Category: Essen nach Region


In London habe ich letztens im Shaad Grill & Bangladeshi Restaurant das leckere Gericht Begun Bharta gegessen. Das war so verdammt lecker und heute hatte ich echt Lust darauf. Aber leider kann man ja nicht eben nur für ein Begun Bharta nach London fliegen. Nichtmal wenn es ein so leckeres ist. Zum Glück habe ich einen Herd und kann gut kochen! Aber natürlich (wie immer) hatte ich weder ein Rezept noch genug Aubergine zur Hand, deswegen habe ich mal wieder improvisiert. Es war super lecker, darum hier mein Rezept.

Man braucht für circa 3 Personen:

1 Aubergine
1 Zucchini
2 große Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
1 Dose gehackte Tomaten
Pflanzenöl (ich habe Olivenöl benutzt)
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Currypulver
Asiatische Würzpaste (ich habe „Madras“ genommen)

und als Beilage Basmatireis und / oder Chapatibrot

Zubereitung:

Den Reis einfach so zubereiten wie ihr das immer macht. Am besten geht das in einem Reiskocher, aber das müsst ihr ja wissen.

Die Zwiebeln ganz klein hacken, Zucchini und Aubergine in  dicke Scheiben schneiden, dann vierteln. Knoblauch pressen. Dose Tomaten öffnen.

Viel Pflanzenöl in der Pfanne erhitzen. Wenn es heiß ist, das Gemüse reinwerfen und bei mittlerer Temperatur so lange braten bis alles schön weich ist. Vor allem Auberginen brauchen viel Öl. Sie sollten nicht mehr bissfest sein, sondern von alleine auf der Zunge zerfallen. Achtet aber auch darauf, dass es nicht anbrennt. Deswegen viel Öl (aber nicht so viel, dass es frittiert), mittlere Temperatur, viel umrührern. Nicht zwischendurch weggehen und Computer spielen oder so! Wenn ihr meint, dass das Gemüse so gut ist, den Knoblauch dazugeben und noch etwas braten. Dann die Dose Tomaten rein und nach Geschmack mit den Gewürzen würzen. Wer es gerne scharf mag, kann noch Chilipulver oder Chilischoten hinzugeben.

Dann ist es schon fertig und kann mit Reis oder Brot gegessen werden. Es ist total lecker und eigentlich recht einfach. So toll wie im Shaad Restaurant habe ich es nicht hinbekommen aber fast so gut. 🙂

Begun

Ich hasse das immer wenn ich Leuten sage, dass ich gerne Sushi esse und die Antwort ist dann: „Ih, roher Fisch!“. Erstens sollte schon längst überall bekannt sein, dass Sushi nicht gleich Fisch ist und zweitens sollten all diese Leute mich längst kennen und wissen, dass ich keine Fische esse! Aber es gibt immer noch so viele Menschen, die denken, dass Vegetarier Fisch essen. Weil ein Fisch ja anscheinend kein Tier ist. Das sind Pescetarier! Leute, die Fisch essen aber kein Fleisch nennt man Pescetarier! Ich bin übrigens ein 8/10-Home-Veganer. Aber genug der Schubladen.

Schon länger hatte ich von einer rein veganen Sushibar in Münster gehört und deren Facebookseite geliket, Samstag war es dann soweit und wir sind gezielt zu dieser Sushibar gefahren. Da Kai kein Sushi mag, haben wir Takeaway genommen. Das war auch besser so, wie sich herausstellte, denn das Ambiente gefiel mir überhaupt nicht. Aber erst einmal von Anfang an. Die Sushibar befindet sich an der Hammer Straße 63 und zwar genau neben einer Kirche. So sieht Makimaki von außen aus:

Makimaki

Wie man im Fenster lesen kann ist Makimaki angeblich die erste vegane Sushibar Europas. Ich vermute einfach, dass das stimmt, ich habe nämlich noch nie vorher von einer veganen Sushibar gehört.

Ich hatte mir vorab schon mal die Speisekarte angesehen und mir das „Super Party Bento“ ausgesucht, so viel Auswahl hat mich nämlich total überfordert und ich wollte gern möglichst viel probieren. Das „Super Party Bento“ besteht aus 40 Stück Sushi, eine Mischung aus Hoso Maki und Ura Maki. Zusätzlich habe ich noch einen Wakame-Salat und zwei Stückchen Inari bestellt, das sind nämlich meine Favoriten. Der Plan war, dass ich Kai mal das Sushiessen beibringe und mit Glück zwei Tage davon essen kann.

Also, wie oben schon angemerkt, der Laden ist eher ungemütlich. Sehr, sehr klein, weiß, steril und es gibt außer einer kleinen „normalen“ Sitzecke nur diese ungemütlichen Barhocker, keine Musik, nur Geräusche aus Geräten. Nichts für mich. Aber egal, Hauptsache das Sushi schmeckt! Ich musste auch gar nicht lange auf meine Bestellung warten obwohl das „Super Party Bento“ sehr umfangreich ist. Anscheinden ist schon ziemlich viel vorbereitet. Schnell war ich also aus dem ungemütlichen Laden wieder raus und im Auto.

Zuhause konnte ich dann erstmal auspacken und vor Freude weinen:

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So viele vegane Sushis! So viele verschiedene! Ich konnte es kaum glauben. Ich habe noch eine schöne Miso-Suppe dazu gekocht und es konnte losgehen. Kai hat, wie er immer so ist, raps raps raps, ein paar gegessen, ohne auf irgendwelche Unterschiede zu achten und meinte dann abschließend: Ja kann man essen. Die Misosuppe hat er nur kurz probiert, igitt! gerufen und stehen lassen. Seufz. So ist er.

