Zu besonderen Anlässen mache ich gerne mal Schichtdesserts. Das bedeutet, dass in einem Glas abwechselnd verschiedene Schichten leckerer Dinge aufeinandergestapelt werden. Als Grundlage diente hier bislang meistens Quark oder Joghurt, diesmal wollte ich allerdings eine vegane Variante machen. Das war gar nicht so einfach, denn bereits die erste Schicht stellte mich vor eine riesige Herausforderung: Kekse. Ganz unten müssen Kekse rein! Normalerweise nehme ich Löffelbisquit, aber die sind mit Ei. Zum Glück wurde ich nach langer Sucher im Keksregal fündig: Haferkekse waren die Lösung. Hier sind sie:

Kekse

Die schmecken übrigens auch ohne das Dessert super. Crunchige, leckere Kekse! Und ganz ohne böses Ei und böse Milch. Toll. Als ich die Kekse erst einmal hatte, wusste ich, jetzt wird es was. Denn den Rest der Zutaten findet man in jedem Supermarkt. Gut, außer der veganen Sahne vielleicht, aber die hatte ich noch im Schrank von meiner letzten Onlinebestellung, hier ist sie:

Schlagsahne

Es gibt auch noch andere Sorten veganer Sahne, ich denke, es sind alle geeignet.

Hier kommt jetzt mal die Zutatenliste für 4 große Portionen:

1 Packung Haferkekse
etwas Rum
eine halbe Tasse Kaffee
1 Becher Sojajoghurt
1 Packung vegane Sahne
1 Beute gefrorene Erdbeeren (oder auch frische)
Vanille oder Vanillearoma
Agavendicksaft
je eine Packung Raspelschokolade und Schokobohnen (die Zartbittervarianten sind vegan!)

Zubereitung:

Man nehme 4 große Gläser, zum Beispiel Whiskytumbler oder so etwas. Ganz unten legt man jeweils zwei Kekse rein und dann geht man erstmal ein bisschen Kaffee kochen. Man braucht allerdings nur eine halbe Tasse und da kippt man dann einen ORDENTLICHEN Schuss Rum rein. Muss ja Spaß machen, ne? Wenn ich es recht bedenke kann man auch ruhig ne ganze Tasse machen und mehr Rum reintun, dann hat man hinterher Reste. Die machen das weitere Vorgehen spaßiger wenn man sie sich einverleibt.
Nun, denn! Diese Mischung gibt man dann auf die Kekse, die dann matschig werden. Wie bei Tiramisu! Wenn es zu flüssig geworden ist, kann man noch weitere Keksstückchen reintun und man muss die Kekse dann eh etwas matschen, damit die unten einen gleichmäßigen Boden bilden.
Als nächstes püriert man die aufgetauten (oder frischen) Erdbeeren und mischt sie mit Agavensirup, damit sie schön süß werden. In einer anderen Schüssel schlägt man die Sahne, die vorher im Kühlschrank gelegen haben sollte, dann wird sie fester. Vegane Sahne wird nicht ganz so fest wie normale Sahne und sie schmeckt auch nicht genau so. Macht aber nix. Dann hebt man den Sojajoghurt unter und schmeißt die Schokoraspeln und Vanille rein. Wenn es noch etwas süßer sein soll kann man noch Agavendicksaft reinmischen. Gut umrühren. Einzeln betrachtet schmeckt diese Mischung jetzt irgendwie nicht so überzeugend, wenn man sie aber im Gesamtkontext mit den restlichen Zutaten isst, ändert sich alles schlagartig.
So. Nun abwechselnd Schichten der Erdbeermatsche und der Sahne-Joghurt-Mischung auf die Kekse geben.Oben drauf muss es weiß sein, denn darauf kommen dann noch die Schokobohnen. Das sieht schöner aus. Jetzt sind die Desserts eigentlich fertig aber man sollte sie noch ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen, die Konsistenz wird dann fester, vor allem diese Keksmasse schmeckt dadurch irgendwie noch viel besser. So sieht es jetzt aus:

Schichtdessert

Das mit den einzelnen Schichten ist für Anfänger vielleicht etwas kompliziert,, aber insgesamt ist das Dessert einfach zuzubereiten und trotzdem eindrucksvoll. Und total lecker!!! (Und kalorienreich…seufz) Damit kann man jedenfalls auch Nichtveganer beeindrucken. Mist, jetzt will ich es essen. 😦