Archive for Dezember, 2011


Spaghetti Bolognese

Zutaten (für 2-3 Personen):

250g Spaghetti (ich empfehle hier Spaghettini von Buitoni. Die sind dünner und das mag ich lieber)
2 Zwiebeln
1 Packung Tofu Bolognese
1 kleine Dose Erbsen und Möhren
1 Dose Tomaten (stückig)
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Paprikagewürz
Salz
Oregano

Nudeln in Salzwasser kochen bis sie al dente (bissfest) sind. Danach abgießen.
Währenddessen die Zwiebeln würfeln und in Olivenöl anbraten. Dann die Tofu Bolognese hinzugeben, nochmal kurz anbraten lassen. Knoblauch pressen und hinzugeben, ebenso die Erbsen und Möhren, sowie die Tomaten. Kurz köcheln lassen, mit Paprikagewürz, Salz und Oregano abschmecken.
Sauce auf die Nudeln geben, fertig!

Beim Netto bekommt man dieses wunderbare Produkt das quasi schon fertig ist wenn man die Packung geöffnet hat. Man findet die Tofu Bolognese im Kühlregal bei den Bio-Produkten.

Tofu Bolognese besteht aus:

Trinkwasser, 28,5 % Tofu (Trinkwasser, Sojabohnen*), Weizeneiweiß*, Sonnenblumenöl*, 5 % Tomatenmark*, Gemüsebouillon (Meersalz, Hefeextrakt, Reismehl*, Palmöl*, Gewürze*), Gewürzmischung*, Sojasauce (Trinkwasser, Sojabohnen*, Weizen*, Meersalz), Röstzwiebeln*, Rohrzucker*, Meersalz, Verdickungsmittel Johannisbrotkernmehl, Oregano*, Paprika scharf*, Sellerie*, Koriander*

* aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft

Nachdem man ie Folie entfernt hat sieht das Zeugs dann so aus:

Zugegeben, schön ist was anderes. Aber es schmeckt super. Nicht sehr fleischig (zum Glück, das mag ich nämlich nicht) aber gut gewürzt und echt lecker. Die Konsistenz ist auch toll. Man kann es einfach als Hackfleisc-Ersatz verwenden, z.B. in Spaghetti Bolognese oder wenn man z.B. Paprikaschoten füllen möchte.

Fazit: Kann ich nur empfehlen!

Tartex Pastete

Tartex Pastete ist ein beliebter veganer Brotaufstrich auf der Basis von Nährhefe, der von der Konsistenz und Farbe her an herkömmliche Leberwurst erinnert. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen. Der Klassiker „Delikatess“ ist auch vom Geschmack her Leberwurst nachempfunden. Die Palette reicht aber viel weiter, eine kleine Auswahl: Champignon, Chili, Curry-Sesam, Knoblauch, grüner Pfeffer, Kräuter, Paprika…. Mehr Infos gibt es auf http://www.tartex.de/

Erhältlich ist Tartex aber nicht nur im Internet sondern auch in Reformhäusern oder Biomärkten. Es gibt Tartex Pasteten in verschiedene Größen, die gängigste ist die 125g Dose für circa 2,- Euro und dann gibt es noch die 50g Probiergröße für 1,- Euro. Die beliebteren Sorten gibt es auch noch in Familienpackungen. Der praktische Deckel, der immer auf der 125g Dose drauf ist eignet sich super zum verschließen von Konserven (Katzenfutter o.ä.)

Im Folgenden möchte ich meine Lieblingssorte „Olivera“ vorstellen:

Inhaltsstoffe:
Nährhefe, Trinkwasser, pflanzliches Fett (ungehärtet), grüne Oliven* (9,6%), Kartoffelstärke*, Zwiebeln*, Gemüsepaprika (3,4%), Sonnenblumenöl, Tomatenmark, Meersalz, Sellerie*, Gewürze*, Hefeextrakt, Kräuter*.
* aus ökologischem Landbau, DE-003 Öko-Kontrollstelle

Ich esse es wirklich gerne und kann es nur empfehlen. Auf ’nem Brötchen sieht’s dann so aus:

Diese Curry-Grünkern-Bratlinge der Marke BioBio gibt es beim Netto in der Kühltheke. Kurz entschlossen wurden die Dinger gekauft um sie in einen Veggie-Burger zu packen.

Folgendes ist drin: Tofu(17%,Trinkwasser,Sojabohnen), Weizeneiweiß, Trinkwasser, Grünkern14%, Mais, Karotten, Sonnenblumenöl, Gewürze, Röstzwiebeln, Meersalz, Rohrohrzucker, Curry 1%, Paprika scharf, Hefeextrakt, Reismehl, Palmöl, Sellerie

Ausgepackt sahen die Dinger plötzlich ganz anders aus als auf der Packung:Was auf dem Bild den Eindruck einer schönen, runden, gleichförmigen Burgerfrikadelle erweckte, war plötzlich ein unförmiger, hässlicher Klumpen. Viel zu dick, viel zu klein und viel zu unförmig für einen Burger. Mmh. Gut dass wir nur die kleinen, doofen ebenfalls beim Netto gekauften Burgerbrötchen hatten, in so einem schönen Mini-Fladenbrot (die nehmen wir sonst immer) wäre das Ding versunken. Ich habe mich dann dazu entschieden die Teile nochmal zu halbieren, sonst wären die zu dick geworden.