Ich wollte nun aber gerne genau wissen, welche Sushis da nun drin waren. Kann ich leider aber so genau gar nicht sagen. Es waren welche mit roter Bete dabei, diese Kombination hat mir nicht so gut gefallen. Die mit Wakame fand ich auch nicht so gut, ich mag Wakame lieber als Salat, darum hatte ich mir den ja auch zusätzlich bestellt. Der Rest aber war super. Vor allem dieser vegane Frischkäse. Grandios. Die Inaris (das sind die extra bestellten in der linken runden Schüssel) schmeckten genauso gut wie in jeder Sushi-Bar. Dabei handelt es sich übrigens um mit Reis gefüllte süßliche Tofutaschen. Die sind so toll!

Fazit: Ich würde da immer wieder kaufen. Das Party Bento hat drei Tage gereicht (am dritten Tag war es nicht mehr so lecker, weil der Reis antrocknet, aber das ist wohl normal). Ich bin jetzt traurig, dass ich kein Sushi mehr habe, ich könnte mich allein davon ernähren. Ich möchte neben dem Laden einziehen und eine Sushi-Flatrate buchen. Toll: Es gibt auch einen Lieferservice!

Kritikpunkte: Der Laden hat keinerlei Ambiente, man will sich da nicht aufhalten und ich finde es schade, dass man die verschiedenen Sushis in der Partybox nicht identifizieren kann. Ist halt dann eine Überraschungsbox. Und ganz minimal finde ich den Reis nicht so gut wie ich ihn schon bei anderen Sushibars gegessen habe.

Nach Studium der Website stellte ich fest, dass es auch ein Makimaki in Osnabrück und eins in Dortmund gibt. Geht da hin Leute. Absolute Empfehlung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe in Glasgow mit Lottie furchtbar leckere Mac & Cheese gegessen. Dummerweise habe ich mir nicht gemerkt in welchem Restaurant das war. Jetzt werde ich für immer auf der Suche nach den ultimativen Mac & Cheese sein. Selber machen mag ich die nicht, ich koche nicht mehr gern unvegan. Darum könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als plötzlich ein veganes Mac & Cheese Rezept auf meiner Facebookwand auftauchte! Hab ich direkt ausprobiert. Ich hatte zwar keine Maccaroni da, aber Spaghettini tuns ja auch, ne?

Zutaten für 4 Personen):

2 Zwiebeln
2 Möhren
3 Kartoffeln
eine Tasse Cashewkerne
Gemüsebrühe
Kurkuma
Salz
Pfeffer

Zubereitung: Das Gemüse in Gemüsebrühe kochen, bis es weich ist. Das Wasser sollte das Gemüse bedecken, aber mehr auch nicht. Wenn alles weichgekocht ist, die Tasse Cashews, Salz und Pfeffer reinwerfen und pürieren. Fertig. So sieht es aus:

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Es ist sehr dickflüssig, aber das ist Käsesauce ja auch, oder? Ach ja, man muss auch Nudeln kochen. Wenn die auch fertig sind: Sauce drauf, reinhauen.

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Fazit: Einfach, schnell, vegan, lecker ABER leider die Enttäuschung: Es schmeckt nicht wie Mac and Cheese. Am nächsten Tag habe ich dann die Reste noch mit Spinat vermischt, das war auch lecker. Aber kein Mac and Cheese. Seufz.

Wie ihr ja gemerkt habt, bin ich derzeit noch etwas im Schottland-Wahn. Deswegen wollte ich jetzt Scones machen, davon habe ich in Schottland nämlich auch ein paar ganz vorzügliche gegessen. Generell ist diese Afternoon Tea Sache ne gute Idee. Sowas sollte es hier auch geben. Da wird nämlich nicht nur Tee serviert sondern auch Sandwiches, kleine Kuchen und natürlich besagte Scones. Hier mal ein Bild von so einer Afternoon-Tea-Platte, die wir im Golden Lion Hotel in Stirling bekommen haben:

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Dann braucht man aber kein Abendessen mehr. Die kleinen Dinger da oben drauf sind die Scones. Und die wollte ich nun nachmachen. Schnell wurde ich von meiner Freundin Émilie mit einem Rezept versorgt. Aber irgendwie hatte ich Lust das zu veganisieren, darum habe ich das gemacht! Das braucht man:

350g Mehl (und etwas mehr noch, zum Bestäuben)
1/4 TL Salz
1 Esslöffel Backpulver
85g Margarine
3 TL Zucker
175ml Sojamilch
1 Röhrchen Vanillearoma
Saft einer halben kleinen Zitrone
Erdbeermarmelade und (vegane) Sahne

Und so geht’s:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Backblech schon reinstellen.

Mehl und Backpulver in einer Schüssel vermischen, dann mit der Hand die Margarine darin verkneten bis es alles so krümelig ist. Dann macht man eine Mulde in die Mitte.

Sojamilch erwärmen. Nicht kochen. Vanillearoma und Zitronensaft reinrühren. Dann in die Mulde gießen und das ganze mit einem Messer oder so umrühren.

Eine Knetfläche suchen gehen. Arbeitsplatte oder Brettchen oder so. Mehl draustäuben. Teig draufkippen. Und dann mit bemehlten Händen kneten ein bisschen, bis alles gleichmaßig ist. Weil es klebt, braucht man vielleicht viel Mehl.

Dann muss man den Teig in 16 gleiche Teile teilen und Kugeln formen. Die dann etwas plattdrücken und ab in den Ofen. Nach 10 bis 15 Minuten ist es fertig! Es soll leicht braun sein.

Durchschneiden, Marmelade und Sahne drauf, essen! YAY!

