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Letzte Woche habe ich meine Schwester in Köln besucht. Eines Morgens begab es sich, dass ich ganz alleine frühstücken musste, denn Schwesterlein musste arbeiten, wie blöd. Und jetzt war es noch ganz früh am Morgen, acht Uhr! Also bei uns zuhause ist das ja unmöglich, vor halb zehn kriegt man hier nirgends ein ordentliches Frühstück – aber in Köln ist natürlich ganz anders. Und weil ich mich gar nicht auskannte, gerne was besonderes ausprobieren wollte und ich im Besitz einer Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel war, frage ich Google doch erst einmal, wo ich hingehen sollte. Sehr schnell stand fest: Café Hommage sollte es sein. Die Internetrezensionen waren allesamt gut: Vegetarische Auswahl, lecker, klein, gemütlich und originell. Da musste ich hin. Und obwohl ich ein Landei bin, klappte das mit den U-Bahnen super und in wenigen Minuten war ich aus der Wohnung meiner Schwester entschwunden und am Friesenplatz angelangt. In unmittelbarer Nähe hierzu sollte sich das Café Hommage befinden, nämlich an der Friesenstraße 73. Sehr schnell hatte ich das Café auch gefunden. Die Schaufensterscheibe war erschreckend klein, ich hätte es fast übersehen. Das erklärt wahrscheinlich, warum weder ich noch meine Schwester schon mal vorher da waren, obwohl wir beide in der Straße schon öfter unterwegs waren. Aber das Café Hommage ist so klein, dass man es einfach übersieht! Jedenfalls hatte ich es jetzt ja gefunden und alles sah sehr sympathisch aus. Mir gefiel vor allem, dass der Name des Cafés handschriftlich auf die Scheibe gemalt war, das wirkte irgendwie so unprofessionell-gemütlich. In der Gasse links daneben befanden sich Tisch und Stühle, ich vermute, dass man bei schönem Wetter auch hier essen kann. Man beachte auch die davor stehenden Hocker mit Jutesäcken als Bezug. Da saß übrigens jemand drauf und trank Kaffee. Gute Idee!

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Ich betrat also das Café und befand mich in der kleinsten Lokalität ever. Es gibt einen kleinen Vorraum, in dem sich die Theke befindet, an der man seine Bestellung aufgibt. Schnell hatte ich mich für ein Ziegenkäse-Walnuss-Honig-Brot, sowie ein Müsli mit Obst und Tee entschieden. So richtige gecheckt, was es alles gibt, habe ich allerdings nicht. Die Speisen stehen auf Tafeln an der Theke, ich glaube Speisekarten zum in die Hand nehmen gibt es nicht. Auf jeden Fall kann man auch Crêpes bekommen und Kuchen.Und Saft.

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Die Decke im Vorraum ist mit einem religiösen Bild verziert, wir in einer kleinen Kapelle oder so. Voll schon, auch wenn man (wie ich) gar nicht religiös ist.

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Ich begab mich dann in den hinteren Teil des Cafés, einfach ein kleiner, schmaler Gang. Dort befanden sich Tisch mit Bänken und Hockern.  Alle Möbel schienen bunt zusammengewürfelt, bei näherem hinsehen entpuppten sich die Tische als alte Nähmaschinentische, auf Bänken befanden sich leere Jutesäcke als Sitzunterlage, alles war aus Holz, rustikal, gemütlich, einladend. Ich entschied mich für den Tisch am Ende des Ganges und machte dieses Bild.

