Heute morgen ging ich – wie immer – als erstes zu facebook. Ja, ich bin süchtig. Macht aber nix, ich darf das. Jedenfalls, was ich gerade sagen wollte, da flatterte ein Beitrag von The Vegan Woman über meine Startseite. Es ging um vegane Frühstücksideen, und das Bild, was dort gezeigt wurde, sah so super aus. Es war dies hier:

Das sieht doch super lecker aus oder? Ich kriegte also Hunger und klickte auf den Link. Dort fand ich ein abenteuerliches Rezept in englischer Sprache und auf den ersten Blick sah ich: Ich habe einiges, was man dazu braucht definitiv nicht im Haus. Das soll rein:

Ingredients

  • 1 russet potato, peeled and thinly sliced
  • 7 ounces soft silken tofu
  • 2 tablespoons vegan margarine
  • 3 tablespoons cornstarch or arrowroot
  • 1 teaspoon baking powder
  • 1 teaspoon sea salt
  • ½ teaspoon ground black pepper
  • ½ teaspoon turmeric
  • ½ teaspoon onion powder
  • ½ teaspoon garlic powder
  • 2 tablespoons olive oil
  • 1 onion, chopped
  • 1 zucchini, shredded
  • 1 small heirloom tomato, sliced
  • Fresh basil leaves, optional for garnish

Mir egal, ich will das jetzt. Also fand ich erstmal heraus was Cornstarch, Arrowroot und Turmeric sind. Aha, Turmeric ist Kurkuma. Super, dachte ich, das hab ich ja sowieso immer da. Aber Maisstärke (Cornstarch) und Pfeilwurzelmehl (Arrowroot) hatte ich natürlich nicht. Stattdessen habe ich dann Sojamehl genommen. Das muss doch auch gehen, dachte ich mir. Und Kurkuma hatte ich dann doch nicht. Egal, Paprika ist auch schön. Und ich habe auch keine ofenfeste Pfanne. Egal, ne Backform tut’s auch! Was ist eigentlich genau eine Ounce? Ich habe leider keine Unzenwaage. Leo sagt, eine Ounce sind 28,34952 Gramm. Oder 31,10348 Gramm. Einigen wir uns auf dreißig! Also. Ich nahme 30 Gramm Seidentofu und tat sie erst einmal in meinen Mixer. Ich fand aber, das ist zu wenig. Ich hab dann einfach das doppelte genommen und alle anderen Zutaten auch verdoppelt. Sprich: Zu dem Tofu gesellten sich 4 Esslöffel Margarine, 6 Esslöffel Sojamehl, 1 Päckchen Backpulver (lange abgelaufen), 2 Teelöffel Salz (es war nicht aus dem Meer), ein bisschen Pfeffer und Knoblauchpulver. Zwiebelpulver hatte ich auch nicht. Ich hab dann alles gemixt. Der Mixer wollte es nicht mixen. Darum hab ich noch Wasser reingekippt. Jetzt ging’s!

Dann habe ich in einer Pfanne eine halbe Zucchini, 2 Zwiebeln, ein bisschen Aubergine und ein paar gekochte Kartoffeln, die ich noch über hatte, in Olivenöl angebraten. Und Salz und Paprikapulver reingekippt. Als es lecker aussah habe ich es in eine Backform geschmissen, diese Matschepampe von vorher darübergekippt, alles umgerührt und es mit Tomatenscheiben und Basilikum dekoriert. Dann in den vorgeheizten Backofen, das war so 160 Grad. Nun hieß es warten. Und hungern. Es wurde nicht fest. Darum hab ich den Ofen irgendwann höher gedreht, so auf 200. Nach einiger Zeit wurde es lecker braun und ich hab es dann rausgenommen, fest oder nicht. So sah es aus:

End of Summer Fritata

Am Rand war es sogar fest geworden! Und es hat super geschmeckt! Nur an der Konsistenz muss ich noch arbeiten. Ich glaube, ich geh mal Maismehl kaufen….

Nachtrag: Wie man in den Kommentaren unten lesen kann, hat mich die liebe Andrea über mein Problem mit „ounces“ aufgeklärt. Ja, ich weiß schon, warum ich kein Mathe unterrichte…