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(Ich gebe zu, die Sahne auf dem Bild ist böse Kuh-Sahne)

Ich war letztens mal wieder in Schottland. Und da habe ich in einem Restaurant, dem Whiski Rooms in Edinburgh nämlich, vegetarischen Haggis gegessen. Übrigens ein gar vorzügliches Restaurant. Da sollte man hingehen, wenn man in Edinburgh ist. Die meisten von euch werden den Begriff „Haggis“ schon einmal gehört haben. Für alle anderen: Haggis ist etwas ziemlich Ekliges. Das will man gar nicht essen. Ich zitiere mal aus Wikipedia:

„Haggis ist eine Spezialität aus der Schottischen Küche und besteht aus dem Magen eines Schafes, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Haggis ist mit Pfeffer scharf gewürzt, und das Hafermehl verleiht ihm eine etwas schwerere Konsistenz als Wurst.“

Ja. Warum sollte man das essen wollen? Ich weiß es auch nicht. Vielleicht weil man ein totaler Schottland-Fan ist, so wie ich. Als ich jedenfalls „Vegetarian Haggis“ auf der Speisekarte las, wollte ich es. Was bleibt da noch über wenn man die ekligen Sachen alle rausfischt? Ich hatte keine Ahnung. Bekommen im Whiski Rooms habe ich jedenfalls dies hier:

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Ich habe schon die verschiedensten Reaktionen auf dieses Bild erhalten. Von: „Boah, das sieht ja gigantisch aus“ bis „Das sieht aus wie das Zeugs, was die Kandidaten im Dschungel essen. Känguruhhoden?“, Ich finde jedenfalls, es sieht lecker aus. Das ganz links ist der Haggis, daneben sind „neeps“ (Steckrüben) und „tatties“ (Kartoffeln) und ganz rechts in dem klenen Topf ist Whiskysauce. Das ganze war so lecker, dass ich es vor meiner Abreise nochmal dort bestellt habe. Jawohl. Und wehmütig dachte ich am Flughafen daran, dass ich jetz ganz lange keinen vegetarischen Haggis mehr essen kann, ich hatte ja keine Ahnung was drin war. Aber was fand ich im Duty Free Shop? Dies hier:

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Und das im Supersonderangebot für nur 10 Pfund für 2 Packungen! Yeah. Schweineteuer eigentlich. Für zwei 232g Dosen (Abtropfgewicht). Aber egal, ich wollte es und habe es gekauft! Hinten auf der schönen Packung stehen die Zutaten drauf:

Haferflocken, Zwiebeln, Steckrübe, Pflanzenölflocken, Kidneybohnen, rote Linsen, Pilze Salz, Pfeffer.

Also erstmal: Warum tun die da Steckrüben rein? Steckrüben müssen doch als Beilage! Und was zur Hölle sind Pflanzenölflocken? Vielleicht hab ich auch was falsch übersetzt….glaub ich aber nicht. Jedenfalls ist das Produkt nicht nur vegetarisch sondern vegan! Yay! Außerdem steht drauf, dass ein „kompletter Haggis in synthetischer Haut (nicht essbar)“ enthalten ist. Aha. Nun gut.

Zuhause hab ich den schönen Karton geöffnet und eine nicht ganz so schöne Dose kam zum Vorschein:

20150710_190841Diese wiederum geöffnet enthüllte….viel Wasser.

20150710_190920Da schwimmt echt son wurstartiges Teil drin. Mmh. und irgendwie….wird es immer weniger

20150710_191012Plötzlich scheint das ganze nur noch halb so groß. Ich denke mit Wehmut an meine 10 Pfund zurück….Nun ja. Irgendwie dachte ich, dass das Teil schon fertig ist, aber nein, weit gefehlt. Laut Anleitung auf der Dose muss man es für 35 Minuten köcheln lassen. Mikrowelle geht aber auch. Dafür muss man aber vorher die Haut abmachen. Ich habe eh keine Mikrowelle. Also Herd. Nach 35 Minuten habe ich vorsichtig (steht auf auf der Packung, dass man vorsichtig sein muss) die Wurstpelle angestochen und direkt kam Zeugs rausgequollen. Ih. Nicht gerade lecker. Das gab sich dann aber und ich hab die Wurst durchgeschnitten. Erster Geschmackstest ergab: Ist okay, aber nicht so lecker wie der im Whiski Rooms. Und so pur kann man den Haggis natürlich auch nicht essen, darum jetzt mein Rezept!

Haggis mit Butternutkürbis (in Ermangelung von Steckrüben), Kartoffelbrei und Whiskysauce

Ich wollte das gerne so klassisch haben, wie oben auf dem Bild. Aber da ich um diese Jahreszeit keine Steckrübe kriege, muss ein Butternutkürbis dran glauben! Und ich weiß auch gar nicht wie diese Whiskysauce geht, da hab ich einfach ein Rezept aus dem Netz geklaut. Und ich wollte auch etwas Deko oben drauf, aber ich habe keine Ahnung was das Grüne im obigen Bild ist, deswegen dachte ich an Mandelblättchen und Frühlingszwiebeln. Leider nicht 100 Prozent vegan, ich forsche weiter. Und so geht’s

Zutaten für 3 bis 4 Personen:

1 oder 2 Packungen Haggis (ist schon wenig drin in so ner Packung…)
1 Butternutkürbis
so circa 8-12 Kartoffeln
Olivenöl
Albaöl (oder Butter)
2 EL Scotch
2 EL Senf
2 TL Honig
350 ml Sahne
Salz
Pfeffer
Mandelblättchen
3 Frühlingszwiebeln

Für mein Saucen-Update: Mehl, Zucker, Margarine

Zubereitung:
1. Butternutkürbis längs in vier Teile schneiden, Kerne entfernen. Mit Olivenöl einreiben und bei 175 Grad im vorgeheizten Backofen mit der Schale nach oben 45 Minuten garen. Zwischendurch mal auf die andere Schnittfläche drehen. Wenn es fertig ist, sieht es so aus, ich hab mal eins umgedreht:

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Dann das weiche Innere herauskratzen und pürieren. Schöner wäre es, wenn es gröber bliebe, aber diese nervigen Fäden kriegt man da nicht komplett raus, also lieber pürieren. Man muss das nicht weiter würzen, es schmeckt jetzt schon super.

2. Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen, bis sie weich sind. Wasser abgießen. Etwas Butter oder Albaöl, sowie 50 ml Sahne, Salz und etwas Pfeffer hinzugeben. Mit einem Kartoffelstampfer grob zerstampfen. Fertig.

3. Den Haggis nach Packungsanweisung zubereiten. Haut entfernen.

4. Die Frühlingszwiebeln kleinschneiden und mitsamt ein paar Mandelblättchen in etwas Olivenöl anbraten

5. 300 ml Sahne mit 2 EL Senf und 2 TL Honig mischen, erhitzen. Wenn es fast kocht 2 EL Scotch hinzufügen, alles umrühren. Übrigens: Ich habe gar keinen echten Scotch genommen, sondern Tullamore Dew, der ist aus Irland. Geht aber auch. Nehmt aber bloß keinen Bourbon oder sowas!

UPDATE: Ich habe die Sauce verbessert. Man nehme 6 TL Zucker und karamellisiere ihn mit Margarine in einem Topf. Dann gießt man Whisky hinzu, viel Whisky und rührt es um. Dann etwas Sojasahne hinzu und Mehl zum andicken einrühren. Immer noch nicht wie das Original, aber viel besser als meine ursprüngliche Version!

Der Trick ist, dass alles gleichzeitig fertig sein muss. Timing ist alles. 😀

Dann kann man es so anrichten:

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Fazit: Es war richtig lecker. Vor allem der Kartoffelbrei und der phänomenale Butternutkürbis. Sowohl der Haggis als auch die Whisysauce waren im Whiski Rooms besser. Diese Sauce war ein Highlight. In meiner war eindeutig zu viel Senf und auch zu viel Honig, das muss reduziert werden. Ich habe inzwischen auch rausgefunden, dass im Whiski Rooms auch ein Fertigprodukt für den Haggis verwendet wird, und zwar der von Macsween’s. Muss ich irgendwie rankommen. Und wer einen Tip für bessere, vielleicht sogar vegane Whiskisauce hat: Her damit!

Lange hatte ich schon nach diesem Braten gelechzt, aber bislang ist nie etwas daraus geworden, denn erstens: Was soll ich mit 750 g anfangen? und zweitens: Er ist teuer! Wenn der Braten nicht gerade irgendwo im Angebot ist kostet er über 15 Euro. Da hab ich mich immer irgendwie nicht rangetraut. Aber jetzt sollte ich ein Menü zu Weihnachten kochen, da eignet sich der doch hervorragend. Ist ja immerhin ein VESTTAGSbraten. Also hab ich den Braten bestellt. Hier isser!

Braten1

Sieht doch ganz gut aus eigentlich! Das ist drin:

Seitan (Wasser, Weizeneiweiß) 85%, Haferfaser, Zwiebeln, Salz, Hefeextrakt, Sojasauce (Wasser, Sojabohnen, Meersalz), ölsäurereiches (High-Oleic) Sonnenblumenöl, Flohsamenpulver, Gewürze, Verdickungsmittel Guarkernmehl

Oh, Seitan. Dann kann ich ja wieder meinen alten Witz mit „Satan“ machen. Ich habe also einen Satansbraten gekauft! (Okay, Schluss mit den Kalauern…)

Also. Ich wusste nicht so recht, was ich jetzt genau mit dem Braten machen soll, bei klassischer deutscher Küche bin ich immer schnell überfordert. Also schnell Mama angerufen, die hat mir vorgeschlagen das Ding in einen Bratschlauch zu packen, zusammen mit Rotwein und Brühe und Gewürzen und das in den Ofen zu tun. Toll, hab ich gesagt, wo soll ich denn jetzt einen Bratschlauch hernehmen? Ich habe mir da irgend so ein traditionelles Kochgerät drunter vorgestellt. Aber weit gefehlt! Prompt wusste Mama die Lösung: Es gibt da so Folien, da kann man Stücke abschneiden und die kommen dann mit in den Ofen. Folien? Die man in den Ofen tun kann? Laut meiner Mutter ist diese Erfindung schon 30 Jahre alt. Wieso kenne ich das nicht? Ich habe diese Folie also auspropiert.

Braten2

Das ist der Braten in einer Marinade aus Brühe, Rotwein, Salz, Pfeffer, Paprikagewürz und Lorbeerblättern. Da hab ich ihn erstmal ein paar Stunden dringelassen. Kann ja nicht schaden! Dann habe ich ihn in den Ofen gepackt und bei 200 Grad 20 Minuten dringelassen. So sah er dann aus:

Braten4

Dazu hatte ich mir folgende Beilagen überlegt:

Apfelrotkohl
Erbsen und Möhren
Rosenkohl
Kartoffeln
Pilzsauce

Getacht, getan. Da sind die Beilagen:

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Man braucht ganz schön viele Töpfe….Und da dass alles total lecker war (soviel kann ich schonmal verraten), hier die Vorgehensweise. Das ganze ist etwa für 4 bis 5 Personen gedacht.

Kartoffeln:
Zutaten:
Kartoffeln (So viele ihr braucht)
Salz
Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen. Fertig. Das war einfach.

Apfelrotkohl:
Zutaten:
1 Glas Apfelrotkohl

Man gehe in ein Geschäft und kaufe dort ein Glas fertigen Apfelrotkohl. Hier muss man aufpassen, dass kein Gänsefett drin ist! Manchmal schmeißen die da sowas rein! Den Rotkohl muss man nur in einen Topf tun und erwärmen. Man kann etwas Wasser hinzugeben, damit man es besser umrühren kann, das kippt man dann hinterher wieder ab. Natürlich könnte man auch einen frischen Rotkohl kaufen und hacken und mit Apfelstückchen vermischen und sich noch 2 Stunden mehr Arbeit machen. Hatte ich aber keine Lust zu.

