Archive for August, 2012


Herzhaft gefüllte Pfannkuchen

Heute gibt es mal wieder ein nicht-veganes Rezept. Es ist sogar überhaupt gar nicht vegan, denn es enthält Eier, Milch, Joghurt UND Käse. Darum gibt es das bei mir auch höchst selten, eigentlich gab es das sogar erst ein mal. 🙂 Los gehts!

Für je 2 Pfannkuchen braucht man:
125 ml Milch
1 Ei
2 gehäufte Esslöffel Mehl
etwas Salz
Pflanzenöl

und für die Füllung dann:
Schafskäse
Joghurt
Kirschtomaten
Rucola
Kräuter nach Wahl (z.B. Petersilie und Schnittlauch)
So geht’s:
Den Teig für die Pfannkuchen mit einem Rührgerät gut verrrühren. Den Teil erledigt immer der liebe Kai, denn ich finde Eier einfach zu ekelig zum Verarbeiten. Ich muss mal ein Experiment mit Sojamehl machen, denn Sojamehl kann bekanntlich Eier ersetzen. Ich werde dann selbstverständlich berichten!
Dann jedenfalls werden die Pfannkuchen in einer Pfanne mit Öl ausgebacken, dabei muss man sie einmal wenden natürlich. Ich glaube, dass man die Dinger auch mit weniger Öl hinkriegt, aber wie gesagt, den Teil macht der Kai und dann schwimmen die Dinger in dem Zeug. Also eine Fettbombe. :-/

So. Wenn die Pfannkuchen abgekühlt sind, bestreicht man sie mit einer Masse aus Schafskäse, Joghurt und Kräutern. Die Menge der Zutaten kann man da eigentlich variieren wie man gern möchte, aber man sollte darauf achten, dass das Ganze nicht zu dünnflüssig wird. Danach legt man dann noch Rucola und Tomaten darauf. Das sieht dann so aus:

Wie ne ziemlich leckere Pizza eigentlich. Mmmh, ergeben sich hier Pizzavarianten an die ich vorher niemals dachte?

Nun denn! Das Teil muss nun eingerollt werden. Das geht so ähnlich wie bei Sushi, nur viel einfacher…und wenn es dann gerollt ist, schneidet man es einfach mittig durch. Wenn man klug ist (wie ich) hat man das Ganze auf einer Alufolie fabriziert, in die man das Endergebnis dann einfach einrollen kann. Dann kann man den Pfannkuchen auch super mit auf eine Reise nehmen (wenn man nicht grad einen Vater hat,der alles doof findet in dem kein Fleisch ist) oder mit zu einem Picknick! So sieht es dann aus:

Die Dinger sind sehr lecker, lediglich die Konsistenz der Pfannkuchen hat mir nicht so gefallen, vielleicht muss man sie etwas länger braten. Ich werde da mal noch ein wenig herumexperimentieren (ohne Ei…brrr) und mal sehen ob man das noch besser hinkriegt.

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Viele Leute denken, dass Tofu nach „nichts“ schmeckt. Da haben sie eigentlich recht. Wenn man aber Tofu ordentlich würzt und anbrät, schmeckt er auf einmal doch ganz gut. Tofu ist sehr vielseitig einsetzbar und schmeckt zu fast allem. Man kann ihn besonders gut für asiatische, aber auch z.B. für italienische Gerichte verwenden. Für dieses Rezept braucht man den ganz normalen, weißen, festen Tofu.

Zutaten (für 1 bis 2 Personen)

1/2 Block Tofu
1/2 Zucchini
1/2 gelbe Paprika
1/2 rote Paprika
1 Zwiebel
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Oregano

optional:
Kräuter nach Geschmack
Sojasauce
Kirschtomaten, getrocknete Tomaten

Als Beilage:
Nudeln, Reis oder Brot
Zubereitung:
Den Tofu in Würfel schneiden und in heißem Olivenöl anbraten. Auf dem Bild unten ist der Tofu eigentlich noch sehr blass, die meisten Leute haben es lieber wenn er etwas länger brutzelt. Hat der Tofu fast die gewünsche Färbung erreicht, die kleingeschnittene Zwiebel hinzugeben und so lange weiterbrutzeln bis die Zwiebel glasig wird. Nun das restliche geschnittene Gemüse hinzugeben und weiterbraten. Das Gemüse sollte noch etwas knackig sein, darum also nicht zu lange zerbrutzeln. Die Temparatur beim braten kann ruhig recht hoch sein damit alles etwas anbräunt, aber aufpassen dass nichts verbrennt.

