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Vor einiger Zeit sorgten die Website LaTableSuisse und die dazugehörige Facebookseite für Aufsehen. Beide Seiten waren sehr professionell gemacht und stellten glaubhaft den Internetauftritt eines Züricher Restaurants dar, in dem nach traditioneller Art Katzenfleisch serviert werde.

Latablesuisse

Ein wirklich gut gemachtes Video zeigte einen sympathischen Hipster-Koch, der sich sehr naturverbunden gab und erklärte, dass in der Schweiz seit je her Katzen gegessen würden, und dass dieses auch heute noch legal sei, wenn einem die Katze gehöre. Darum unterschrieben die Gäste vor dem Essen einen Adoptionsvertrag, so dass ihnen das Tier legal gehöre. Hier ist der Hipster-Koch beim kochen. Oder Gras schneiden.

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Es klang unglaublich, aber so etwas Professionelles sorgte für einen Aufschrei. Auch ich muss zugeben, dass ich zwar leicht an der Echtheit zweifelte, aber dass ich dennoch erst einmal schlucken musste, als ich das Video mit den Katzen in den Käfigen sah und dann diese tote Katze. Wir haben selbst zwei Katzen und, wie den meisten Europäern, stehen mir Katzen und Hunde unter den Tieren am nächsten. Mir war zwar auch klar, dass es im Prinzip egal ist, welche Tiere gegessen werden, denn Kühe und Schweine sind ebenso intelligent und empfinden den gleichen Schmerz. Aber dennoch – Katzenfleisch, das ist schon krass für mich empfindsamen Katzenfan.

Laut der Facebookseite war das Unternehmen mehrfach Opfer von Vandalismus. Man kann dort unter anderem lesen:

„Hunde und Katzen zuzubereiten, ist wohl überlegt. Es ist Teil unserer Kultur. Ich respektiere Vegetarier und alle, die dazu eine kritische Meinung haben. Aber es ist feige und gemein, diese Meinung durch Vandalismus auszudrücken, wie bereits mehrfach geschehen. Daher haben wir letzte Woche unsere echte Adresse und Telefonnummer entfernt.
Wer bei uns Gast sein möchte, kann über unsere Website eine Reservierung vornehmen. Ist diese bestätigt, teilen wir euch unsere Adresse mit. Entschuldigt bitte die Unannehmlichkeiten.“

und:

„Liebe Kritiker und Freunde unseres Restaurants,
wir müssen zugeben, dass wir mit der aktuellen Situation ziemlich überfordert sind.
Uns war zwar bewusst, dass unsere Art zu kochen provokativ ist, aber dass die Drohungen und Beleidigungen ein solches Ausmaß erreichen würden, hätten wir nicht gedacht. Für uns ist es teilweise auch unverständlich, denn im Prinzip sind wir wie jedes andere Restaurant, das Fleisch serviert. Nur achten wir etwas mehr als andere auf die Herkunft unserer Waren.
Wir bitten um Verständnis, dass wir wegen der vielen Anfragen, die uns in den letzten Tagen erreicht haben, momentan keine Reservierungen annehmen, um uns und unsere Gäste nicht in Gefahr zu bringen. Es ist uns momentan kaum möglich zwischen ernst gemeinten Reservierungen und vorgetäuschten Reservierungen zu unterscheiden. Die bisher bestehenden Reservierungen für die kommenden drei Wochen bleiben aber selbstverständlich bestehen. Wir freuen uns auf unsere Gäste.“

Die Bewertungen bei Facebook gingen schnell in den Keller, die Facebook-Gemeinde war entrüstet! Jetzt stellt sich heraus, dass es sich um einen Werbegag handelte: Der Vegetarierbund Deutschland​ und Beyond Carnism​ stecken dahinter. Der Sinn: Warum essen wir Schweine und Kühe und regen uns über das Schlachten von Katzen und Hunden auf? Wo ist die Grenze?
Hier könnt ihr das Video noch einmal ansehen: Klick! Was haltet ihr von der Aktion?

