Archive for Dezember, 2013


Cannelloni mit Spinat-Feta

So, jetzt kommt mal was definitig Unveganes. Kai hat lange, lange rumgenervt, damit ich ihm mal wieder sein Lieblingsessen koche, und das enthält nun mal Käse ohne Ende. In meinem ursprünglichen Rezept war sogar noch mehr Käse…und Sahne! Die habe ich nun schonmal durch Sojasahne ersetzt, mal sehen, vielleicht fällt mir ja auf Dauer was ein, wie ich die Cannelloni noch mehr „entkäsen“ kann. Aber so wie sie hier stehen, gibt es die Dinger sowieso nur zu besonderen Anlässen, durch den Käse haben sie natürlich auch Kalorien ohne Ende…aber sie sind echt mal lecker. Okay, alle Veganer weggucken!

Zutaten(4 Personen):

für die Cannelloni:
1 Packung Cannelloni
500g TK-Spinat
300g Fetakäse
200g Frischkäse
2 große Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Muskat,

für die Sauce:
3 Dosen Pizzatomaten
1 Packung Sojasahne
Brühe
Oregano
Thymian
Paprikagewürz
Salz
Pfeffer
1 Stück Gouda zum Bestreuen

Zubereitung:

Den Spinat in Salzwasser kurz kochen, dann in ein Sieb gießen und abtropfen lassen. Restliches Wasser mit einem Löffel aus dem Spinat rausquetschen. Zwiebeln und Knoblauch ganz klein schneiden und in Olivenöl braten, bis alles glasig ist. Den Knoblauch kann man besser etwas später hinzufügen, damit er nicht anbrennt. Anschließend Zwiebeln, Knoblauch, Spinat, Schafskäse, Frischkäse, Salz, Pfeffer und Muskatnuss in eine Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer schön durchmatschen.

Jetzt muss man sich erstmal der Sauce zuwenden. Man kippt die Pizzatomaten und die Sojasahne in einen Top und schmeißt jede Menge Gewürze rein: Brühe, Oregano, Thymian, Paprikagewürz, Salz und Pfeffer. Dann gut umrühren. Das war’s schon.

Jetzt muss man die Spinatmasse mit Hilfe eines Spritzbeutels in die Cannelloniröllchen füllen. Diese müssen übrigens nicht vorgekocht werden. Wer keinen Spritzbeutel hat (wie ich) kann auch einfach einen Gefrierbeutel nehmen und eine kleine Ecke abschneiden. Klappt super. Dann legt man die Röllchen in eine (oder vermutlich eher mehrere…) Auflaufformen. Es muss immer noch Platz zwischen den einzelnen Cannelloni sein. Also kippt man direkt die Sauce drüber und platziert geschickt Tomatenstückchen zwischen den einzelnen Nudeln, damit die nicht zusammenkleben.

Tipp: Zwischen dem Füllen der Cannelloni und dem Übergießen mit der Sauce sollte nicht zu viel Zeit liegen, sonst platzen die Dinger nämlich!

Zum Schluss reibt man den Gouda und streut ihn drüber.

So. Jetzt müssen die Auflaufformen nur noch in den Ofen, bei 200 Grad etwa 20 Minuten backen.

Dazu kann man sehr gut einen leckeren Salat machen. Mit Rucola und Tomaten z.B. Und wenn man schon so viele Kalorien verballert kann man auch gleich noch einen leckeren Rotwein aufmachen. Das macht dann auch nix mehr.

Et voilá:

Cannelloni2

 

 

 

 

Werbeanzeigen

Rewe hat eine gar wunderbare Ecke im Kühlregal, da finden sich allerlei leckere Produkte der Firma Veggie Life. Veggie Life gehört zu Tofutown, und damit zu den „Guten“. 🙂 Wir kaufen deshalb gern etwas aus diesem Regal. Eins der Produkte, die regelmäßig in unserem Einkaufswagen landen, ist die gute Velami. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine vegane Salami. So sieht die Packung aus:

Velami1

Wie auf der Packung zu lesen, ist die Velami nicht nur vegan, sondern auch cholesterinfrei, Bio und Premium. Wie wir ja alle wissen ist Cholesterin eh böse. Und Bio ist gut. Die Welt lässt sich so einfach in richtig und falsch und gut und böse einteilen! Und Premium….nun Premium MUSS einfach auch was Gutes sein! Das Wort hört sich jedenfalls gut an. 🙂

Das ist drin:
Räuchertofu* (24%), Trinkwasser, Weizeneiweiß* (22%), Tofu *(7%), Sonnenblumenöl*, Gewürze*, Meersalz, Rohrohrzucker*, Verdickungsmittel (Johhanisbrotkernmehl* & Seetangextrakt), Mandeln*, Rote Beete*, Matodextrin*, Hefeextrakt, Palmfett*, Sellerie*, Senf*, Rauch.
* aus kontrolliert biologischem Anbau

Ich hab mal gelesen, dass man Palmfett vermeiden soll, weil dafür irgendwelche Wälder abgeholzt werden oder so. Muss ich nochmal nachforschen. Hier ist es jedenfalls drin. Naja.

