Vor einiger Zeit sorgten die Website LaTableSuisse und die dazugehörige Facebookseite für Aufsehen. Beide Seiten waren sehr professionell gemacht und stellten glaubhaft den Internetauftritt eines Züricher Restaurants dar, in dem nach traditioneller Art Katzenfleisch serviert werde.

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Ein wirklich gut gemachtes Video zeigte einen sympathischen Hipster-Koch, der sich sehr naturverbunden gab und erklärte, dass in der Schweiz seit je her Katzen gegessen würden, und dass dieses auch heute noch legal sei, wenn einem die Katze gehöre. Darum unterschrieben die Gäste vor dem Essen einen Adoptionsvertrag, so dass ihnen das Tier legal gehöre. Hier ist der Hipster-Koch beim kochen. Oder Gras schneiden.

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Es klang unglaublich, aber so etwas Professionelles sorgte für einen Aufschrei. Auch ich muss zugeben, dass ich zwar leicht an der Echtheit zweifelte, aber dass ich dennoch erst einmal schlucken musste, als ich das Video mit den Katzen in den Käfigen sah und dann diese tote Katze. Wir haben selbst zwei Katzen und, wie den meisten Europäern, stehen mir Katzen und Hunde unter den Tieren am nächsten. Mir war zwar auch klar, dass es im Prinzip egal ist, welche Tiere gegessen werden, denn Kühe und Schweine sind ebenso intelligent und empfinden den gleichen Schmerz. Aber dennoch – Katzenfleisch, das ist schon krass für mich empfindsamen Katzenfan.

Laut der Facebookseite war das Unternehmen mehrfach Opfer von Vandalismus. Man kann dort unter anderem lesen:

„Hunde und Katzen zuzubereiten, ist wohl überlegt. Es ist Teil unserer Kultur. Ich respektiere Vegetarier und alle, die dazu eine kritische Meinung haben. Aber es ist feige und gemein, diese Meinung durch Vandalismus auszudrücken, wie bereits mehrfach geschehen. Daher haben wir letzte Woche unsere echte Adresse und Telefonnummer entfernt.
Wer bei uns Gast sein möchte, kann über unsere Website eine Reservierung vornehmen. Ist diese bestätigt, teilen wir euch unsere Adresse mit. Entschuldigt bitte die Unannehmlichkeiten.“

und:

„Liebe Kritiker und Freunde unseres Restaurants,
wir müssen zugeben, dass wir mit der aktuellen Situation ziemlich überfordert sind.
Uns war zwar bewusst, dass unsere Art zu kochen provokativ ist, aber dass die Drohungen und Beleidigungen ein solches Ausmaß erreichen würden, hätten wir nicht gedacht. Für uns ist es teilweise auch unverständlich, denn im Prinzip sind wir wie jedes andere Restaurant, das Fleisch serviert. Nur achten wir etwas mehr als andere auf die Herkunft unserer Waren.
Wir bitten um Verständnis, dass wir wegen der vielen Anfragen, die uns in den letzten Tagen erreicht haben, momentan keine Reservierungen annehmen, um uns und unsere Gäste nicht in Gefahr zu bringen. Es ist uns momentan kaum möglich zwischen ernst gemeinten Reservierungen und vorgetäuschten Reservierungen zu unterscheiden. Die bisher bestehenden Reservierungen für die kommenden drei Wochen bleiben aber selbstverständlich bestehen. Wir freuen uns auf unsere Gäste.“

Die Bewertungen bei Facebook gingen schnell in den Keller, die Facebook-Gemeinde war entrüstet! Jetzt stellt sich heraus, dass es sich um einen Werbegag handelte: Der Vegetarierbund Deutschland​ und Beyond Carnism​ stecken dahinter. Der Sinn: Warum essen wir Schweine und Kühe und regen uns über das Schlachten von Katzen und Hunden auf? Wo ist die Grenze?
Hier könnt ihr das Video noch einmal ansehen: Klick! Was haltet ihr von der Aktion?