Bei meinem letzen Einkauf im Biomarkt habe ich diese vegane Mozarella-Variante gefunden, es gab dort die Sorten „natur“ und „Basilikum“. Auch wenn mich der Preis erst einmal sehr erschreckt hat (4,99 € für 200g), habe ich mich dafür entschieden, mal eine Sorte auszuprobieren. Denn dieser Mozarella wird nicht aus garstigen, undefinierbaren Zutaten hergestellt, sondern aus Cashews. Das ist ja erstmal nicht eklig. Die Konsistenz kann dann doch schon mal gar nicht so fies sein, dachte ich mir, wie bei all den anderen Käseexperimenten, die ich schon hinter mir habe! (Der Interessierte kann hier nachlesen: Käsealternativen-Produkttests). Also habe ich in den sauren Apfel gebissen, fünf Euro investiert und die Basilikumvariante gekauft. Dies ist sie:

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Die Packung sieht erstmal sehr gut aus, finde ich, appetitanregend in schönem Grün! Bei näherem Hinsehen fiel mir ein schweizer Fähnchen auf…war da nicht mal was mit einem seltsamen Produkt aus der Schweiz, das ich getestet hatte? In der Tat! Es ist diese Firma Soyana, von der ich schon die sehr lecker klingende „Fermentierte BioSoya Alternative zu Sauerrahm“ getestet hatte! Naja, das war ja nicht so überzeugend gewesen. Aber man lernt ja dazu, auch so als Firma, und dieser Mozarella sah echt gut aus. Wenn man die Pappe abmacht, hat man dies hier:

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Auch noch okay. Erinnert ein bisschen an so ne klassische Leberwurstverpackung, nur in schönem Grün! Wenn man es aufschneidet, kriegt man dies hier:

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Das Aussehen des „Mozarella“ entspricht eher dem von Kräuterbutter, auch die Konsistenz ist natürlich eine andere als die von normalem Mozarella. Man kann das auch streichen, wenn man will, aber auch gut schneiden. Erste Geschmacksprobe: Mmh, naja. Also nicht eklig, das ist schonmal gut. Die Konsistenz ist gut, der Geschmack ist für mich aber eher nichtssagend. Schmeckt weder nach Mozarella, noch, wie ich vorher etwas gehofft hatte, nach Cashews. Auch jetzt nicht so doll nach Basilikum. Aber vielleicht entfaltet der Mozarella ja seine volle Wirkung erst, wenn man ihn gemeinsam mit Tomaten verspeist. Früher habe ich immer Mozarella mit Tomaten auf Brötchen gegessen. Darum hab ich das jetzt erstmal genauso mit diesem Mozarella gemacht. Sah dann so aus:

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Man, ich krieg schon wieder Hunger. Tomate-Mozarella ist voll lecker. Leider muss ich sagen, dass dieser spezielle Mozarella geschmacklich eher unterging und mich sogar etwas störte, da hätte ich lieber die Tomaten pur gegessen. Aber das ist vielleicht auch mein persönlicher Geschmack. Fünf Euro ist mir das jedenfalls nicht wert.

Ich wollte nochmal auf der Website von Soyana nach den Zutaten googlen, damit ich die nicht abtippen muss, aber leider findet man die da nicht. Die Website ist immer noch total wirr und verrückt. Die brauchen echt mal einen ordentlichen Webauftritt….hier ist jedenfalls die Seite zu Veganella: Klick! Aha! Es gibt anscheinend sogar noch eine geräucherte Variante. Statt der Inhaltsstoffe bekommt man hier noch viele weitere Informationen: Zitate und Empfehlungen von Menschen, die Veganella ganz toll finden, Hinweise zu Bio Cashewkernen, Nährwerte zu Bio Cashewkernen, wissenschaftliche Hintergründe zu Bio Cashewkernen (hä?), Rezepte mit Veganella (yay!)… unendliche Vielfalt.

Hier sind dann doch noch die Inhaltsstoffe von Veganella, man kann sie bei alles-vegetarisch nachlesen: Wasser, Cashewkerne* 19,7%, Kokosöl*, Basilikumblätter 5,1%, Zitronensaft*, Flohsamenschalen*, Meersalz, Agar Agar*, Apfeldicksaft*, Johannisbrotkernmehl*, Knoblauch*(* = Zutaten aus ökol. Landbau)

Fazit: Probiert es aus, es ist jedenfalls der unekligste vegane Käse, der mir bislang untergekommen ist! Kai mochte es ganz gern, weiß aber nicht, ob er es für den Preis nochmal kaufen würde.