Würzen kann man eigentlich nach Geschmack. Natürlich eignen sich gut Salz, Pfeffer und Oregano, man kann aber auch Rosmarin, Thymian, Basilikum, Petersilie, Schnittlauch…whatevver! hineintun. Sojasauce gibt auch nochmal viel Geschmack, wer möchte kann die Sojasauce auch schon direkt am Anfang mit zu dem Tofu geben, nur nicht übertreiben. Was auch noch sehr viel Geschmack gibt sind getrocknete Tomaten, die kann man einfach ganz klein schneiden und mit den Zwiebeln zusammen anbraten. Man kann auch ganz am Schluss noch halbierte Kirschtomaten reinwerfen oder ganz andere Gemüse nehmen, oder, oder, oder…

Als Beilage eignen sich sehr gut Nudeln oder Reis, man kann das ganze aber auch zu Brot essen. Schmeckt auf jeden Fall super. 🙂

Regelmäßige Leser meines Blogs wissen von meinem letzten Fake-Cheese-Experiment. Damals testete ich eine Variante des No Muh Chäs, und der hatte bei mir ja auf ganzer Linie versagt. Nach Rückfrage bei Vegan Wonderland wurde mir dann der Vegourmet Santeciano empfohlen, dieser sei sehr nah am Original. Da ich ja mutig bin, bestellte ich diesen dann. So sieht er aus:

400g kosten 5,79 € und folgendes ist drin:
Wasser, Pflanzliche Öle (23 %), Stärke, Stabilisatoren E 450, E1404 und E1450), Salz, Aromen aus pflanzlichen Quellen, Konservierungsmittel: Sorbinsäure, Farbstoff: Betakarotin.

Ich finde ja dass das schon optisch eine starke Verbesserung zum No Muh Chäs darstellt. Irgendwie wirkt er aber doch nicht wirklich wie ein normaler Käse. Man merkt ihm deutlich an, dass er ein Imitat ist. Nun denn! Ausgepackt, ein paar Scheiben abgeschnitten (er schneidet sich auch seltsam), mit lecker Schwarzbrot auf’n Brötchen und schnell fotografiert:

Sieht doch schon sehr lecker aus, oder? Es sieht nicht nur mehr nach Käse aus, die Konsistenz ist auch sehr viel käseähnlicher als die vom No Muh Chäs. Geschmacklich kommt es einem sehr milden Gouda oder Butterkäse nah, also leider eher langweilig. Aber ok. Wir haben dann auch noch ein Experiment mit einem Auflauf gemacht, bei dem wir dann diesen Käse verwendet  haben. Das Ergebnis sah so aus:

Das hat mir aber leider gar nicht gefallen. Der Käse „benimmt“ sich einfach nicht wie richtiger Käse. Er verläuft nicht, sonder liegt einfach nur da und wird warm. Zum Glück wird er auch nicht gummiartig oder sowas, aber er schmilzt so komisch, man kann es nicht so richtig gut beschreiben. Nix für mich.

Fazit: Diese Käse ist schon mal eine Verbesserung zum No Muh Chäs, aber ich kauf das auch nicht wieder. Diese seltsamen Käseersatz-Dinger gefallen mir irgendwie nicht. Kai (Mein Gespons) fand beide Käse übrigens durchaus lecker. Vielleicht ist das einfach nur ne Geschmackssache. 🙂

Letztens hatte ich son Hunger und keine Lust zum Kochen. Da fand ich diese Frühlingsrollen noch im Kühlschrank. Die lagen da schon länger weil sie eigentlich so gut gar nicht aussagen:

Das ist drin:

Teig: Wasser, Weizenmehl*, Meersalz, Sonnenblumenöl*
Füllung: Gemüse* (46%) (Weißkohl*, Mungbohnensprossen*, roter Paprika*, Zwiebeln*, Karotten*), Tofu* (Wasser, Sojabohnen*, Gerinnungsmittel: Calciumsulfat), Reisnudeln* (4%) (Reismehl*, Wasser), Sojasauce* Shoyu (Sojabohnen*, Wasser, Weizen*, Meersalz), Koriander*, Sonnenblumen-öl*, Meersalz, Gewürze*, Chili-Sauce* (Branntweinessig*, rote Paprikaschote*, Karotten*, Meersalz, Chili*, Roh-Rohrzucker*, Wasser, Zitronensaft*, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl*)