Ausgepackt und auf ein Brötchen gelegt sieht die Velami zugegebenermaßen nicht soooo lecker aus:

Velami

Sie sieht aber auch immerhin gar nicht aus wie ne Salami, die Velami. Ohne eklige Fettstücke, die einem zwischen den Zähnen hängen bleiben. Das weiß ich noch, dass das so war früher. Mir wird gerade schlecht. Also lieber diese Velami essen, ohne Fettstücke. Ein weiterer Vorteil der Velami ist, dass sie einfach total lecker ist. Sehr würzig und die Konsistenz ist auch gut. Kais Lieblings“wurst“. Eine kleiner Test unter Fleischessern mit verschiedenen Wurstimitaten ergab, dass ihnen diese Wurst am Besten gefiel, allerdings sagten beide, dass sie richtige Wurst immer noch lieber äßen. Schade. Ich mag die Velami. 🙂

Kürbissuppe

Kürbissuppe ist lecker. Aber Kürbis zu verarbeiten ist immer so viel Arbeit. Erst muss man diese hässlichen Kerne mit dem Gezuppel drumrum rauskramen und dann muss man ihn auch noch schälen und kleinschneiden. Das nervt und ist immer mit so viel Kraftaufwand verbunden. Deswegen mach ich das nicht so oft mit dem Kürbis. Aber eigentlich sollte ich das, denn es lohnt sich. Außerdem habe ich letztens gelesen, dass man die Schale vom Hokkaido-Kürbis mitverwenden kann. Ich hab mich aber nicht getraut, sondern die Schale auch diesmal wieder abgemacht. Vielleicht beim nächsten Mal. Aber ich habe Angst, dass wenn ich die Schale mitverwende, die ganze Suppe nachher Mist ist. 😦

Also diese Zutaten braucht man für meine Kürbissuppe:

1 Hokkaido-Kürbis
5 Kartoffeln
3 Möhren
1/2 Stange Lauch
2 Zwiebeln
Brühe
1 Päckchen Sojasahne
1 Bund frischen Koriander
Paprikagewürz
Currygewürz
Olivenöl
Kürbiskerne oder Mandelscheiben zum Dekorieren

Zubereitung:

Wie gesagt, das Ausweiden und Schlachten des Kürbis ist nervig. Man muss ihn, wie oben erwähnt, entkernen, schälen und dann in Stücke schneiden. Das Gleiche (also schälen und in Stücke schneiden, nicht entkernen) macht man mit den Kartoffeln und den Möhren. Das Lauch auch grob kleinschneiden und alles zusammen in Wasser mit Brühe kochen. Man nimmt so viel Wasser, dass alles Gemüse so gerade bedeckt ist. Die Zwiebeln kleinschneiden und in etwas Olivenök anbraten. Dann in den Topf mit dem Gemüse geben. Wenn alles weichgekocht ist, den Topf vom Herd nehmen und den Koriander, Sojasahne und Gewürze hinzugeben. Nun wird alles püriert. Mit einem Pürierstab. Oder mit einem Mixeraufsatz. Oder man kippt alles in seine Küchenmaschine, dann braucht man aber mehrere Durchgänge weil es so viel ist.

Falls es jetzt zu dickflüssig ist, kann man noch etwas Wasser nachgießen. Jetzt mal kurz probieren und gegebenenfalls nachwürzen. Jetzt ist es schon fertig. Man kann dann als Deko Kürbiskerne oder Mandelscheiben auf die Suppe werfen, das sieht schön aus und man hat nochwas Knurpseliges. Man kann dazu gut Baguette essen, oder auch Chapati oder Naan-Brot.

Kürbissuppe

Man hat am Ende auch echt viel Suppe, das reicht für mehrere Personen oder man kann es auch einfrieren. So mache ich das immer. Dann hat man lange was davon.