In London habe ich letztens im Shaad Grill & Bangladeshi Restaurant das leckere Gericht Begun Bharta gegessen. Das war so verdammt lecker und heute hatte ich echt Lust darauf. Aber leider kann man ja nicht eben nur für ein Begun Bharta nach London fliegen. Nichtmal wenn es ein so leckeres ist. Zum Glück habe ich einen Herd und kann gut kochen! Aber natürlich (wie immer) hatte ich weder ein Rezept noch genug Aubergine zur Hand, deswegen habe ich mal wieder improvisiert. Es war super lecker, darum hier mein Rezept.

Man braucht für circa 3 Personen:

1 Aubergine
1 Zucchini
2 große Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
1 Dose gehackte Tomaten
Pflanzenöl (ich habe Olivenöl benutzt)
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
Currypulver
Asiatische Würzpaste (ich habe „Madras“ genommen)

und als Beilage Basmatireis und / oder Chapatibrot

Zubereitung:

Den Reis einfach so zubereiten wie ihr das immer macht. Am besten geht das in einem Reiskocher, aber das müsst ihr ja wissen.

Die Zwiebeln ganz klein hacken, Zucchini und Aubergine in  dicke Scheiben schneiden, dann vierteln. Knoblauch pressen. Dose Tomaten öffnen.

Viel Pflanzenöl in der Pfanne erhitzen. Wenn es heiß ist, das Gemüse reinwerfen und bei mittlerer Temperatur so lange braten bis alles schön weich ist. Vor allem Auberginen brauchen viel Öl. Sie sollten nicht mehr bissfest sein, sondern von alleine auf der Zunge zerfallen. Achtet aber auch darauf, dass es nicht anbrennt. Deswegen viel Öl (aber nicht so viel, dass es frittiert), mittlere Temperatur, viel umrührern. Nicht zwischendurch weggehen und Computer spielen oder so! Wenn ihr meint, dass das Gemüse so gut ist, den Knoblauch dazugeben und noch etwas braten. Dann die Dose Tomaten rein und nach Geschmack mit den Gewürzen würzen. Wer es gerne scharf mag, kann noch Chilipulver oder Chilischoten hinzugeben.

Dann ist es schon fertig und kann mit Reis oder Brot gegessen werden. Es ist total lecker und eigentlich recht einfach. So toll wie im Shaad Restaurant habe ich es nicht hinbekommen aber fast so gut.:-)

Begun

Ich hasse das immer wenn ich Leuten sage, dass ich gerne Sushi esse und die Antwort ist dann: „Ih, roher Fisch!“. Erstens sollte schon längst überall bekannt sein, dass Sushi nicht gleich Fisch ist und zweitens sollten all diese Leute mich längst kennen und wissen, dass ich keine Fische esse! Aber es gibt immer noch so viele Menschen, die denken, dass Vegetarier Fisch essen. Weil ein Fisch ja anscheinend kein Tier ist. Das sind Pescetarier! Leute, die Fisch essen aber kein Fleisch nennt man Pescetarier! Ich bin übrigens ein 8/10-Home-Veganer. Aber genug der Schubladen.

Schon länger hatte ich von einer rein veganen Sushibar in Münster gehört und deren Facebookseite geliket, Samstag war es dann soweit und wir sind gezielt zu dieser Sushibar gefahren. Da Kai kein Sushi mag, haben wir Takeaway genommen. Das war auch besser so, wie sich herausstellte, denn das Ambiente gefiel mir überhaupt nicht. Aber erst einmal von Anfang an. Die Sushibar befindet sich an der Hammer Straße 63 und zwar genau neben einer Kirche. So sieht Makimaki von außen aus:

Makimaki

Wie man im Fenster lesen kann ist Makimaki angeblich die erste vegane Sushibar Europas. Ich vermute einfach, dass das stimmt, ich habe nämlich noch nie vorher von einer veganen Sushibar gehört.

Ich hatte mir vorab schon mal die Speisekarte angesehen und mir das „Super Party Bento“ ausgesucht, so viel Auswahl hat mich nämlich total überfordert und ich wollte gern möglichst viel probieren. Das „Super Party Bento“ besteht aus 40 Stück Sushi, eine Mischung aus Hoso Maki und Ura Maki. Zusätzlich habe ich noch einen Wakame-Salat und zwei Stückchen Inari bestellt, das sind nämlich meine Favoriten. Der Plan war, dass ich Kai mal das Sushiessen beibringe und mit Glück zwei Tage davon essen kann.

