Ich hab mir eingeredet, dass ja nur gesunde Sachen da drin sind und dass ich ruhig etwas mehr Öl nehmen kann.
Jedenfalls. Wenn das Gemüse nach Geschmack gebraten ist, Knoblauch und Datteln hinzugeben und nochmal kurz braten. Bei Knoblauch muss man immer etwas aufpassen, es wird bitter wenn es anbrennt. Jetzt Salz, indische Würzpaste und Tomatenmark nach Geschmack zugeben. Wem die Konsistenz nicht gefällt, kann auch noch etwas Wasser hinzugeben, dann wird es sauciger. Allerdings muss man bedenken, dass sich diese Sojaschnetzel gerne vollsaugen und die Konsistenz dann etwas schwammiger wird. Das muss man selber ausprobieren am besten. Jetzt ist es schon fertig! Hier:

Indische Dattelgemüsepfanne

War sehr lecker. Vor allem das mit den Datteln war ne echt gute Idee, das mach ich jetzt öfter 🙂

Indische Linsensuppe

Man kann indische Linsensuppe auf gar keinen Fall mit profaner deutscher Linsensuppe vergleichen. Letztere ist nämlich eins meiner Horror-Essen. Ich kann das nicht essen, selbst wenn kein Fleisch drin schwimmt. Ein Kindheitstrauma. Papa ist schuld. JAAA, DU BIST SCHULD PAPA! Jedenfalls. Indische Linsensuppe. Sehr lecker. In Indien sagt man Dal dazu. Ich weiß nicht, ob es so richtig ist, wie ich das koche, jedenfalls geht es so:

Zutaten (für 2-4 Personen, je nach Hungergrad und je nachdem ob es ne ne Vorspeise sein soll oder ein Hauptgericht. Geht nämlich beides!):
rote Linsen. Wie viele weiß ich nicht genau. Nach Gefühl. Jedenfalls sind die sehr ergiebig…
Belugalinsen (das sind die schwarzen. Die kann man mit reinwerfen, wenn man will, der Vorteil von Belugalinsen ist, dass sie nicht zerfallen, sondern ganz bleiben. Sehr schön! Hiervon auf jeden Fall weniger als von den roten Linsen)
1 Zwiebel
ein paar Kartoffeln, vielleicht 4
2 Möhren
1 kleine, rote Paprika (am besten sind diese spitzen, langen geeignet)
Gemüsebrühe
Tomatenmark
3 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
Curry
Paprikagewürz
Kreuzkümmel
Koriander
Kardamom
Öl

Zubereitung:

Sehr einfach. Die Kartoffeln würfeln, die Möhren in Scheiben schneiden. Beides zusammen mit den Linsen in Brühe kochen lassen, bis alles weich ist. Die Zwiebel und die Paprika ganz kleinhacken und in etwas Öl anbraten. Dann zusammen mit den gepressten Knoblauchzehen in die Suppe werfen. Mit den Gewürzen abschmecken und reichlich Tomatenmark hinzugeben. Fertig, essen, lecker!

Linsensuppe

Solche Dinge fabriziere ich immer, wenn ich keinen Nerv habe was „richtiges“ zu kochen und außerdem alleine bin, so dass sich kochen eigentlich nicht wirklich lohnt. Manchmal sind die Sachen dann aber sehr lecker und postenswert. Wie diese seltsame Kreation.

Man braucht (für eine Person):
1 Naan-Brot
1/2 Tofu Rosso von Taifun (vielleicht auch weniger)
Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Paprikagewürz, Oregano
Olivenöl
Gemüse nach Wahl, aber jeweils nicht so viel! (Den Fehler mach ich immer…)
z.B:
Zwiebel
Aubergine
Paprika
Zucchini
Mais

Zubereitung:
Das Gemüse kleinschneiden und gut in Olivenöl anbraten. Den kleingeschnittenen Tofu Rosso hinzufügen, der dabei ruhig zerfallen kann. Ein wenig anbraten, dann Tomatenmark und Gewürze hinzufügen. So viel Tomatenmark nehmen, bis es eine pappige Masse ergibt. (Jaaaa, lecker)Das Naan-Brot im Toaster toasten und danach halbieren (es ist innen hohl, so dass 2 flache Brote entstehen) Vorsichtig, heiß!
Dann die Tofu-Gemüsemasse drauftun und schnell aufessen! 🙂

Tofu Rosso und Gemüse auf Naan Brot

Leider ist dieses Gericht durch das Naan-Brot, welches dummerweise Milcheiweis enthält, nicht vegan. Man kann aber statt des Naan-Brotes auch einfach einen Toast oder ein Brötchen nehmen!