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Wie ihr seht, mit größeren Gruppen könnte es kompliziert werden. Aber um diese frühe Stunde war ich der einzige Gast und hatte meine Ruhe. Schnell brachte die nette Bedienung mir mein Essen. Davon habe ich kein Bild gemacht, irgendwie sah das auf dem Bild nicht so super aus wie in echt, das wäre dem Essen nicht gerecht geworden. Aber geht doch mal auf die Facebookseite des Cafés, da gibt es ganz viele tolle Essensbilder. Qualitativ war das Frühstück eine glatte eins. Das Vollkornbrot mit dem Ziegenkäse hatte ich auch genauso gut erwartet, sowas schmeckt ja eigentlich immer. Sehr, sehr lecker. Das Müsli hat mich allerdings total umgehauen. Ich bin gar nicht so ein Müslifan, aber bei diesem handelte es sich – glaube ich – um sogenannte Overnight Oats. da werden die Haferflocken über Nacht schon in Milch oder Joghurt kaltgestellt. Das war sowas von total lecker, ich konnte es kaum glauben. Der Tee war auch top – und wenn ich gewollt hätte, hätte ich mich auch noch an einer Wasserkaraffe bedienen können.

Teuer war es dann auch gar nicht. Alles zusammen lag irgendwie bei neun Euro oder so, da kann man echt nicht meckern. Das nächste Mal, wenn ich in Köln bin, komme ich auf jeden Fall wieder. Im Internet hatte ich gelesen, dass auch veganes Essen angeboten wird, das muss ich nochmal rausfinden, ob das stimmt. Ich finde auch irgendwie online keine Speisekarte. Das ist aber auch schon das einzige Manko an diesem schönen Café. Da kann man gut hingehen!

Vor einiger Zeit sorgten die Website LaTableSuisse und die dazugehörige Facebookseite für Aufsehen. Beide Seiten waren sehr professionell gemacht und stellten glaubhaft den Internetauftritt eines Züricher Restaurants dar, in dem nach traditioneller Art Katzenfleisch serviert werde.

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Ein wirklich gut gemachtes Video zeigte einen sympathischen Hipster-Koch, der sich sehr naturverbunden gab und erklärte, dass in der Schweiz seit je her Katzen gegessen würden, und dass dieses auch heute noch legal sei, wenn einem die Katze gehöre. Darum unterschrieben die Gäste vor dem Essen einen Adoptionsvertrag, so dass ihnen das Tier legal gehöre. Hier ist der Hipster-Koch beim kochen. Oder Gras schneiden.

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Es klang unglaublich, aber so etwas Professionelles sorgte für einen Aufschrei. Auch ich muss zugeben, dass ich zwar leicht an der Echtheit zweifelte, aber dass ich dennoch erst einmal schlucken musste, als ich das Video mit den Katzen in den Käfigen sah und dann diese tote Katze. Wir haben selbst zwei Katzen und, wie den meisten Europäern, stehen mir Katzen und Hunde unter den Tieren am nächsten. Mir war zwar auch klar, dass es im Prinzip egal ist, welche Tiere gegessen werden, denn Kühe und Schweine sind ebenso intelligent und empfinden den gleichen Schmerz. Aber dennoch – Katzenfleisch, das ist schon krass für mich empfindsamen Katzenfan.

Laut der Facebookseite war das Unternehmen mehrfach Opfer von Vandalismus. Man kann dort unter anderem lesen:

„Hunde und Katzen zuzubereiten, ist wohl überlegt. Es ist Teil unserer Kultur. Ich respektiere Vegetarier und alle, die dazu eine kritische Meinung haben. Aber es ist feige und gemein, diese Meinung durch Vandalismus auszudrücken, wie bereits mehrfach geschehen. Daher haben wir letzte Woche unsere echte Adresse und Telefonnummer entfernt.
Wer bei uns Gast sein möchte, kann über unsere Website eine Reservierung vornehmen. Ist diese bestätigt, teilen wir euch unsere Adresse mit. Entschuldigt bitte die Unannehmlichkeiten.“

und:

„Liebe Kritiker und Freunde unseres Restaurants,
wir müssen zugeben, dass wir mit der aktuellen Situation ziemlich überfordert sind.
Uns war zwar bewusst, dass unsere Art zu kochen provokativ ist, aber dass die Drohungen und Beleidigungen ein solches Ausmaß erreichen würden, hätten wir nicht gedacht. Für uns ist es teilweise auch unverständlich, denn im Prinzip sind wir wie jedes andere Restaurant, das Fleisch serviert. Nur achten wir etwas mehr als andere auf die Herkunft unserer Waren.
Wir bitten um Verständnis, dass wir wegen der vielen Anfragen, die uns in den letzten Tagen erreicht haben, momentan keine Reservierungen annehmen, um uns und unsere Gäste nicht in Gefahr zu bringen. Es ist uns momentan kaum möglich zwischen ernst gemeinten Reservierungen und vorgetäuschten Reservierungen zu unterscheiden. Die bisher bestehenden Reservierungen für die kommenden drei Wochen bleiben aber selbstverständlich bestehen. Wir freuen uns auf unsere Gäste.“

Die Bewertungen bei Facebook gingen schnell in den Keller, die Facebook-Gemeinde war entrüstet! Jetzt stellt sich heraus, dass es sich um einen Werbegag handelte: Der Vegetarierbund Deutschland​ und Beyond Carnism​ stecken dahinter. Der Sinn: Warum essen wir Schweine und Kühe und regen uns über das Schlachten von Katzen und Hunden auf? Wo ist die Grenze?
Hier könnt ihr das Video noch einmal ansehen: Klick! Was haltet ihr von der Aktion?

Bei meinem letzen Einkauf im Biomarkt habe ich diese vegane Mozarella-Variante gefunden, es gab dort die Sorten „natur“ und „Basilikum“. Auch wenn mich der Preis erst einmal sehr erschreckt hat (4,99 € für 200g), habe ich mich dafür entschieden, mal eine Sorte auszuprobieren. Denn dieser Mozarella wird nicht aus garstigen, undefinierbaren Zutaten hergestellt, sondern aus Cashews. Das ist ja erstmal nicht eklig. Die Konsistenz kann dann doch schon mal gar nicht so fies sein, dachte ich mir, wie bei all den anderen Käseexperimenten, die ich schon hinter mir habe! (Der Interessierte kann hier nachlesen: Käsealternativen-Produkttests). Also habe ich in den sauren Apfel gebissen, fünf Euro investiert und die Basilikumvariante gekauft. Dies ist sie:

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Die Packung sieht erstmal sehr gut aus, finde ich, appetitanregend in schönem Grün! Bei näherem Hinsehen fiel mir ein schweizer Fähnchen auf…war da nicht mal was mit einem seltsamen Produkt aus der Schweiz, das ich getestet hatte? In der Tat! Es ist diese Firma Soyana, von der ich schon die sehr lecker klingende „Fermentierte BioSoya Alternative zu Sauerrahm“ getestet hatte! Naja, das war ja nicht so überzeugend gewesen. Aber man lernt ja dazu, auch so als Firma, und dieser Mozarella sah echt gut aus. Wenn man die Pappe abmacht, hat man dies hier:

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Auch noch okay. Erinnert ein bisschen an so ne klassische Leberwurstverpackung, nur in schönem Grün! Wenn man es aufschneidet, kriegt man dies hier:

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Das Aussehen des „Mozarella“ entspricht eher dem von Kräuterbutter, auch die Konsistenz ist natürlich eine andere als die von normalem Mozarella. Man kann das auch streichen, wenn man will, aber auch gut schneiden. Erste Geschmacksprobe: Mmh, naja. Also nicht eklig, das ist schonmal gut. Die Konsistenz ist gut, der Geschmack ist für mich aber eher nichtssagend. Schmeckt weder nach Mozarella, noch, wie ich vorher etwas gehofft hatte, nach Cashews. Auch jetzt nicht so doll nach Basilikum. Aber vielleicht entfaltet der Mozarella ja seine volle Wirkung erst, wenn man ihn gemeinsam mit Tomaten verspeist. Früher habe ich immer Mozarella mit Tomaten auf Brötchen gegessen. Darum hab ich das jetzt erstmal genauso mit diesem Mozarella gemacht. Sah dann so aus:

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Man, ich krieg schon wieder Hunger. Tomate-Mozarella ist voll lecker. Leider muss ich sagen, dass dieser spezielle Mozarella geschmacklich eher unterging und mich sogar etwas störte, da hätte ich lieber die Tomaten pur gegessen. Aber das ist vielleicht auch mein persönlicher Geschmack. Fünf Euro ist mir das jedenfalls nicht wert.

