Wie der eifrige Leser meines Blogs weiß, kaufe ich ja gerne in Emsdetten im Obstgarten ein. Dort fand ich auch frischen Rosenkohl. Juhu! Den gab es bislang bei mir immer nur tiefgekühlt. Schnell hab ich welchen gekauft! Und ebenso frischen Spinat. Kartoffeln und Zwiebeln lagen auch in meinem Einkaufskorb und zuhause musste ich mir dann überlegen, was ich damit koche. Und plötzlich formierten sich in meinem Hirn ein paar Fragen: „Äh, wie macht man frischen Rosenkohl eigentlich? Was muss man abschneiden? Wie lange kocht man das?“ Panik breitete sich aus. Zum Glück gibt es das Internet, und im Internet findet man Gebrauchsanweisungen für alles! Nicht nur das, sogar Gebrauchsanweisungsvideos! Zum Beispiel bei den Küchengöttern! Dort wurde mir mit Hilfe eines gar professionellen Videos schnell erklärt, dass man die äußeren Blätter des Rosenkohls und ein Stückchen von dem Strunk abschneiden muss. Und dann muss man ein Kreuz in den Strunk schneiden. Und zwar nicht damit, wie ich erst dachte, der Teufel aus dem Rosenkohl ausgetrieben wird, nein, weit gefehlt! Das Kreuz dient dazu die Garzeit des Strunks der in den Blättern anzugleichen, die brauchen nämlich weniger lange sonst und dann sind die Blätter Matsche und der Strunk knurpselig! Das will doch keiner. Hier ist das Video übrigens…

Rosenkohl richtig putzen und verarbeiten.

Ja. Ich finde aber, der schmeißt zu viel weg da in dem Video. Vor allem, warum soll ich den Rosenkohl vorher waschen, wenn ich dann doch alles wegschneide was ich erst gerade mühevoll gewaschen habe? Versteh ich nicht. Ich habe also ERST alles abgeschnitten, was doof aussah (aber viel weniger als der in dem Video, ich schmeiß doch kein gutes Essen weg. Ich vermute sogar, ich hätte NOCH weniger abschneiden können) und DANACH hab ich es gewaschen. Dann habe ich mir überlegt, dass ich die Dinger einfach mal halbiere und dann nur noch so einen Schnitt in den Strunk mache. So hab ich das dann auch gemacht. Maaann ist das kompliziert mit dem Zeug, das dauert voll lange. Tiefkühl geht schneller. Hauptsache das schmeckt nachher auch besser!

Nachdem ich nun den Rosenkohl vorbereitet hatte, wusste ich, ich kann etwas daraus kochen. In meinem Kopf formierte sich schnell das Essen, was sich oben in der Überschrift findet. Dazu braucht man dann folgende Zutaten für 2 Personen:

1 Packung Veggie Knuspersticks
Rosenkohl (ich schätze ich hatte so 30 Stück)
Frischer Spinat (300 Gramm vielleicht?)
Kartoffeln (Pro Person vielleicht 5. Je nach Hunger)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/2 Packung Sojasahne
Salz
Pfeffer
Dill oder Petersilie oder Schnittlauch oder Estragon
Olivenöl

So geht’s:

Kartoffeln in Salzwasser kochen, zur Seite stellen. Ebenso den geputzen Rosenkohl.

Zwiebeln kleinschneiden, in Öl anbraten. Wenn sie glasig sind, kleingeschnittenen Knoblauch, Rosenkohl und grob gehackten Spinat hinzugeben. Kurz weiterbraten. Dann Sojasahne, Gewürze und Kräuter hinzugeben, kurz köcheln lassen.

Die Veggie Knuspersticks kurz in etwas Öl knusprig braten.

Hier ist das Ergebnis:

Veggie Knuspersticks4

Es war super lecker. Der Teller ist zu groß, fällt mir auf. Der ist übrigens von IKEA. Der Rosenkohl schmeckt aber jetzt nicht sehr anders als Tiefkühlrosenkohl. Ich hab mir trotzdem schon wieder frischen gekauft, so viel Arbeit war’s dann doch nicht. 🙂