Archive for Mai, 2012


Ich esse dauernd asiatische Gemüsesuppe. Das Gute daran ist, dass sie kalorienarm ist und gleichzeitig abwechslungsreich weil man immer andere Dinge verwenden kann. Als Grundlage braucht man immer eine Brühe (und wer es schärfer mag wirft noch etwas rote oder grüne Curry Paste hinein, wer will auch Sojasauce) und dann kann man eigentlich jedesmal etwas anderes hineinwerfen. Nicht zu lange kochen lassen, damit alles noch etwas Biss hat. Man muss nur die unterschiedlichen Garzeiten der Gemüsesorten beachten, zB dauern Möhren länger als Broccoli. Und die Ramen Nudeln muss man immer zum Schluss reinwerfen, weil die in drei Minuten fertig sind. Inzwischen bin ich sogar dazu übergegangen, die Nudeln separat zu kochen weil sie erstens die Suppe etwas trüben und zweitens mag ich sie nicht in aufgewärmt, die werden mir zu matschig, wenn sie zu lange in der Suppe liegen. Wenn ich also einen großen Topf Suppe koche, mache ich mir die Nudeln dann jedesmal frisch.

In der abgebildeten Suppe sind folgende Zutaten:

Bitamo Gemüsebrühe
Möhren
rote Paprika (die länglichen, spitzen sind besser als die runden)
Kimchi
Broccoli
Sojasprossen
Seidentofu
Ramen-Nudeln
Rote Curry Paste

Man kann aber auch z.B folgende Dinge verwenden:

Lotoswurzel
Zucchini (dünn geschnitten)
Champignons oder andere Pilze
Sellerie
Lauch
Blumenkohl
grüne Bohnen
Bambus
Chinakohl
Zwiebeln
grüner Spargel
Rosenkohl
gekochte Kartoffeln
Erbsen

oder was immer euch auch einfällt.

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Normale Brühen aus dem Supermarkt enthalten oft entweder tierische Produkte oder Geschmacksverstärker, oder sogar beides. Es gibt mittlerweile aber auch schon einige alternativen. Die, welche mir bislang am Besten gefällt weil sie ergiebig ist und gut schmeckt ist die von der Firma Bitamo. Zusätzlich hat die Bitamo-Brühe auch noch das Bio-Siegel. Ich glaube ich habe sie im Reformhaus gekauft.

Die Zutaten sind: Meersalz, Hefeextrakt, Reismehl*, Gemüse* (10% Sellerie*, Möhren*, Zwiebeln*, Lauch*), kaltgepresstes Sonnenblumenöl*, Kräuter*, Gewürze*
(*aus kontrolliert biologischem Anbau)

Die Gemüsebrühe kann als Grundlage für Suppen aber auch als Geschmacksverstärker für andere Gerichte eingesetzt werden.

Diese leckeren Nudeln findet man in Asia-Shops. Sie eignen sich vor allem als Suppeneinlage und sind schon nach etwa 3 Minuten in kochendem Wasser fertig. Ich breche die Nudeln immer einmal in der Mitte durch, sonst sind sie einfach zu lang und unpraktikabel.

Zutaten: Weizenmehl, Wasser Salz.

Kimchi ist sauer/scharf eingelegter Kohl, der vor allem in Korea gern gegessen wird. Erhältlich ist Kimchi in gut sortierten Asia-Läden in kleinen Dosen. Kimchi eignet sich als Beilage zum Essen, man kann ihn aber auch kleinschneiden und in Suppen schmeißen, dafür benutze ihn ihn meistens. Durch die beigefügten Gewürze gibt er viel Geschmack an die Suppe ab.

Die Zutatenliste des Kimchi auf dem Bild (es gibt verschiedene Varianten): Chinesischer Kohl 77%, Wasser, Schalotten, Chili, Zucker, Knoblauch, Ingwer, Geschmacksverstärker (E621)

Leider enthält mein Kimchi Geschmacksverstärker. Ich werde mich mal auf die Suche nach einer Alternative begeben…

Veganes Rührei

Ich habe mit Ei immer große Probleme. Es ist total eklig es zu verarbeiten, denn es schwimmen fiese Dinge drin. Eierproduktion ist ja auch generell eher unschön, vor allem weil der männliche Küken“abfall“ in Scharen geschreddert oder vergast wird. Außerdem wird mir immer schlecht von Ei, ich vertrag es nicht gut. Aber es ist lecker. Deswegen gibt es jetzt die WAHNSINNS-Variante! Veganes Rührei mit veganem Speck sogar! Und es schmeckt super! Sogar Fleischessern! Ihr glaubt es nicht? Seht selbst:

Zutaten (für sehr hungrige 2 oder sogar 4 normalessende Personen):

1/2 Packung Räuchertofu
1 Packung Silk Tofu
1 Packung normaler Tofu (einfach mal rumprobieren welcher euch am besten schmeckt, da kann man Glück oder Pech haben. Es gibt da große Geschmacks- und Konsistenzunterschiede. Meine Lieblingssorte ist von Taifun, den von Edeka aber mag ich z.B. überhaupt nicht.)
2 Zwiebeln
Kala Namak Salz
Paprikagewürz
Kurkuma
etwas Planzenöl
eventuell frische Kräuter, Schnittlauch oder Petersilie, zum Garnieren.
eventuell eine Unterlage. Brötchen oder Toast oder so.

Zubereitung:

Den Räuchertofu in kleine Stückchen schneiden, die Zwiebeln auch. Beides in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. Den normalen Tofu mit einer Gabel zerdrücken oder mit den Händen zerkrümeln und dann zu dem Räuchertofu und den Zwiebeln in die Pfanne geben. Ordentlich anbraten, bei Bedarf Öl hinzufügen. Jetzt mit Kurkuma alles schön gelb färben (hat kaum Eigengeschmack), mit Paprikagewürz und Kala Namak Salz (hier sehr vorsichtig)  abschmecken. Danach den Silk Tofu dazugeben und einrühren. FERTIG. DER WAHNSINN. Die Zubereitung war nicht eklig und man kann ganz viel davon essen ohne dass einem schlecht wird! 😀

Und hier nochmal mit Käpt’n Tofu Knusperstäbchen, Kartoffeln und Spinat!

UPDATE:

Heute morgen habe ich auf meiner Facebook-Seite einen Beitrag von veggiemaid gefunden. Es wurde ein Video von Jérôme Eckmeier geteilt, in dem eine andere Variante für veganes Rührei vorgestellt wurde. In diesem Rezept wurde nur eine Tofusorte (der normale unbehandelte Tofu) verwendet. Dafür kommt hier aber Hafersahne zum Einsatz. Mir war gerade sehr nach Rührei, deswegen habe ich das Rezept direkt ausprobiert, allerdings habe ich Sojasahne statt Hafersahne genommen. Auch diese Spezialgewürzmischung hatte ich natürlich nicht da und bin wie in meinem gewohnten Rezept vorgegangen. Ich habe – im Gegensatz zu Jérôme – die Zwiebeln zuerst angebraten und dann erst den Tofu hinzugefügt. Ansonsten bin ich sehr ähnlich vorgegangen und das Ergebnis ist wirklich sehr gut. Die Konsistenz gefällt mir viel besser als bei meinem ursprünglichen Rezept, es krümelt jetzt nicht mehr so. Ein weiterer Vorteil ist, dass man nicht immer drei verschiedene Tofus verwenden muss, so dass man auch problemlos eine kleinere Menge zubereiten kann. Ich kann mir vorstellen, dass ein bisschen Räuchertofu als Speckersatz darin gut schmecken könnte, muss aber nicht.

Ich werde das Rührei wohl jetzt immer so herstellen, es geht viel schneller, es ist weniger und es schmeckt auch noch ein bisschen besser. Hier ist das Ergebnis von heute morgen:

Rührei

Kala Namak Salz stammt aus Indien und hat eine rosa-bräunliche Farbe, was seltsam ist, denn „Kala Namak“ bedeutet Schwarzsalz. Es ist wesentlich feiner als normales Salz und eignet sich zum Verfeinern verschiedener Gerichte. Ich habe es mir bei Vegan Wonderland bestellt, dort kosten 250 Gramm 5,79 Euro. Das Besondere an diesem Salz ist sein schwefelartiger Geruch und Geschmack. Es eignet sich hervorragend zur Herstellung von veganem Rührei. Das Ergebnis ist umwerfend lecker. 🙂

Seidentofu ist eine grandiose asiatische Erfindung. Dieser Tofu ist nicht mit normalem Tofu vergleichbar, denn die Konsistenz ist völlig anders. Man muss ihn auch sehr vorsichtig behandelt, geht total schnell kaputt.