Ich wollte nochmal auf der Website von Soyana nach den Zutaten googlen, damit ich die nicht abtippen muss, aber leider findet man die da nicht. Die Website ist immer noch total wirr und verrückt. Die brauchen echt mal einen ordentlichen Webauftritt….hier ist jedenfalls die Seite zu Veganella: Klick! Aha! Es gibt anscheinend sogar noch eine geräucherte Variante. Statt der Inhaltsstoffe bekommt man hier noch viele weitere Informationen: Zitate und Empfehlungen von Menschen, die Veganella ganz toll finden, Hinweise zu Bio Cashewkernen, Nährwerte zu Bio Cashewkernen, wissenschaftliche Hintergründe zu Bio Cashewkernen (hä?), Rezepte mit Veganella (yay!)… unendliche Vielfalt.

Hier sind dann doch noch die Inhaltsstoffe von Veganella, man kann sie bei alles-vegetarisch nachlesen: Wasser, Cashewkerne* 19,7%, Kokosöl*, Basilikumblätter 5,1%, Zitronensaft*, Flohsamenschalen*, Meersalz, Agar Agar*, Apfeldicksaft*, Johannisbrotkernmehl*, Knoblauch*(* = Zutaten aus ökol. Landbau)

Fazit: Probiert es aus, es ist jedenfalls der unekligste vegane Käse, der mir bislang untergekommen ist! Kai mochte es ganz gern, weiß aber nicht, ob er es für den Preis nochmal kaufen würde.

In London habe ich letztens im Shaad Grill & Bangladeshi Restaurant das leckere Gericht Begun Bharta gegessen. Das war so verdammt lecker und heute hatte ich echt Lust darauf. Aber leider kann man ja nicht eben nur für ein Begun Bharta nach London fliegen. Nichtmal wenn es ein so leckeres ist. Zum Glück habe ich einen Herd und kann gut kochen! Aber natürlich (wie immer) hatte ich weder ein Rezept noch genug Aubergine zur Hand, deswegen habe ich mal wieder improvisiert. Es war super lecker, darum hier mein Rezept.

Man braucht für circa 3 Personen:

1 Aubergine
1 Zucchini
2 große Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
1 Dose gehackte Tomaten
Pflanzenöl (ich habe Olivenöl benutzt)
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Currypulver
Asiatische Würzpaste (ich habe „Madras“ genommen)

und als Beilage Basmatireis und / oder Chapatibrot

Zubereitung:

Den Reis einfach so zubereiten wie ihr das immer macht. Am besten geht das in einem Reiskocher, aber das müsst ihr ja wissen.

Die Zwiebeln ganz klein hacken, Zucchini und Aubergine in  dicke Scheiben schneiden, dann vierteln. Knoblauch pressen. Dose Tomaten öffnen.

Viel Pflanzenöl in der Pfanne erhitzen. Wenn es heiß ist, das Gemüse reinwerfen und bei mittlerer Temperatur so lange braten bis alles schön weich ist. Vor allem Auberginen brauchen viel Öl. Sie sollten nicht mehr bissfest sein, sondern von alleine auf der Zunge zerfallen. Achtet aber auch darauf, dass es nicht anbrennt. Deswegen viel Öl (aber nicht so viel, dass es frittiert), mittlere Temperatur, viel umrührern. Nicht zwischendurch weggehen und Computer spielen oder so! Wenn ihr meint, dass das Gemüse so gut ist, den Knoblauch dazugeben und noch etwas braten. Dann die Dose Tomaten rein und nach Geschmack mit den Gewürzen würzen. Wer es gerne scharf mag, kann noch Chilipulver oder Chilischoten hinzugeben.