Naan-Brot ist eine indische Spezialität, die gern zu allen indischen Essen gereicht wird. Zum Glück muss man Naan-Brot nicht selber backen, denn man kann fertiges Naan-Brot in sehr vielen normalen Supermärkten kaufen. Es gibt verschiedene Varianten, neutrale Sorten oder welche mit typtisch indischen Gewürzen. Ich kaufe gern dieses hier, mit Knoblauch und Koriander.

Naan Brot1Zutaten:
Weizenmehl, Wasser, Rapsöl, Hefe, Zucker, Branntweinessig, Koriander (1,1%), Backtriebmittel (Dinatriumdiphosphat, Natriumcarbonate, Calciumphosphate), Fenchel, Salz, Schwarzkümmel, Knoblauchöl (0,13%), Milchpulver.

Na toll. Milchpulver. War das nötig? Damit ist das Produkt nicht mehr vegan. Daumen runter! Ich werde mal nach einer Alternative suchen…

Lecker ist es dennoch, und so sieht es ohne Verpackung aus:

Naan Brot 2

Man muss das Naan-Brot nun nur noch erhitzen, z.B. in einem Toaster. Es kann auch mit allerlei leckeren Dingen gefüllt werden, da es zweiwandig ist. Oder man ist es klassisch mit Mangochutney zu indischen Reisgerichten.

EnerBio Produkte gibt es bei Rossmann. Die Curry Bratlinge kosten circa 1,50 Euro. Enthalten sind 150g Granulat, daraus kann man etwa 8 Bratlinge machen.

Inhaltsstoffe: Weizen-Bulgur, Haferflocken, Maisgrieß, Möhren, Kartoffelstärke, Lauch, Zwiebeln, Meersalz, Curry, Rohrohrzucker, Ingwer, Pfeffer

Die Zubereitung ist sehr einfach, einfach mit heißem Wasser vermischen und quellen lassen. Danach kann man sie ganz einfach in etwas Öl anbraten. Bei dieserArt Bratling muss man immer darauf achten die Teile nicht zu dick zu machen, sonst bleiben sie in der Mitte matschig. Fertig sehen sie (etwas unscharf) so aus:

Sehr lecker, man kann sie toll zu indischem Essen als Beilagen machen, hier unten mal ein Beispiel mit einer indischen Gemüsepfanne, Reis und Naan-Brot. (Die Gemüsepfanne ist eine variante dieses Rezepts: Vindaloo-Curry-Gemüse)

Poppadums

Poppadums sind seltsame indische Brote, die man in Restaurants, zum Beispiel im Ashoka in Osnabrück oft vor dem eigentlich Essen als Snack bekommt. Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Unten abgebildet einmal die würzige und die „normale“ Variante. Kaufen kann man sie in asiatischen Lebensmittelläden aber auch in den entprechenden Abteilungen im Supermarkt. Diese Poppadams habe ich beispielsweise bei Real gekauft.

Ausgepackt wundert man sich erst einmal. Komische, runde, harte Dinger. Was soll man damit nur machen?

Ein Blick auf die Rückseite verrät: Frittieren. Aber bitte nur von einer Seite. Sagen die! Dann benehmen sich die teile aber sehr seltsam, rollen sich ein und werden komisch. Ich habe inzwischen eine Technik entwickelt bei der ich die Dinger ganz kurz von einer Seite frittiere, dann schnell mit einer Grillzange umdrehe, alles was sich schon eingerollt hat, platt drücke, kurz frittiere und dann bei Bedarf nochmal umdrehe. Tricky me! (Es erfordert etwas Übung. Beim ersten Mal hab ich alle weggeschmissen weil sie verkokelt sind.) So ergibt sich dann folgendes:

Hinterher auf jeden Fall das Fett abtropfen lassen, es gibt nix ekligeres als kaltes Öl auf Poppadums. 😦

Und hier seht ihr nochmal die Poppadums zusammen mit einem indischen Fertiggericht, Reis und indischen Bratkartoffeln:

Hier sind übrigens noch die Inhaltsstoffe:

Plain:UridlinsenMehl, Reismehl, Salz, Kokosnussöl, Säureregulator: E170. Das Produkt Kann Spuren von NÜSSEN enthalten.

Spicy: UrdlinsenMehl, Reismehl, Salz, schwarzer Pfeffer, Kokosnussöl, Säureregulator: E170. Das Produkt Kann Spuren von NÜSSEN enthalten.