Erbsen und Möhren:
Zutaten:
1 Dose Erbsen und Möhren
Salz
Agavendicksaft
1 TL Pflanzenmargarine

Wir sagen hier ja Erbsen und Wurzeln. Aber auf den Dosen, die man kaufen muss, steht das nicht. Da steht Erbsen und Möhren. So eine kauft man. Ja, auch hier ein Fertigprodukt, meine Lebenszeit ist begrenzt. Die Erbsen und Wurzeln kippt man einfach in einen Topf, erhitzt sie, gießst das Wasser ab und fügt dann etwas Pflanzenmargarine, eine Prise Salz und einen TL Agavendicksaft hinzu. Umrühren, fertig.

Rosenkohl:
Zutaten:
1 kleines Paket TK-Rosenkohl
1 Packung Sojasahne
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Bund Petersilie
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Auch hier kein frischer Rosenkohl. Könnt ihr natürlich machen. Hatte ich aber keinen Nerv zu! Den TK-Rosenkohl in einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser geben und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Wasser abgießen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Kleingeschnittene Zwiebeln hinzufügen und kurz anbraten. Rosenkohl und zerdrückten Knoblauch dazu geben. Immer mal umrühren. Dann mit Salz und Pfeffer würzen. Die Sojasahne einrühren und kurz einkochen lassen. Dann die gehackte Petersilie unterrühren

Pilzsauce
Zutaten:
500 g Champignons
2 rote Paprika
2 Möhren
2 Zwiebeln
vegane braune Instantsauce
Rotwein! (Eine Tasse sollte reichen. Hicks)
1 Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
Paprikagewürz
Agavendicksaft
Olivenöl

Diese Sauce hab ich erfunden. Sie ist super und ich bin stolz darauf! Sie geht so:
Die Paprika entkernen und die Möhren, Zwiebeln und die Knoblauchzehe schälen. Dann müssen die in GANZ kleine Stücke gehackt werden. Ich habe dazu so ein kleines Häckselgerät, das müssen wirklich ganz kleine Stückchen sein. Diese Mini-Stückchen brät man dann in Olivenöl an. Wahrscheinlich ist die Pfanne dann voll, dann muss man für die Pilze eine andere nehmen. Die Pilze werden geviertelt und ebenfalls in Olivenöl angebraten. Wenn man eine riesige Pfanne hat, kann man bestimmt auch alles in eine tun, aber Pilze müssen schon direkt Bodenkontakt (und Ölkontakt) haben, damit sie gut werden. Wenn die Pilze etwas geschrumpft und gebräunt sind wirft man sie dann zu dem restlichen Gemüse. Jetzt kann man es mit Salz, Pfeffer und Paprikagewürz würzen und ordentlich Rotwein dazugeben. Zum Binden kann man dann eine vegane Instantsauce nach Packungsanweisung dazu tun. Dann noch etwas Agavendicksaft rein und fertig ist die Sauce! Genial. Schmeckt zu allem!

Fertig angerichtet auf dem Teller sieht es dann so aus:

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Toll oder?

Und wie hat jetzt der Braten geschmeckt? Sehr, sehr gut. Saftig und zart, schöne Konsistenz, geschmacklich kann ich das nicht so genau definieren. Sehr intensiv, das kann natürlich auch an meiner Marinade gelegen haben. Ich würde den Braten jedenfalls wieder kaufen. Auch wenn mich der Preis immer noch etwas stört, aber gut, sowas isst man ja auch nicht jeden Tag. Es ist auch noch ne Menge übergeblieben, wir konnten am nächsten Tag nochmal davon essen. Jedenfalls gibt’s ne absolute Kaufempfehlung!

Es gab übrigens noch einen Nachtisch. Den könnt ihr euch hier ansehen!

Ich möchte euch heute schon wieder ein indisches Restaurant vorstellen, nämlich das Indian Curry House in Münster. Schon seit langer Zeit gehen wir immer mal wieder gerne da hin. Es befindet sich an der Hammer Str. 24 und es ist leicht an einem schönen lila Outfit zu erkennen. So sieht es aus:

Indian Curry 1

Ich sollte aber vorweg sagen, dass es sich beim Curry House nur um einen kleinen Imbiss handelt, nicht um ein schönes Restaurant mit atmosphärischem Ambiente. Nein, wirklich nicht. Es ist ein total kleiner Raum, vollgestopft mit fünf Tischen, an denen jeweils vier Personen sitzen können. Das Curry House ist wirklich nur so breit wie auf dem Bild. Stellt euch euer Wohnzimmer vor, völlig überbevölkert. So geht es manchmal im Indian Curry House zu. Manchmal hat man auch Glück und man ist ganz alleine da, dann geht es mit dem Essen auch total schnell, manchmal wartet man länger, denn es kommt vor, dass nur ein Mensch da ist, der gleichzeitig kocht, bedient und kassiert.  Einmal hatten wir auch richtig Pech, da war kein Tisch frei. Man kann aber auch nicht gut auf einen Tisch warten, denn es ist zu klein im Curry House. Außerdem stehen in einer Ecke auch noch hässliche Kisten rum, die Tür geht oft auf und nicht von alleine wieder zu, so dass es manchmal zugig und kalt dort ist. Jedenfalls im Winter. Das einzige halbwegs Schicke in dem Laden ist ein indisch anmutender Deko-Sonnenschirm, der an einer Säule angebracht ist.