Dann ist es schon fertig und kann mit Reis oder Brot gegessen werden. Es ist total lecker und eigentlich recht einfach. So toll wie im Shaad Restaurant habe ich es nicht hinbekommen aber fast so gut.🙂

Begun

Ich hasse das immer wenn ich Leuten sage, dass ich gerne Sushi esse und die Antwort ist dann: „Ih, roher Fisch!“. Erstens sollte schon längst überall bekannt sein, dass Sushi nicht gleich Fisch ist und zweitens sollten all diese Leute mich längst kennen und wissen, dass ich keine Fische esse! Aber es gibt immer noch so viele Menschen, die denken, dass Vegetarier Fisch essen. Weil ein Fisch ja anscheinend kein Tier ist. Das sind Pescetarier! Leute, die Fisch essen aber kein Fleisch nennt man Pescetarier! Ich bin übrigens ein 8/10-Home-Veganer. Aber genug der Schubladen.

Schon länger hatte ich von einer rein veganen Sushibar in Münster gehört und deren Facebookseite geliket, Samstag war es dann soweit und wir sind gezielt zu dieser Sushibar gefahren. Da Kai kein Sushi mag, haben wir Takeaway genommen. Das war auch besser so, wie sich herausstellte, denn das Ambiente gefiel mir überhaupt nicht. Aber erst einmal von Anfang an. Die Sushibar befindet sich an der Hammer Straße 63 und zwar genau neben einer Kirche. So sieht Makimaki von außen aus:

Makimaki

Wie man im Fenster lesen kann ist Makimaki angeblich die erste vegane Sushibar Europas. Ich vermute einfach, dass das stimmt, ich habe nämlich noch nie vorher von einer veganen Sushibar gehört.

Ich hatte mir vorab schon mal die Speisekarte angesehen und mir das „Super Party Bento“ ausgesucht, so viel Auswahl hat mich nämlich total überfordert und ich wollte gern möglichst viel probieren. Das „Super Party Bento“ besteht aus 40 Stück Sushi, eine Mischung aus Hoso Maki und Ura Maki. Zusätzlich habe ich noch einen Wakame-Salat und zwei Stückchen Inari bestellt, das sind nämlich meine Favoriten. Der Plan war, dass ich Kai mal das Sushiessen beibringe und mit Glück zwei Tage davon essen kann.

Also, wie oben schon angemerkt, der Laden ist eher ungemütlich. Sehr, sehr klein, weiß, steril und es gibt außer einer kleinen „normalen“ Sitzecke nur diese ungemütlichen Barhocker, keine Musik, nur Geräusche aus Geräten. Nichts für mich. Aber egal, Hauptsache das Sushi schmeckt! Ich musste auch gar nicht lange auf meine Bestellung warten obwohl das „Super Party Bento“ sehr umfangreich ist. Anscheinden ist schon ziemlich viel vorbereitet. Schnell war ich also aus dem ungemütlichen Laden wieder raus und im Auto.

Zuhause konnte ich dann erstmal auspacken und vor Freude weinen:

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So viele vegane Sushis! So viele verschiedene! Ich konnte es kaum glauben. Ich habe noch eine schöne Miso-Suppe dazu gekocht und es konnte losgehen. Kai hat, wie er immer so ist, raps raps raps, ein paar gegessen, ohne auf irgendwelche Unterschiede zu achten und meinte dann abschließend: Ja kann man essen. Die Misosuppe hat er nur kurz probiert, igitt! gerufen und stehen lassen. Seufz. So ist er.