Man muss die Dinger nur ganz kurz anbraten, dann sehen sie so aus:

Innerhalb des Burgers habe ich sie eher els nichtssagend empfunden. Nicht besonders würzig , geschmacklos, sehr weich. Mein fleischessender Mann jedoch fand sie total lecker. Vielleicht Geschmackssache.

Mein Fazit: Es gibt definitiv besseren Frikadellen-Ersatz.

Vindaloo Curry-Gemüse

Zutaten für 4 Personen:

300g Basmatireis
1/2 Zucchini
3 Möhren
1 gelbe Paprika
1 rote Paprika
1 halber Blumenkohl
2 Zwiebeln
2 frische Tomaten
2 Knoblauchzehen
1-2 Dosen Kokosmilch
1 Stück Ingwer
70g Cashewkerne
Butter Ghee

Vindaloo Sauce

Madras Curry Paste

Kardamom

Chiligewürz
Salz
Zucker
Paprikagewürz
1-2 Bund frischer Koriander
Gemüsebrühe
Tomatenmark

Hinweise:

Ghee kann durch Butter oder Pflanzenöl ersetzt werden. Wenn man Pflanzenöl nimmt, wird das Gericht auch vegan.
Ist Koriander unbekannt unbedingt vorher probieren. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. 🙂

Zubereitung:

Basmatireis im Reiskocher oder im Topf mit Salz kochen. In meinem Reiskocher klappt es am besten wenn ich nur ein wenig mehr Wasser als Reis nehme, dann wird der Reis leicht „al dente“.

Cashewkerne in einer Pfanne ohne Öl kurz rösten. Dann beiseite stellen.

Blumenkohlröschen vom Kohlkopf abtrennen, waschen und je nach Größe nochmal halbieren. Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Beides kurz in einem Topf kochenden, gesalzenem Wasser blanchieren.

Zwiebeln klein schneiden und die beiden verschiedenfarbigen Paprikas in etwas größere Stückchen schneiden. Beides in Ghee in einer großen Pfanne anbraten. Dann den Blumenkohl und die Möhren dazugeben.

Nun kann man die vorher in Halbkreise geschnittene Zucchini sowie die Kokosmilch (erst mal nur eine Dose) hinzugeben. Das Ganze kann dann etwas vor sich hinköcheln. Nun wird nach Bedarf Vindaloo Sauce, Madras Paste, Chiligewürz, Gemüsebrühe, Salz, Zucker, Kardamom (gemörsert), Ingwer (geschält und gerieben) und Paprikagewürz hinzugegeben. Mengenangaben kann ich hier nicht liefern, da ich zwischendurch immer abschmecke und variiere.

Die Tomaten werden in kleine Stückchen geschnitten und die Knoblauchzehen werden durch die Presse gedrückt oder ganz klein gehackt. Beides kann nun zu den restlichen Zutaten in die Pfanne gegeben werden.

Ist die Konsistenz zu flüssig kann man mit Tomatenmark binden, ist es nicht flüssig genug kann man noch Kokosmilch hinzugeben.

Zum Schluss den Koriander häckseln und mit den Cashewnüssen über das Essen streuen

Kardamom ist ein zitronig-minzig schmeckendes Gewürz, das vor allem asiatische Gerichte schön aufpeppen kann. Man kauft Kardamom am besten nicht gemahlen, sondern in Kapselform. So hält sich der Geschmack länger, da man es erst direkt vor dem kochen mit dem Mörser zerkleinert. Kardamomkapseln sind gelb-grünlich und in ihrem Inneren finden sich kleine, schwarzbräunliche Kerne. Diese müssen nur noch zermörsert werden und verleihen dem Essen ein schönes, frisches Aroma. Man kann die Kerne auch so zwischendurch mampfen, vielleicht als Kaugummi/Bonbon-Ersatz oder in Ermangelung einer Zahnbürste.

Bei Butter Ghee handelt es sich um geklärte Butter. Es gibt verschiedene Herstellungsmethoden, aber im Wesentlichen geht es dabei um die Abtrennung des in der Butter enthaltenen Wassers.

Ghee wird vor allem in der indischen und pakistanischen Küche eingesetzt und hat einen sehr eigenen, schwer zu beschreibenden Geschmack und es riecht beim Braten unheimlich gut. Es eignet sich besonders gut um Basmatireis vor dem kochen kurz darin anzubraten, man kann aber auch Gemüse, Tofu oder Panirkäse darin braten.

