Archive for September, 2013


Wie der eifrige Leser meines Blogs weiß, kaufe ich ja gerne in Emsdetten im Obstgarten ein. Dort fand ich auch frischen Rosenkohl. Juhu! Den gab es bislang bei mir immer nur tiefgekühlt. Schnell hab ich welchen gekauft! Und ebenso frischen Spinat. Kartoffeln und Zwiebeln lagen auch in meinem Einkaufskorb und zuhause musste ich mir dann überlegen, was ich damit koche. Und plötzlich formierten sich in meinem Hirn ein paar Fragen: „Äh, wie macht man frischen Rosenkohl eigentlich? Was muss man abschneiden? Wie lange kocht man das?“ Panik breitete sich aus. Zum Glück gibt es das Internet, und im Internet findet man Gebrauchsanweisungen für alles! Nicht nur das, sogar Gebrauchsanweisungsvideos! Zum Beispiel bei den Küchengöttern! Dort wurde mir mit Hilfe eines gar professionellen Videos schnell erklärt, dass man die äußeren Blätter des Rosenkohls und ein Stückchen von dem Strunk abschneiden muss. Und dann muss man ein Kreuz in den Strunk schneiden. Und zwar nicht damit, wie ich erst dachte, der Teufel aus dem Rosenkohl ausgetrieben wird, nein, weit gefehlt! Das Kreuz dient dazu die Garzeit des Strunks der in den Blättern anzugleichen, die brauchen nämlich weniger lange sonst und dann sind die Blätter Matsche und der Strunk knurpselig! Das will doch keiner. Hier ist das Video übrigens…

Rosenkohl richtig putzen und verarbeiten.

Ja. Ich finde aber, der schmeißt zu viel weg da in dem Video. Vor allem, warum soll ich den Rosenkohl vorher waschen, wenn ich dann doch alles wegschneide was ich erst gerade mühevoll gewaschen habe? Versteh ich nicht. Ich habe also ERST alles abgeschnitten, was doof aussah (aber viel weniger als der in dem Video, ich schmeiß doch kein gutes Essen weg. Ich vermute sogar, ich hätte NOCH weniger abschneiden können) und DANACH hab ich es gewaschen. Dann habe ich mir überlegt, dass ich die Dinger einfach mal halbiere und dann nur noch so einen Schnitt in den Strunk mache. So hab ich das dann auch gemacht. Maaann ist das kompliziert mit dem Zeug, das dauert voll lange. Tiefkühl geht schneller. Hauptsache das schmeckt nachher auch besser!

Nachdem ich nun den Rosenkohl vorbereitet hatte, wusste ich, ich kann etwas daraus kochen. In meinem Kopf formierte sich schnell das Essen, was sich oben in der Überschrift findet. Dazu braucht man dann folgende Zutaten für 2 Personen:

1 Packung Veggie Knuspersticks
Rosenkohl (ich schätze ich hatte so 30 Stück)
Frischer Spinat (300 Gramm vielleicht?)
Kartoffeln (Pro Person vielleicht 5. Je nach Hunger)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/2 Packung Sojasahne
Salz
Pfeffer
Dill oder Petersilie oder Schnittlauch oder Estragon
Olivenöl

So geht’s:

Kartoffeln in Salzwasser kochen, zur Seite stellen. Ebenso den geputzen Rosenkohl.

Zwiebeln kleinschneiden, in Öl anbraten. Wenn sie glasig sind, kleingeschnittenen Knoblauch, Rosenkohl und grob gehackten Spinat hinzugeben. Kurz weiterbraten. Dann Sojasahne, Gewürze und Kräuter hinzugeben, kurz köcheln lassen.

Die Veggie Knuspersticks kurz in etwas Öl knusprig braten.

Hier ist das Ergebnis:

Veggie Knuspersticks4

Es war super lecker. Der Teller ist zu groß, fällt mir auf. Der ist übrigens von IKEA. Der Rosenkohl schmeckt aber jetzt nicht sehr anders als Tiefkühlrosenkohl. Ich hab mir trotzdem schon wieder frischen gekauft, so viel Arbeit war’s dann doch nicht. 🙂

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Meine lieben Lieblingseltern schenkten uns letztens einen Korb voller vegetarischer Fressalien! Wie schön! Da drin waren unter anderem diese Knuspersticks:Veggie Knuspersticks

Die Packung oben ist etwas angematscht. Das sind die Packungen von Veggie Life aber irgendwie immer. Das liegt vermutlich daran, dass die immer sehr dünn sind, vielleicht legen die da nicht so viel Wert drauf. Ist ja auch egal, hauptsache das, was drin ist, schmeckt.

Hier drin war jedenfalls da:

Veggie Knuspersticks2

Ih! Wie sieht das denn wieder aus? Immer sehen die Sachen so hässlich aus, wenn man sie aus der Packung nimmt. Aber die Erfahrung zeigt ja, dass sich das oft nach dem Braten ändert. Also bin ich guten Mutes und werfe erst einmal einen Blick auf die Zutaten:

Tofu (Wasser, Sojabohnen) (10%), Vollkornreis, Karotten, Erbsen, Paprika, Sonnenblumenkerne, Mais, Brokkoli, Haferflocken, Lauch, Weizenpaniermehl, Sojasauce (Wasser, Sojabohnen, Weizen), Sonneblumenöl, Kräuter, Gewürze, Meersalz, Hefe. Gemüseanteil circa 60%.