Ich wollte nun aber gerne genau wissen, welche Sushis da nun drin waren. Kann ich leider aber so genau gar nicht sagen. Es waren welche mit roter Bete dabei, diese Kombination hat mir nicht so gut gefallen. Die mit Wakame fand ich auch nicht so gut, ich mag Wakame lieber als Salat, darum hatte ich mir den ja auch zusätzlich bestellt. Der Rest aber war super. Vor allem dieser vegane Frischkäse. Grandios. Die Inaris (das sind die extra bestellten in der linken runden Schüssel) schmeckten genauso gut wie in jeder Sushi-Bar. Dabei handelt es sich übrigens um mit Reis gefüllte süßliche Tofutaschen. Die sind so toll!

Fazit: Ich würde da immer wieder kaufen. Das Party Bento hat drei Tage gereicht (am dritten Tag war es nicht mehr so lecker, weil der Reis antrocknet, aber das ist wohl normal). Ich bin jetzt traurig, dass ich kein Sushi mehr habe, ich könnte mich allein davon ernähren. Ich möchte neben dem Laden einziehen und eine Sushi-Flatrate buchen. Toll: Es gibt auch einen Lieferservice!

Kritikpunkte: Der Laden hat keinerlei Ambiente, man will sich da nicht aufhalten und ich finde es schade, dass man die verschiedenen Sushis in der Partybox nicht identifizieren kann. Ist halt dann eine Überraschungsbox. Und ganz minimal finde ich den Reis nicht so gut wie ich ihn schon bei anderen Sushibars gegessen habe.

Nach Studium der Website stellte ich fest, dass es auch ein Makimaki in Osnabrück und eins in Dortmund gibt. Geht da hin Leute. Absolute Empfehlung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Mocktail ist ein Cocktail ohne Alkohol. „Mock“ kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Fälschung“, „Attrappe“ oder auch „Nachahmung“. Ich weiß ja nicht, ob mich so ein Mocktail auf einer Party glücklich machen würde, dieser hier aus Gurke eignet sich aber hervorragend zum Grühstück. So geht’s:

Für 2 Mocktails:

1 Salatgurke
1 Limette
etwas Minze, entweder ein paar frische Blätter (besser) oder 2 TL getrockete (hab ich genommen in Ermangelung von frischer…)Agavendicksaft
1 TL Matchapulver (Optional)
1 Glas kaltes Wasser
Eiswürfel (vielleicht nicht zum Frühstück, aber wenn man es Abends trinkt)

Gurke schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Limette auspressen und den Saft zu der Gurke geben. Keinesfalls sollte man die Limette einfach schälen und das Fruchtfleisch komplett in die Schüssel werfen. Das habe ich gemacht. Es wird dann etwas bitter und man kriegt das auch nicht ordentlich kleingehäckselt. Jedenfalls nicht mit meinem Püriertsab…Dann die Minze und das Matchapulver hinzugeben. Matchapulver ist teuer, schmeckt aber lecker und soll ja laut Attila Hildmann Superkräfte verleihen. Man kann es also auch weglassen. Nun noch ein Glas Wasser hinzu und nach gewünschtem Süßegrad noch Agavendicksaft. Vielleicht erstmal nur ein bisschen und später noch mehr wenn man möchte. So. Alles wird nun püriert. Entweder mit einem ordinären Pürierstab, wie ich ihn benutze, oder aber mit einer hochmodernen Küchenmaschine, mir egal, klappt alles. Dann Eis rein (wenn man will) und fertig isses. Lecker.

Gurkenshake

 

Ich esse gerne Schokolade, besonders gerne weiße. Ich habe auch schon einige vegane Varianten probiert, die meisten waren mir aber irgendwie zu…naja wie soll man das beschreiben? Zu wässerig? Zu un-sahnig? Un-cremig? Eben genau nicht wie ein Lindor. Ich wollte es nochmal probieren und kaufte diese i choc im Biomarkt:

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Die Tafel kostet circa zwei Euro und es gibt noch mehr Sorten: Choco Cookie, White Nougat Crisp und Almond Orange. Da ich aber Weiße mag, kaufte ich Weiße. Sieht voll lecker aus die Packung oder? Ausgepackt sieht es dann so aus:

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Auch noch gut! Durchsichtige Folie abgemacht, reingebissen und…ehrlich? Der erste Bissen war etws enttäuschend. Wieder mal dieses..uncremige. Aber das zweite Stück war schon besser. Gar nicht mal so schlecht. Ich hab die Schoko aufgemampft, war also doch ganz gut. Kommt nicht an das Original heran, ist aber schon ganz ok. Wenn man vegan leben möchte ist das wohl ein guter Ersatz. Aber es ist kein Lindor. Ich kaufe auch mal die anderen Sorten und lasse euch wissen, wie die so sind.