Warum, fragt ihr euch, sollte man da dann hingehen? Warum ist es dort überhaupt überbevölkert? Wer geht denn da hin? Lustigerweise ein äußerst gemischtes Publikum. Natürlich sind viele Studenten unter den Gästen, aber ich habe schon alle möglichen verschiedenen Leute dort gesehen. Rentner, reich aussehende Ehepaare, die anscheinend auf einem Shoppingtrip waren, Familien, Liebespaare. Seltsam. Aber irgendwie wieder auch nicht, denn man wird immer total nett bedient, alle, die dort arbeiten sind sehr freundlich und das Essen – das Wichtigste – ist lecker und meiner Meinung nach besser als in so manchem luxuriös erscheinenden Edel-Restaurant.

Im Folgenden mal ein paar Bilder von unserem gestrigen Essen:

Indian Curry 3Das hier ist eine Vorspeise, Singgara: Gefüllte Teigtaschen mit Kartoffeln und Zwiebeln, serviert mit Tamarindsauce,

Indian Curry 2eine weitere Vorspeise, Deem Paratha: Fladenbrot in Ei gewälzt und gebacken,

Indian Curry 5Dal Bahar: Rote Linsen, Tomaten, Knoblauch und indische Gewürze in Butter gebraten,

Indian Curry 6und schließlich Begun Basa: Gebratene Auberginen mit einer milden Currysauce.

Indian Curry 4Dazu gab es Mango Lassi, ein Joghurtgetränk.

Gut, zugegeben, es sieht alles nicht sehr appetitlich aus. Sind vielleicht nicht gerade die Kings of Food Arranging. Aber dafür sind sie die Kings of Cooking. Ausnahmslos alles, was wir bisher im Indian Curry House gegessen haben, war lecker (wenn auch etwas sehr fettig). Ein weiterer Vorteil: Das Essen ist recht günstig. Das teuerste vegetarische Hauptgericht, Sabzi Biryani, kostet 6,50 €. Da kann man dann schon mal Abstriche am Ambiente und an der Deko machen. Hier ist die komplette Speisekarte:

Indian Curry 8

Indian Curry 7Wie ihr seht, sind neben den extra als vegetarisch gekennzeichneten Gerichten auch eine Suppe, vier der fünf Vorspeisen, ein Paratha, ein Salat und ein Biryani vegetarisch. Ich weiß allerdings nicht inwieweit die Speisen auch vegan sind, das müsste man mal erfragen.

Das Indian Curry House hat auch eine (sehr rudimentäre) Website. Die könnte man auch mal aktualisieren. Da steht immer noch „6 Jahre in Münster“, dabei hab ich im Laden glaub ich ein Schild „10 Jahre in Münster gesehen“. Da wird’s doch mal Zeit für ein Update, oder?

Die Öffnungszeiten sind übrigens auch toll: Montag – Sonntag: 11:30 – 22:30 Uhr. Was will man mehr? Ach, ich weiß, einen Lieferservice! Den gibt’s auch, leider wohnen wir zu weit weg. Geliefert wird täglich von 18:00 – 21:30 Uhr. Testet das mal, liebe Münsteraner.

Fazit: Der Ästhet sollte fernbleiben, der Feinschmecker hingehen!

Als Kai und ich letztens für einen Tag an der Nordsee waren, wollten wir abends gerne noch etwas essen gehen. Wir hatten das Auswandererhaus in Bremerhaven besucht, ein lohnendes Erlebnis nebenbei bemerkt. Als wir nun überlegten, wo wir nun nach dem Museumsbesuch essen gehen könnten, fiel uns ein, dass wir vor etwa einem Jahr in Lohne ein indisches Restaurant, das Maharaja, entdeckt hatte. Damals hatten wir ein in Lohne ein Auto kaufen wollen, uns dann aber umentschieden und waren stattdessen indisch essen gegangen. Ist ja auch billiger als ein Auto. Und leckerer. Damals hatten wir einen sehr positiven Eindruck vom Maharaja gewinnen können, uns war nur schleierhaft gewesen, weshalb wir trotz des überdurchschnittlich leckeren Essens die einzigen Gäste gewesen waren. Neben Lohne liegt übrigens noch Dinklage, aus diesem Ort kommen die Vorfahren des genialen Schauspielers Peter Dinklage, den manche vielleicht als Tyrion Lannister aus Game of Thrones kennen. Aber ich schweife ab!

Lohne liegt ja quasi auf dem Weg vom Meer nach uns zu Hause und so riefen wir also dort an, um uns zu vergewissern, dass das Restaurant noch existierte und um einen Tisch zu reservieren. Die Reservierung wurde geradezu begeistert aufgenommen, was uns einerseits freute, andererseits aber wieder nachdenklich stimmte. Hat das Maharaja etwa mit leeren Stühlen zu kämpfen? Und wenn ja, warum?

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Nun denn, wir kamen nach etwa 2 Stunden in Lohne an und fanden das Maharaja dank Navi auch sofort wieder. Ursprünglich war es mal ein indisch-italienisches Restaurant, das Wort „italienisch“ war abgeklebt worden, aber noch lesbar. Irgendwie niedlich. Die Kombination ist so unpassend, dass sie fast schon wieder lustig ist. Wir betraten das Restaurant, wurden überaus freundlich begrüßt und durften uns einen Tisch aussuchen. Denn es war alles frei. Außer uns war kein einziger Gast im Restaurant. Dennoch empfanden wir die Situation nicht als ungemütlich, indische Musik lief im Hintergrund, die Atmosphäre war gemütlich und das Restaurant war in einem angemessenen (und nicht überladenem) indischen Stil eingerichtet. Wir bekamen schnell die Karte, in der es neben zahlreicher Fleischgerichte auch eine große Auwahl vegetarischer Gerichte gab. Wir hatten uns schnell festgelegt, ein vegetarisches Thali sollte es sein. Das Thali ist laut Speisekarte eine Auswahl verschiedener Kleinigkeiten: 2 Gemüsegerichte, Daal, Raita, Nan-Brot und Basmatireis. Wir hatten auch noch überlegt eine Vorspeise zu bestellen, es gibt dort nämlich eine gemischte vegetarische Vorspeise für zwei Personen, die aus fünf verschiedenen Gemüsegerichten besteht, aber wir waren uns nicht sicher, ob das dann nicht alles zu viel wird. Die nette Bedienung meinte, es könnte wohl zu viel sein, und dass wir sowieso noch eine Vorspeise auf Kosten des Hauses bekämen. Das freute uns, wir fanden diese ehrliche Einschätzung, die das Restaurant um 8.90 € brachte, sehr sympathisch und verzichteten auf die Vorspeise.