Vindaloo Sauce ist sehr scharf und würzig. Sie eignet sich hervorragend für indische Gerichte aller Art. Man sollte beim Kauf darauf achten dass es sich um eine authentisches Produkt handelt und nicht um eine „europäisierte“ Variante. Deswegen kauft man die Sauce am besten in einem asiatischen Supermarkt.

Mit Vindaloo Sauce kann man eigentlich jedes indische Essen „retten“. Aber Achtung: Zu viel könnte den deutschen Gaumen schnell überfordern. Deswegen vorsichtig würzen bis man den Dreh raus hat.

In dieser Vindaloo Sauce finden folgende Zutaten: Wasser, Tomatenpaste, Zwiebelpaste, Baumwollsamenöl, Ingwer, Knoblauch, Chilipaste, Rohrzuckeressig, Sahne, modifizierte Maisstärke, Salz, Zucker, unraffinierter Rohrzucker, rotes Chilipulver, Kreuzkümmel, Koriander, Garam Masala (schwarzer Pfeffer, Zimt, Nelken, Koriander, Kardamom, Chili, Kreuzkümmel, Mohnsamen, Lorbeerblätter, Muskat), Tamarinde, schwarzer Pfeffer, weißer Pfeffer, Korianderblätter, Bockshornkleeblätter, Gelbwurz, Gewürznelke, Zimt

Madras Curry Paste ist eine scharfe indische Würzpaste. Sie eignet sich hervorragend für Currygerichte aller Art. Ich empfehle die Paste der britischen Firma „Patak’s“ oder aber eine andere authentisch indische. Es empfiehlt sich deshalb die Paste in einem asiatischen Lebensmittelladen zu kaufen und nicht in einem normalen Supermarkt, denn hier gibt es oft nur „europäisierte“ Varianten die weniger geschmackvoll sind. Dem Ungeübten empfehle ich erst einmal eine vorsichtige Dosierung. Nachwürzen kann man immer.

Inhaltsstoffe: Wasser, Pflanzenöl, Koriander, Kreuzkümmel, Chili, Salz, Kurkuma, Maismehl, Ingwer, Tamarinde, Essigsäure, Senf, Gewürze, Knoblauchpulver, Zitronensäure, Milchsäure

Milchsäure ist übrigens in den meisten Fällen vegan, deswegen gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass das auch hier der Fall ist.

Als ich das erste Mal von veganen Riesengarnelen gehört habe war ich hin und weg – denn ich kann mich noch schwach daran erinnern dass ich Garnelen früher gerne gegessen habe. Also habe ich die Dinger spontan beim veganen Onlineshop bestellt – für stolze 5,79 Euro für 300 Gramm. Geliefert wurde dann das hier:

Mmh. Lecker sah das nicht aus. Erinnerte ein wenig an Pressfisch, auch Surimi genannt. Ein Blick auf die Zutaten erklärte schnell: Diese Garnelen bestehen zum Großteil aus Yamswurzel. Das wiederum klang verheißungsvoll. Also schnitten wir die Packung enthusiastisch auf. Jedoch, nach dem Auspacken wurde es nicht besser:

„Sieht aus wie aus Marzipan“ „Wabbelkram“ und „riecht nach Plastik“ waren noch die nettesten Kommentare meiner geladenen Gäste. Nichtsdestotrotz waren wir mutig, schmissen die Teile hoffnungsvoll in eine Pfanne mit Ghee und zerdrückten Knoblauchzehen und würzten sie mit einem scharfen Currygewürz und Salz. Und dann sahen sie richtig gut aus!

Beherzt warfen wir sie in unsere inzwischen fertige Gemüsepfanne! Es sah fantastisch aus! Wir konnten es kaum erwarten und setzten uns voller Vorfreude an den gedeckten Tisch. Dort standen bereits Cocktails und Basmatireis und mittlerweile waren wir auch sehr ausgehungert, denn die Küchenschlacht hatte eine Zeit gedauert.

Was dann kam war allerdings eine grausame Enttäuschung. Ich fand zwar, dass sie wirklich etwas nach Garnelen schmecken, aber meine drei omnivorischen Mitesserlein verneinten dies vehement. Worin wir uns aber einig waren: Die Konsistenz dieser Garnelen ist geradezu widerlich. Wie zähe Dosenpilze dritter Wahl muten diese Garnelen an. Irgendwie unangenehm und seltsam. Geschmacklich nicht unangenehm aber eher neutral.

Die Dinger sind dann leider in der Mülltonne gelandet. Nicht mal die Katzen wollten das Zeug essen, und die mögen einiges: Avocados, Kartoffelchips, veganes Katzenfutter, Sojamilch, Mäuse, Blaumeisen, Kröten, Tofu. Aber Garnelen, nein, die wollten sie auch nicht haben

Fazit: Ein teurer, nicht empfehlenswerter Spaß.

Nachtrag: Ich habe später todesmutig noch eine weitere Sorte veganer Garnelen getestet, die sogenannten Riesen Vegarnelen!