 

Willkommen zu einer neuen Folge: Wie veganisiere ich traditionelle schottische Gerichte? In diesem Fall Cock-a-leekie. Da stiftet schon der Name erstmal Verwirrung. „Cock“ kann man sich ja gerade noch erklären, das heißt natürlich Hahn. Aber -a-leekie? „leekie“ ist eine Abwandlung von „leek“, das bedeutet Lauch. Also heißt das Ganze so viel wie „Huhn mit Lauch“. Hört sich total langweilig an, vor allem wenn man das Huhn weglässt. Lauch. Klasse. Allerdings schmeckt es in echt überraschend gut. Und das geht so. Man kaufe (für 2 Personen):

Olivenöl
1 Stange Lauch
1 dicke Karotte
1 dicke Kartoffel
25 Gramm Basmatireis
50 Gramm Trockenpflaumen
Thymian
Salz und Pfeffer
frische Petersilie1 Fake Huhn oder eine Fake Ente. Ich habe Letzeres genomen, das war super.

Und man stelle her: Gemüsefond!

Damit fangen wir mal an. Ein guter Gemüsefond verwandelt eine langweilige Suppe in ein kulinarisches Highlight. Man kann einfach alle möglichen Gemüsereste nehmen: Karottenschalen, Enden von Lauchstangen, Abschnitte von Sellerie, alles was nicht mehr so gut aussieht oder ne doofe Form hat….nur man muss aufpassen, dass nichts Schimmeliges dabei ist. Man kann einfach Gemüsereste sammeln und einfrieren und wenn man sie braucht auftauen. Man kann auch einfach frisches Gemüse nehmen, aber das finde ich immer ein bisschen schade. Jedenfalls nimmt man dann alles Gemüse, wirft es in einen Topf, gibt Wasser hinzu, so dass alles bedeckt ist und wirft ein paar Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Nelken und vielleicht noch etwas Sternanis hinein. Das lässt man dann ewig lange kochen. Mindestens zwei Stunden. Dann sollte es total lecker sein und man kann es durch ein Sieb kippen. Das Gemüse ordentlich quetschen, so dass alle Flüssigkeit rausfließt. Jetzt kann man das Gemüse wegwerfen und hat tollen Fond, den man auch portioniert einfrieren kann. Oder sofort verwenden. Zum Beispiel für Cock-a-Leekie. Und das geht so:

Man zerkleinere alles Gemüse in kleine mundgerechte Stücke. Ebenso das Huhn. Die Pflaumen vierteln. Dann nehme man einen Topf, und erhitze etwas Olivenöl darin. Alles Gemüse sowie den Reis reinwerfen und kurz anbraten. Dann kippt man Gemüsefond hinzu und kocht alles für 20 Minuten bei mittlerer Hitze. Dann wirft man die geviertelten Pflaumen und das Huhn hinein und lässt alles nochmal 20 Minuten kochen. Jetzt kann man Thymian, Salz und Pfeffer nach Bedarf hinzugeben. Jetzt ist die Suppe fertig zum Servieren. Mann kann sie gut mit frischer Petersilie garnieren. Schmeckt auch total gut als Vorspeise, auf dem Bild seht ihr ein Cheese Scone als Beilage. Das war auch lecker, allerdings war echter Käse drin.

cock-a-leekie

Ich habe in Glasgow mit Lottie furchtbar leckere Mac & Cheese gegessen. Dummerweise habe ich mir nicht gemerkt in welchem Restaurant das war. Jetzt werde ich für immer auf der Suche nach den ultimativen Mac & Cheese sein. Selber machen mag ich die nicht, ich koche nicht mehr gern unvegan. Darum könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als plötzlich ein veganes Mac & Cheese Rezept auf meiner Facebookwand auftauchte! Hab ich direkt ausprobiert. Ich hatte zwar keine Maccaroni da, aber Spaghettini tuns ja auch, ne?

