Bei meinem letzen Einkauf im Biomarkt habe ich diese vegane Mozarella-Variante gefunden, es gab dort die Sorten „natur“ und „Basilikum“. Auch wenn mich der Preis erst einmal sehr erschreckt hat (4,99 € für 200g), habe ich mich dafür entschieden, mal eine Sorte auszuprobieren. Denn dieser Mozarella wird nicht aus garstigen, undefinierbaren Zutaten hergestellt, sondern aus Cashews. Das ist ja erstmal nicht eklig. Die Konsistenz kann dann doch schon mal gar nicht so fies sein, dachte ich mir, wie bei all den anderen Käseexperimenten, die ich schon hinter mir habe! (Der Interessierte kann hier nachlesen: Käsealternativen-Produkttests). Also habe ich in den sauren Apfel gebissen, fünf Euro investiert und die Basilikumvariante gekauft. Dies ist sie:

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Die Packung sieht erstmal sehr gut aus, finde ich, appetitanregend in schönem Grün! Bei näherem Hinsehen fiel mir ein schweizer Fähnchen auf…war da nicht mal was mit einem seltsamen Produkt aus der Schweiz, das ich getestet hatte? In der Tat! Es ist diese Firma Soyana, von der ich schon die sehr lecker klingende „Fermentierte BioSoya Alternative zu Sauerrahm“ getestet hatte! Naja, das war ja nicht so überzeugend gewesen. Aber man lernt ja dazu, auch so als Firma, und dieser Mozarella sah echt gut aus. Wenn man die Pappe abmacht, hat man dies hier:

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Auch noch okay. Erinnert ein bisschen an so ne klassische Leberwurstverpackung, nur in schönem Grün! Wenn man es aufschneidet, kriegt man dies hier:

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Das Aussehen des „Mozarella“ entspricht eher dem von Kräuterbutter, auch die Konsistenz ist natürlich eine andere als die von normalem Mozarella. Man kann das auch streichen, wenn man will, aber auch gut schneiden. Erste Geschmacksprobe: Mmh, naja. Also nicht eklig, das ist schonmal gut. Die Konsistenz ist gut, der Geschmack ist für mich aber eher nichtssagend. Schmeckt weder nach Mozarella, noch, wie ich vorher etwas gehofft hatte, nach Cashews. Auch jetzt nicht so doll nach Basilikum. Aber vielleicht entfaltet der Mozarella ja seine volle Wirkung erst, wenn man ihn gemeinsam mit Tomaten verspeist. Früher habe ich immer Mozarella mit Tomaten auf Brötchen gegessen. Darum hab ich das jetzt erstmal genauso mit diesem Mozarella gemacht. Sah dann so aus:

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Man, ich krieg schon wieder Hunger. Tomate-Mozarella ist voll lecker. Leider muss ich sagen, dass dieser spezielle Mozarella geschmacklich eher unterging und mich sogar etwas störte, da hätte ich lieber die Tomaten pur gegessen. Aber das ist vielleicht auch mein persönlicher Geschmack. Fünf Euro ist mir das jedenfalls nicht wert.

Ich wollte nochmal auf der Website von Soyana nach den Zutaten googlen, damit ich die nicht abtippen muss, aber leider findet man die da nicht. Die Website ist immer noch total wirr und verrückt. Die brauchen echt mal einen ordentlichen Webauftritt….hier ist jedenfalls die Seite zu Veganella: Klick! Aha! Es gibt anscheinend sogar noch eine geräucherte Variante. Statt der Inhaltsstoffe bekommt man hier noch viele weitere Informationen: Zitate und Empfehlungen von Menschen, die Veganella ganz toll finden, Hinweise zu Bio Cashewkernen, Nährwerte zu Bio Cashewkernen, wissenschaftliche Hintergründe zu Bio Cashewkernen (hä?), Rezepte mit Veganella (yay!)… unendliche Vielfalt.

Hier sind dann doch noch die Inhaltsstoffe von Veganella, man kann sie bei alles-vegetarisch nachlesen: Wasser, Cashewkerne* 19,7%, Kokosöl*, Basilikumblätter 5,1%, Zitronensaft*, Flohsamenschalen*, Meersalz, Agar Agar*, Apfeldicksaft*, Johannisbrotkernmehl*, Knoblauch*(* = Zutaten aus ökol. Landbau)

Fazit: Probiert es aus, es ist jedenfalls der unekligste vegane Käse, der mir bislang untergekommen ist! Kai mochte es ganz gern, weiß aber nicht, ob er es für den Preis nochmal kaufen würde.