Die Produkte der Firma Soto kann man in Bioläden oder Reformhäusern finden, von denen stammen auch die grandiosen Traum-Monde „India„. So. Wie gesagt, ich hatte son Hunger, da hab ich diese Frühlingsrollen genommen und mit etwas Öl in der Pfanne angebraten – und aufgegessen. Ohne sie vorher nochmal zu fotografieren, son Hunger hatte ich. Einfach vergessen! Und nun könnte man ja sagen: „Wat veröffentlichst du das dann? Kauf das nochmal und knips es!“ und ich würde dem zustimmen, wenn die Frühlingsrollen denn lecker gewesen wären. Leider haben sie gar nicht mal so gut geschmeckt. Ich hab sie trotzdem aufgegessen, weil ich son Hunger hatte! 🙂 (Kauft lieber die Traum-Monde, die sind super!)

Berief? Was ist das für eine Name? Wie spricht man das aus? Hab ich noch nie gehört. Ich weiß auch nicht mehr wo ich das gekauft habe. Es muss irgend ein Laden gewesen sein, in dem ich mich nicht oft aufhalte. Das ist schlimm, denn – soviel sei vorweg gesagt – es schmeckt super. Also, wenn jemand weiß wo es das gibt, möge er es mir mitteilen!

Das ist drin: Tofu** frittiert 87%, (Tofu: Sojabohnen*, Wasser, Magnesiumchlorid, pflanzliches Öl*), Wasser, Hefeextrakt, Malzextrakt*.

* aus kontrolliert ökologischem Anbau
** 100 g Tofu werden hergestellt aus 67g Sojabohnen.

Jedenfalls sieht es ja ganz lecker aus auf der Packung, wenn man sie öffnet, bekommt man jedoch einen leichten Schreck, denn da entpuppt sich ein vakuumverpacktes, unschön aussehehendes Etwas:

Ich finde ja das sieht aus wie ein eckiges Gehirn. Oder schlimmeres. Nun denn! Ausgepackt, auf einen Teller gelegt, wundert sich der Soja-erfahrene Koch: Das ist ja total fest! Gar nicht so einfach, das zu zerkrümeln. Selbiges muss man jedoch tun und es dann in eine Pfanne schmeißen. Ich hab vorher schon Zwiebeln und Zucchini drin gebraten. Der aufmerksame Leser meines Blogs weiß mittlerweile dass Zucchini und Zwiebeln das wichtigste Gemüse der Welt sind. Wenn man Zucchini und Zwiebeln hat, hat man keine Sorgen. 🙂 Das Ergebnis ist dieses, schon sehr viel besser aussehendes Essen:

Was mich vor allem überzeugt hat ist die Konsistenz dieses Produkts. Das ist wirklich mal bissfest und nicht matschig. Der Geschmack ist auch gut, unaufdringlich lecker. Super Zeugs! Eignet sich als Ersatz für alle Hackfleischgerichte und ich behaupte, dass man damit Fleischesser reinlegen kann.

 

 

Fisch. Fisch habe ich eigentlich immer gerne gegessen früher. Das ist lange her. Ich mag ja auch so gern Seetang, das schmeckt auch so schön meerig. Fisch müsste man mal wieder essen. Zum Glück gibt es da ja auch Ersatzprodukte, jedoch bin ich ja ein wenig vorsichtig geworden seit der Sache mit den Garnelen. Nun gut, mutig wie ich bin bestellte ich dennoch ein Stück Veggie Lachsfilet, diesmal achtete ich jedoch darauf dass das Produkt nicht aus Yams hergestellt wurde. Yams. Das hört sich zwar yummy an, ist es aber nicht. Das Veggie Lachsfielt jedenfalls besteht hauptsächlich aus Soja und Eiweiß. „Das kann so schlimm nicht sein“, dachte ich mir und orderte ein 300g-Stück für 5,39 € bei Vegan Wonderland. Prompt wurde es geliefert und sah so aus:

Und das ist drin: Sojafasern, Weizeneiweiß, Seetang, Sesam, Ingwer, Maltose, Sojasauce, Salz, Pflanzenöl
Nach der ersten Freude kamen jedoch Probleme auf. Ja, ein Fisch. Aber was mach ich nur damit? Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Fisch gekocht! Wie isst man Fisch überhaupt? Plötzlich fiel mir ein, dass ich Fisch früher immer nur in Form von rotgefärbten Lachsimitat auf Brötchen gegessen hatte. Oder in massenhaft Sauce ertränkt aus der Kühltruhe, Schlemmerfilet a la Bordelaise (und da fiel mir auch diser Fisch aus der Werbung wieder ein, der mit einer tiefen Stimme immer sang: „a la Bordelaise!“. Werbung für Tierprodukte sind seltsam. Als hätten die Tiere Spaß daran, gemampft zu werden.) Nun ja. Nach dieser Erkenntnis war ich demotiviert und der Fisch verbrachte einige Zeit im Kühlschrank. Zum Glück ist er ziemlich lange haltbar, sonst hätte ich ein Problem gehabt. Eines Tages jedoch kontaktierte ich die liebe Andrea, die mir einige Tipps geben konnte. Zusätzlich habe ich dann noch auf ihrem Blog Gourmandise gestöbert und zwei interessante Rezeptvarianten gefunden, einmal mit Estragon und einmal mit Dill. Da ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich mich für eine Kombination aus beiden entschlossen und habe die Rezepte auch noch etwas abgewandelt.

Lachsfilet mit Reis, italienischem Gemüse und einer Estragon-Dill-Sauce

Zutaten (für 4 Personen):

2 Veggie-Lachsfilets
2 Zwiebeln
1 Zucchini
1 Aubergine
1 gelbe Paprika
1 Zitrone
1 BecherBasmatireis
Olivenöl
1 Päckchen Alpro Soja Cuisine
Dill
1 Zitrone
Worcestershire Sauce
Estragon
Rosmarin
Oregano
Paprikagewürz
etwas Mehl
Salz, Pfeffer

Also erstmal den Lachs ausgepackt. So sieht er aus!

Sieht nicht so lecker aus. Irgendwie schleimig und sehr gefaked. Aber das ist er ja auch und das wusste ich ja vorher. Und Fische sind ja auch schleimig, oder?

Los geht’s!

Den Basmatireis im Reiskocher oder auf dem Herd zubereiten, ziehen lassen. Aubergine, Zucchini, Paprika und Zwiebel kleinschneiden.  Das Gemüse in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Oregano, Salz, Pfeffer, Paprikagewürz und Rosmarin abschmecken, dann warmstellen. Den Fisch in Mehl wenden und in Olivenöl anbraten. Der Fisch muss eigentlich nicht „garen“, nur erhitzt werden. Er ist schon fertig so wie er ist. Durch das Mehl bekommt der Fisch eine nette Kruste, das ist mir aber nicht so ganz geglückt. Vielleicht fehlt mir da die Erfahrung, ich weiß es nicht.

Hier ist der Fisch!

Ein bisschen angekokelt, wie ihr seht. 🙂

Für die Sauce einfach die Soja Cuisine im Topf erhitzen und Estragon, Dill, Salz, Worcestershiresauce und bei Bedarf Saucenbinder oder Wasser hinzugeben

Alles zusammen auf einem Teller anrichten und mit Zitronenscheiben garnieren.

Und wie hat er nun geschmeckt, der Fisch? Bei aller Skepsis freue ich mich ja immer wieder darauf, neue Produkte zu testen. Der erste Bissen vom Fisch war überraschend….gut! Ich fand es ziemlich realistisch, nach Meer und Seetang schmeckend. Der zweite Bissen war aber irgendwie schon nicht mehr so überzeugend und je weiter ich aß erinnerte mich der Fisch geschmacklich und von der Konsistenz her an das Innere von so Dosen-Kohlrouladen, die früher mal gegessen hatte. Ich hab dann den halben Fisch, der meine Portion darstellte auch nicht aufbekommen, meiner Schwester ging es ebenso. Am nächsten Tag habe ich den Rest nochmal probiert aber mein Eindruck hat sich nicht geändert. Fazit: Der Fisch ist ganz ok, man kann ihn essen, der eine oder andere wird ihn sehr mögen. Aber meins ist das irgendwie nicht. Schade. Aber ich glaube ich probier nochmal einen anderen Fisch aus! 🙂