Zutaten für 4 Personen):

2 Zwiebeln
2 Möhren
3 Kartoffeln
eine Tasse Cashewkerne
Gemüsebrühe
Kurkuma
Salz
Pfeffer

Zubereitung: Das Gemüse in Gemüsebrühe kochen, bis es weich ist. Das Wasser sollte das Gemüse bedecken, aber mehr auch nicht. Wenn alles weichgekocht ist, die Tasse Cashews, Salz und Pfeffer reinwerfen und pürieren. Fertig. So sieht es aus:

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Es ist sehr dickflüssig, aber das ist Käsesauce ja auch, oder? Ach ja, man muss auch Nudeln kochen. Wenn die auch fertig sind: Sauce drauf, reinhauen.

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Fazit: Einfach, schnell, vegan, lecker ABER leider die Enttäuschung: Es schmeckt nicht wie Mac and Cheese. Am nächsten Tag habe ich dann die Reste noch mit Spinat vermischt, das war auch lecker. Aber kein Mac and Cheese. Seufz.

Wie ihr ja gemerkt habt, bin ich derzeit noch etwas im Schottland-Wahn. Deswegen wollte ich jetzt Scones machen, davon habe ich in Schottland nämlich auch ein paar ganz vorzügliche gegessen. Generell ist diese Afternoon Tea Sache ne gute Idee. Sowas sollte es hier auch geben. Da wird nämlich nicht nur Tee serviert sondern auch Sandwiches, kleine Kuchen und natürlich besagte Scones. Hier mal ein Bild von so einer Afternoon-Tea-Platte, die wir im Golden Lion Hotel in Stirling bekommen haben:

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Dann braucht man aber kein Abendessen mehr. Die kleinen Dinger da oben drauf sind die Scones. Und die wollte ich nun nachmachen. Schnell wurde ich von meiner Freundin Émilie mit einem Rezept versorgt. Aber irgendwie hatte ich Lust das zu veganisieren, darum habe ich das gemacht! Das braucht man:

350g Mehl (und etwas mehr noch, zum Bestäuben)
1/4 TL Salz
1 Esslöffel Backpulver
85g Margarine
3 TL Zucker
175ml Sojamilch
1 Röhrchen Vanillearoma
Saft einer halben kleinen Zitrone
Erdbeermarmelade und (vegane) Sahne

Und so geht’s:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Backblech schon reinstellen.

Mehl und Backpulver in einer Schüssel vermischen, dann mit der Hand die Margarine darin verkneten bis es alles so krümelig ist. Dann macht man eine Mulde in die Mitte.

Sojamilch erwärmen. Nicht kochen. Vanillearoma und Zitronensaft reinrühren. Dann in die Mulde gießen und das ganze mit einem Messer oder so umrühren.

Eine Knetfläche suchen gehen. Arbeitsplatte oder Brettchen oder so. Mehl draustäuben. Teig draufkippen. Und dann mit bemehlten Händen kneten ein bisschen, bis alles gleichmaßig ist. Weil es klebt, braucht man vielleicht viel Mehl.

Dann muss man den Teig in 16 gleiche Teile teilen und Kugeln formen. Die dann etwas plattdrücken und ab in den Ofen. Nach 10 bis 15 Minuten ist es fertig! Es soll leicht braun sein.

Durchschneiden, Marmelade und Sahne drauf, essen! YAY!

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(Ich gebe zu, die Sahne auf dem Bild ist böse Kuh-Sahne)