Schnell bekamen wir unsere Getränke, zwei Mango-Lassis und die angekündigte Vorspeise:

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Hierbei handelte es sich um einige kleine Poppadam-Brote mit drei verschiedenen Dips. Bei dem rötlichen Dip handelte es sich um eine Art Mango-Chutney (süßlich), das grüne war ein sehr scharfer Minze-Dip und das weiße war milde Joghurt Raita. Alle drei Dips waren sehr gut und die Poppadams waren knusprig und lecker. Zusammen mit unseren Mango-Lassis war das schon mal eine leckere Vorspeise.

In der Zwischenzeit kamen dann noch weitere Gäste, die sich an einem indischen Buffet gütlich taten. Wir sind nicht so die Buffet-Fans, weil die vegetarischen Gerichte dort oft langweilig sind und nur als Beilagen zum Fleisch dienen. Dennoch waren wir neugierig und wollten später mal danach fragen. Aber da kam auch schon unser Hauptgericht:

Maharaja2Ich erklär mal entgegen den Uhrzeigersinn. Neben dem Basmatireis gab es also die Raita, die wir schon von der Vorspeise kannten, einen unangekündigten Salat, dann ein Curry-Gemüsegericht, Daal (ein Linsengericht) und Palak Paneer, das besteht aus indischem Käse mit Spinat. Das auf dem Bild ist also ein Essen für eine Person, wir bekamen jeder so eine Platte. Und deshalb hatte die Dame auch recht, eine Vorspeise wäre zu viel des Guten gewesen. Dazu gab es auch noch Butter Naan Brot, es war also reichlich. Alles, aber auch wirklich alles an diesem Thali war lecker. Der Salat war vielleicht ein wenig langweilig, aber so als Beilage war der schon in Ordnung. Das schöne ist, dass man einen Einblick in die indische Küche bekommt und viele leckere Kleinigkeiten probieren kann. Dazu trank ich ein indisches Bier, das einfach wie ein normales Pils schmeckte. Ich kann das aber auch nicht beurteilen, ich bin kein großer Pilstrinker.

Zum Abschluss haben wir uns dann noch einen indischen Rum bestellt, den Old Monk, der furchtbar lecker war und irgendwie nach Schokolade schmeckte. Der ging dann nachher unerwarteterweise auf’s Haus. 😀

Wir haben dann auch noch nach dem Buffet gefragt. Es war wohl trotz der hervorragenden Qualität des Thali ein Fehler, selbiges zu bestellen, denn das Buffet besteht fast nur aus vegetarischen Gerichten. Dieses kann man Freitags, Samstags und Sonntags Abends für 13,90 genießen und man bekommt sogar noch zusätzlich Speisen an den Tisch gebracht, denn laut der Inhaber müssen die frisch serviert werden. Daran sollte sich so mancher Mongole in unserer Gegend mal ein Beispiel nehmen.

Unser Fazit ist also durchweg positiv. Wir verstehen immer noch nicht, wieso nur so wenig Gäste das Maharaja besuchen. Ich habe dann auch nochmal gegoogelt und auch im Internet fast nur positive Bewertungen gefunden, zum Beispiel hier auf yelp. Vielleicht liegt es an der Gegend, vielleicht mag man in Lohne kein indisches Essen. Oder den Menschen gefällt nicht, dass die Inhaber sehr gesprächig sind, so bekamen wir gratis zum Essen noch philosophische Theorien geliefert. 🙂 Uns hat das wirklich nicht gestört, und selbst wenn, das Essen ist so super, dass sowas doch kaum ins Gewicht fällt. Ich möchte euch dieses Restaurant also wirklich uneingeschränkt empfehlen, denn ich war schon oft indisch essen, und hier schmeckt es wirklich außergewöhnlich gut! Wir müssen uns wohl noch mehr Gründe ausdenken, um öfter mal nach Lohne zu fahren.

Bei Rewe in der Kühltheke habe ich beim letzten Einkauf die Produkte der Firma Natsu entdeckt. Neben verschiedenen Sushi-Variationen, die leider außer einer (Sumida) allesamt mit Fisch sind, gibt es auch noch Sandwiches, Wraps, Suppen, Saucen und Salate. Einer dieser Salate landete in meinem Einkaufswagen, nämlich der sogenannte Edamame-Salat.

Edamame Salat

Edamame kannte ich bislang nicht und ich habe mich im Internet mal schlau gemacht. Die Seite Essen & Trinken berichtet:

„Der japanische Begriff Edamame heißt so viel wie “Bohnen am Zweig” und bezeichnet zum einen die noch unreif geernteten Sojabohnen selbst, zum anderen eine daraus zubereitete beliebte Speise: Die im ganzen gegarten Bohnen werden in japanischen Izakaya (Kneipen) zum Bier gereicht.“ Oh, Bier! Schade, dass ich kein Bier da habe… dann schreiben sie noch: „Edamame haben im Gegensatz zur reifen Sojabohne eine leuchtend grüne Farbe und eine weiche Konsistenz. […] Edamame enthalten besonders viele Proteine und Ballaststoffe. Das macht sie ernährungsphysiologisch zu einer wertvollen Snackalternative zu Chips oder Flips.“

Hört sich gut an! Bier mit Edamame-Snacks, muss ich mal ausprobieren. Vielleicht kann man die ja irgendwo ohne Salat kriegen, es wäre etwas nervig, die erst da raussuchen zu müssen.