Man kann Seidentofu super als Suppeneinlage verwenden, er ähnelt Eierstich. Man braucht Seidentofu auch um veganes Rührei herzustellen. Kaufen kann man Seidentofu in gut sortierten asiatischen Lebensmittelläden und es gibt mindestens drei verschiedene Sorten, die alle anders heißen. Ich habe allerdings noch nicht herausgefunden wo jetzt genau der Unterschied zwischen den einzelnen Sorten liegt. Zwei sind unten mal abgebildet.

Ich hab das mit dem Räuchertofu grad erst entdeckt. Ich mochte das nie weil es so sehr stark gewürzt ist. Aber der Trick ist: Man kann den Tofu ganz klein schneiden und ihn als eine Art Speck-Substitut verwenden. Eignet sich wunderbar für deftige, klassisch deutsche Gerichte. Räuchertofu gibt es von vielen Firmen, hier stelle ich mal den von Viana vor. So sieht er aus:

Inhaltsstoffe sind: Trinkwasser, Sojabohnen, Sojasauce (Trinkwasser, Sojabohnen, Weizen, Meersalz), natürliches Gerinnungsmittel: Nigari (Magnesium Chlorid), Rauch

Kaufen kann man ihn im Reformhaus oder im veganen Versand. 250 Gramm kosten circa 2,60.

Hat man die Verpackung entfernt sieht der Tofu ziemlich lecker aus. Er riecht direkt sehr stark nach Rauch und die Konsistenz ist sehr angenehm. Zu verwenden wie Speck, schmeckt super. 🙂

Dieses Essen geht sehr schnell und es ist lecker, dafür hat es aber reichlich Kalorien.Eigentlich gehört da gar kein Lauch rein, aber ich mag Lauch. Man kann es auch mit normalen Spaghetti machen, aber Spaghettini sind dünner als Spaghetti und darum leckerer. 🙂

Zutaten (für 2 Personen):

300g Spaghettini
Olivenöl
4 Knoblauchzehen
1 Stange Lauch
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Das Lauch in kleine Ringe schneiden und kurz in kochendes Wasser werfen. Danach zur Seite stellen und abtropfen lassen. Die Spaghettini al dente kochen und ebenfalls abtropfen lassen. Reichlich Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die Spaghettini hineinwerfen. Kurz anbraten lassen. Das Knoblauch zerdrücken und hinzugeben. Jetzt auch das Lauch hinzugeben und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gut verrühren, fertig.

Dazu eignet sich auch ein schöner Salat, z.B. dieser hier mit Tomate und Mozzarella.

Eigentlich wäre ich gerne Veganer. Das gestaltet sich im täglichen Leben natürlich nicht so einfach, vor allem weil ich so gerne Käse esse. Deswegen bin ich immer auf der Suche nach einer leckeren Käse-Alternative. Bei Vegan Wonderland gibt’s ne ziemlich große Auswahl und ich entschied mich für den pikanten No Muh Chäs. Auf der Abbildung sah er recht lecker aus und wird dort als “ die geschmacklich beste vegetarische Käsealternative für alle ist, die kräftig-würzigen Käse mögen“ beschrieben.

Die Inhaltsstoffe sind: Wasser, pflanzliche Öle und Fette, Fruchtsaft, Kartoffelstärke, Reismehl, Hefepulver, Nussmus, Steinsalz, Aroma (vegetabil), Carraghenan, Gewürze, Antioxidationsmittel (Ascorbinsäure), Farbstoff (Kurkuma)

Ein 200g Stück kostet 5,99 Euro. Nicht gerade günstig aber für einen leckeren, veganen Käse war es mir das Wert. Geliefert wurde etwas, das nicht ganz so lecker aussah:

Leider sah der Käse nicht nur nicht lecker aus, er schmeckte mir auch nicht. Ich empfand den Geschmack als sehr künstlich und irgendwie überwürzt, mit einem pikanten Käse kann man das nicht vergleichen. Allerdings das Schlimmste ist die Konsistenz, irgendwie weich, mehlig. Das konnte ich leider nicht essen, es landete im Müll. Jedoch möchte ich das nicht dem Shop anlasten, ich habe dort auch schon sehr leckere Sachen bekommen und die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Ich werde dort auch weiterhin bestellen, da die Asuwahl an veganen Produkten dort einfach riesig ist. Nur von diesem Käse-Ersatz muss ich leider abraten.