Übrigens habe ich beim letzten Mal gedacht, dass es schade ist, dass man die Kerne immer wegwirft und sich dann neue, geschälte kauft. Also habe ich die von all dem Gezuppel befreit (hochgradig nervig) und getrocknet. Auf einem Küchentuch. Da sind die dann dran kleben geblieben und ich musste sie alle wieder abpflücken. (nervig). Dann ist die Schale auch noch total dick und relativ schwer zu entfernen und es kommt an Ende wenig Kern dabei raus. Mach ich nicht wieder….

Ich habe es getan! Ich habe mich erneut auf eine vegane Variante eingelassen! Und dass, obwohl ich immer noch ein wenig von den Veggie Riesegarnelen traumatisiert bin. Aber ich konnte nicht widerstehen, als ich die Dinger im Onlineshop von alles-vegetarisch sah. Immerhin waren diese Vegarnelen auch ein ganzes Stück günstiger als die Veggie Riesengarnelen, sie kosteten 2,99 für 150 Gramm. Und das Wichtigste: Sie sind nicht aus Yams, sondern aus Tofu. Logisch, sie sind ja auch von Lord of Tofu!

Ich hab die Dinger also bestellt und mich schon total gefreut auf Garnelen! Yay! Das Paket von alles-vegetarisch kam dann auch sehr schnell an und enthielt unter anderem dieses hier:

Riesen Vegangarnelen1

 

 

 

 

 

 

Ja, sieht doch super aus! Auf son Spieß hätte ich auch wohl Hunger gehabt, aber ich habe gar keine Spieße. Ich sollte mir mal Spieße zulegen. Sowas vergesse ich immer…

Also. Wie auf der Packung zu sehen, sind die Garnelen nicht nur vegan, sondern auch ausschließlich aus Bioland Sojabohnen zubereitet, heißt also, kein Genfood. Gut!

Das ist drin:
Zutaten: Tofu* (Wasser, Sojabohnen*, Gerinnungsmittel: Kombucha*) 95%, Sonnenblumenöl*, Meersalz, Gewürzmarinade* (Wein*, Agavendicksaft*, Karottensaft*, Dill*, Französische Meeresalgen, Zitronensaft*) (* = aus kontrolliert biologischem Anbau)

Hört sich lecker an. 🙂 Ich war gespannt und öffnete die Packung….um DAS zu entdecken:

Riesen Vegangarnelen2

 

 

 

 

 

 

 

Äh. Hä? Wo sind denn das Garnelen bitte? Das sind komische, eckige Blöcke! Versteh ich nicht. Nochmal Packung gelesen, da stand eindeutig drauf: Tofu geformt wie Garnelen. Dann ist das wohl die seltene Spezies der Blockgarnele. Oder der Quadergarnele. Also für die Form gibt’s mal n Punkt Abzug direkt!

Ja. Was sollte ich nun tun? Ich hatte vorgehabt, die Garnelen zu braten, lecker mit Knoblauch, und sie auf einen Salat zu legen. Das hätte mit diesen Quadern aber doof ausgesehen. Deswegen hab ich sie kleingeschnitten, wie geplant zubereitet und dann anschließend auf den Salat getan. Das sah dann so aus:

Riesen Vegangarnelen3

 

 

 

 

 

 

Lecker, ne? Ich war gespannt und probierte die Blockgarnelen. Ja. Tofu. Es schmeckte einfach wie normaler, ungewürzter, vielleicht leicht öliger Tofu. Aber auch nicht ansatzweise nach Garnelen, Fisch oder Meer. Oder Seetang. Was ist das denn? Versteh ich nicht. Kai fand es auch lecker „Boah, zum Glück schmecken die nicht nach Garnelen, ich finde Garnelen eklig“. Aber was hat das jetzt mit Garnelen zu tun? Es schmeckt nicht wie Garnelen, es sieht nicht aus wie Garnelen, warum nennt man das dann Garnelen? Meine einzige Erklärung war, dass es sich um einen Fehler in der Produktion gehandelt haben könnte. Dass in der Packung vielleicht ein falsches Produkt war. Deswegen habe ich Lord of Tofu erstmal eine Mail geschrieben und um Aufklärung gebeten. Leider sind die Leute bei Lord of Tofu wohl keine Lords of Emailing, jedenfalls habe ich keine Antwort bekommen. Mein Fazit darum: Diese Produkt schmeckt zwar (und zwar wie Tofu) aber nicht nach Garnelen. Warum sollte man es dann kaufen? You had one job, Lord of Tofu!