Im Edamame-Salat sind aber nicht nur diese Edamame, sondern auch viele andere leckere Dinge: Quinoa, Zucchini, rote Paprika, Karotten, Frühlingszwiebeln, Petersilie und dazu gibt es noch ein kleines Tütchen mit Misodressing. Dieses enthält Misopaste (Wasser, Sojabohnen, Reis, Salz, Alkohol), Reisessig (Wasser, Essigsäure, Reiseiweiß), Wasser und Zucker. Der Salat ist damit vegan. Sehr schön!

Wenn man den Salat mit dem Misodressing vermischt sieht er so aus:

Edamame Salat2

Lecker oder? Nur etwas wenig vielleicht, so als Hauptmahlzeit. Deswegen habe ich mir noch ein Brot mit Tomaten gemacht, als Beilage. Dann hatte ich genug essen, und es war auch wirklich sehr lecker. Die Edamame Bohnen haben eine angenehme Konsistenz, genau wie der Quinoa. Durch das separate Dressing ist es nicht durchgematscht, sonder locker und bissfest. Der Salat hat mir sehr gut geschmeckt und ich werde ihn beim nächsten Mal wieder kaufen. Die Kombination mit meinem Tomatenbrot kann ich auch nur empfehlen, allerdings kann man Tomatenbrot zu fast allem essen.

Es gibt auch noch weitere Salate der Firma, die ich interessant finde, z.B. einen Bulgursalat, der leider Karmin enthält, das aus Schildläusen hergestellt wird. Das ist übrigens sehr eklig. Warum sollte man Läuse in seinem Essen haben wollen? Bah! Ansonsten gibt es noch zwei vegetarische Salate: Linsensalat und Quinoa-Salat.

 

Porree-Kohl-Pastete

Dieses Rezept habe ich – man glaubt es kaum – damals im Hauswirtschaftsunterricht in der Schule kennengelernt. Vor mittlerweile über 20 Jahren. Sonst ist aus dem Unterricht nicht viel hängengeblieben, es war auch so viel Theorie dauernd. Enzyme und son Zeug. Laaaaaangweilig! 😀 Die Porree-Kohl-Pastete ist nicht vegan, aber vermutlich veganisierbar, wenn man sich ein bisschen auskennt. Dies sind aber erstmal die Zutaten, die das Rezeot verlangt:

300 g Porree
½ Kilo Weißkohl
225 g Blätterteig
25 g gehackte Mandeln
125 g Appenzeller
100 g Schafskäse
3 Eier
½ Becher saure Sahne
Salz
Pfeffer
Pflanzenöl

Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass man die Eier auch einfach weglassen kann. Die schmecken eh nicht. Also raus damit. Dafür nehme ich immer etwas mehr saure Sahne und Käse. Und Mandeln. Müsst ihr mal ausprobieren, wie euch das schmeckt.

So geht’s:

Erstmal muss der Blätterteif auftauen. Ich vergesse immer, den vorher aus der Truhe zu nehmen, also das als erstes machen. Jetzt hat der Teig auch viel Zeit aufzutauen, denn man ist jetzt erstmal mit dem Gemüse beschäftigt. Das (den?) Porree muss man in Ringe schneiden und den Weißkohl in Streifen. Bei Weißkohl muss man etwas rabiat werden, ich empfehle ein langes, gutes Messer! Oder ein Hackebeil und viele Aggressionen, die man abbauen möchte!
Das ganze Gemüse wird dann in kochendem Wasser 4 min gegart. Anschließend muss man es abgießen und gut abtropfen lassen.
Jetzt braucht man eine Springform. Das ist dieses runde Teil, in dem man Kuchen machen kann. Die Form muss man mit dem Öl einfetten und dann mit dem Blätterteig auslegen. Also unten auf dem Boden muss Teig sein, am Rand auch und man braucht auch hinterher noch etwas um die Decke zu bilden. Darauf achten, dass nirgendwo Löcher drin sind, sonst läuft alles aus!
Jetzt werden die gehackten Mandeln auf den Teigboden gestreut. Die sind lecker, da kann man echt wohl mehr von nehmen.
Nun ist der Käse dran! Der wird gewürfelt und in eine große (!) Schüssel geschmissen, in die man auch die saure Sahne kippt und wenn man denn unbedingt will auch die Eier. Salz und Pfeffer hinzugeben und gut vermischen. Jetzt kommt auch noch das Gemüse rein. Alles muss durcheinandergemixt und dann in die Springform gegeben werden. Jetzt kann man den Teig darüber klappen, so dass das ganze Gemüse bedeckt ist. Wie gesagt: KEINE LÖCHER MACHEN!!!
Ab in den vorgeheizten Backofen damit. Nach 30 Minuten Backzeit bei etwa 200 Grad kommt das heraus:

Porree Kohl Auflauf

Es ist total lecker und gesund (wegen dem tollen Kohl) aber auch unglaublich kalorienreich (Hallo böser Blätterteig und Käse!)

Und jetzt nochmal zum veganisieren:
Die blöden Eier kann man echt weglassen, die stören eher. Die saure Sahne werde ich beim nächsten Mal durch eine Sojaalternative ersetzen. Ist Blätterteig eigentlich vegan? Bestimmt nicht, ich glaub da ist Butter drin. Das checke ich beim nächsten Mal. Man könnte ja auch Filoteig nehmen, dann wäre es auch gleich viel kalorienärmer…Aber was mach ich mit dem (sehr aromatischen) Käse? Alle veganen Käse, die ich bislang probierte waren großer Mist! Wer hat eine Idee? Schreibt mir! Ich will eine vegane Variante testen!