Ui. Gemüseanteil von 60 Prozent. Das gibt einem ja die Illusion, etwas Gesundes zu essen! Da lohnt sich doch ein Blick auf die Kalorien, das kann dann ja nicht so viel sein….255 Stück pro 100g. In der Packung sind 250g. Naja, wenig ist anders, ich find’s aber noch im Rahmen.

Okay. Zubereitung ist einfach wie immer: Ab mit Öl inne Pfanne. Oh, Öl. Mehr Kalorien. :-/

Es geht schnell. Meine Pfanne ist zu klein. Und die andere ist zu groß. Außerdem ist die Pfanne etws gebeult unten, deswegen werden die Sachen ungleichmäßig braun. Hier ist das Ergebnis:

Veggie Knuspersticks3

Und, ich hab natürlich recht. Nach dem Braten sehen sie lecker aus! Eins ist allerdings kaputtgegangen, da sieht man das Gemüse. Die Dinger sind lecker. Vor allem die brauneren waren sehr knusprig, vielleicht hätte ich doch die zu große Pfanne nehmen sollen, dann wären alle so geworden. Geschmacklich und konsitenzlig (das Word habe ich erfunden) erinnern sie sehr an Käpt’n Tofus Knusperstäbchen, es ist nur mehr Gemüse drin. Diese Sticks haben den Vorteil, dass sie, zumindest in meiner Gegend, sehr viel leichter erhältlich sind. Wird wieder gekauft!

Gestern fand ich im Gemüseladen zufällig Steinpilze. Ich hab noch nie Steinpilze in einem Geschäft gesehen glaube ich. In diesem Gemüseladen wundert mich aber gar nichts mehr, da haben die immer echt seltsame Dinge, die in echt wahrscheinlich gar nicht so seltsam sind, nur ich kenne sie eben nicht, weil ich immer nur in Supermärkten eingekauft habe. Das ist übrigens der Obstgarten in Emsdetten, wo ich jetzt immer das tolle Gemüse kaufe. Für Leute, die in der Nähe wohnen, ein guter Tip. Das einzige, was mir da nicht gefällt ist, dass die Eier aus Bodenhaltung verkaufen. Warum nur? Vielleicht frag ich die mal….

Also. Zurück zu den Steinpilzen. Die sahen gar nicht appetitlich aus und waren auch ziemlich teuer, aber ich wollte sie trotzdem haben. Ich dachte mir, Steinpilze müssen sicher so aussehen. Dumm, ich hätte ein Foto von den rohen Pilzen machen sollen, da hab ich gar nicht dran gedacht. Ich habe auch noch frischen Spinat gekauft, und suchte dann zuhause im Intenet nach einem passenden Rezept und habe mich von diversen Seiten etwas inspirieren lassen. Letzendlich braucht man diese Zutaten (für 2 Personen) für mein Rezept:

300g Steinpilze
200g frischer Spinat
250-300g Spaghetti
2 große Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 Päckchen Sojasahne
Olivenöl
etwas Dill
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Also die Nudeln muss man natürlich ganz normal in gesalzenem Wasser al dente kochen.
Die Zwiebeln ganz klein schneiden und in etwas Olivenöl anbraten. Wenn sie schon etwas glasig geworden sind fügt man die kleingeschnittenen Steinpilze hinzu.
Da fällt mir ein, das war ganz schön abenteuerlich mit den Pilzen. In einem Pilz habe ich einen kleinen Ast gefunden um den der Pilz drum herum gewachsen war. Wer weiß, was da noch so drin sein kann! Ich würde die lieber in echt kleine Stücke schneiden, nicht dass man nachher noch auf ne Eichel oder ne Kastanie beißt… Sie waren auch etwas schmutzig, die Pilze und man soll ja Pilze nicht waschen, deswegen hab ich sie nur etwas abgeputzt. Ich frage mich nur, wie das gegen z.B. Pipi von Tieren helfen soll. Ich mein, da kann ja vielleicht eine Eule oder so draufgepinkelt haben. Ich habe da dann einfach nicht so genau drüber nachgedacht und beschlossen, dass das ja nur den Abwehrkräften helfen kann, wenn man ein paar Bakterien isst. Oder darf man die doch waschen? Nun ist es zu spät, ich habe sie gegessen und ich lebe jedenfalls noch! Also. Die kleingeschnittenen Steinpilze werden den Zwiebeln zugegeben und alles wird schön angebraten. Dann den Spinat etwas gröber hacken und mitsamt dem kleingeschnittenen Knoblauch hinzugeben. Weiter anbraten. Und auf einmal fällt alles in sich zusammen und man hat Angst, dass es nicht reicht. Nur noch ganz wenig ist auf einmal in der Pfanne! Wer also viel Hunger hat, nimmt vielleicht etwas mehr Pilze und Spinat…So. wenn alles gut gebraten ist (Der Spinat nur kurz, also kurz vor Ende der Garzeit hinzugeben), kann man noch die Sojasahne hinzugeben, je nach Geschmack oder gewünschter Konsistenz muss es auch keine ganze Packung sein. Zum Schluss noch mit Salz, Pfeffer und Dill abschmecken und auf die Nudeln tun. Hier ist es:

Steinpilze

Sieht lecker aus, oder? Und das war es auch. Diese Steinpilze waren toll, auch von der Konsistenz her. Ich muss bald wieder welche kaufen, und diesmal werde ich Kai zwingen, welche zu essen. Der ist ja bekennender Pilzverweigerer, aber diese mag er bestimmt auch!