Also, wie oben schon angemerkt, der Laden ist eher ungemütlich. Sehr, sehr klein, weiß, steril und es gibt außer einer kleinen „normalen“ Sitzecke nur diese ungemütlichen Barhocker, keine Musik, nur Geräusche aus Geräten. Nichts für mich. Aber egal, Hauptsache das Sushi schmeckt! Ich musste auch gar nicht lange auf meine Bestellung warten obwohl das „Super Party Bento“ sehr umfangreich ist. Anscheinden ist schon ziemlich viel vorbereitet. Schnell war ich also aus dem ungemütlichen Laden wieder raus und im Auto.

Zuhause konnte ich dann erstmal auspacken und vor Freude weinen:

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So viele vegane Sushis! So viele verschiedene! Ich konnte es kaum glauben. Ich habe noch eine schöne Miso-Suppe dazu gekocht und es konnte losgehen. Kai hat, wie er immer so ist, raps raps raps, ein paar gegessen, ohne auf irgendwelche Unterschiede zu achten und meinte dann abschließend: Ja kann man essen. Die Misosuppe hat er nur kurz probiert, igitt! gerufen und stehen lassen. Seufz. So ist er.

Ich wollte nun aber gerne genau wissen, welche Sushis da nun drin waren. Kann ich leider aber so genau gar nicht sagen. Es waren welche mit roter Bete dabei, diese Kombination hat mir nicht so gut gefallen. Die mit Wakame fand ich auch nicht so gut, ich mag Wakame lieber als Salat, darum hatte ich mir den ja auch zusätzlich bestellt. Der Rest aber war super. Vor allem dieser vegane Frischkäse. Grandios. Die Inaris (das sind die extra bestellten in der linken runden Schüssel) schmeckten genauso gut wie in jeder Sushi-Bar. Dabei handelt es sich übrigens um mit Reis gefüllte süßliche Tofutaschen. Die sind so toll!

Fazit: Ich würde da immer wieder kaufen. Das Party Bento hat drei Tage gereicht (am dritten Tag war es nicht mehr so lecker, weil der Reis antrocknet, aber das ist wohl normal). Ich bin jetzt traurig, dass ich kein Sushi mehr habe, ich könnte mich allein davon ernähren. Ich möchte neben dem Laden einziehen und eine Sushi-Flatrate buchen. Toll: Es gibt auch einen Lieferservice!

Kritikpunkte: Der Laden hat keinerlei Ambiente, man will sich da nicht aufhalten und ich finde es schade, dass man die verschiedenen Sushis in der Partybox nicht identifizieren kann. Ist halt dann eine Überraschungsbox. Und ganz minimal finde ich den Reis nicht so gut wie ich ihn schon bei anderen Sushibars gegessen habe.

Nach Studium der Website stellte ich fest, dass es auch ein Makimaki in Osnabrück und eins in Dortmund gibt. Geht da hin Leute. Absolute Empfehlung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Mocktail ist ein Cocktail ohne Alkohol. „Mock“ kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Fälschung“, „Attrappe“ oder auch „Nachahmung“. Ich weiß ja nicht, ob mich so ein Mocktail auf einer Party glücklich machen würde, dieser hier aus Gurke eignet sich aber hervorragend zum Grühstück. So geht’s:

Für 2 Mocktails:

1 Salatgurke
1 Limette
etwas Minze, entweder ein paar frische Blätter (besser) oder 2 TL getrockete (hab ich genommen in Ermangelung von frischer…)Agavendicksaft
1 TL Matchapulver (Optional)
1 Glas kaltes Wasser
Eiswürfel (vielleicht nicht zum Frühstück, aber wenn man es Abends trinkt)

Gurke schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Limette auspressen und den Saft zu der Gurke geben. Keinesfalls sollte man die Limette einfach schälen und das Fruchtfleisch komplett in die Schüssel werfen. Das habe ich gemacht. Es wird dann etwas bitter und man kriegt das auch nicht ordentlich kleingehäckselt. Jedenfalls nicht mit meinem Püriertsab…Dann die Minze und das Matchapulver hinzugeben. Matchapulver ist teuer, schmeckt aber lecker und soll ja laut Attila Hildmann Superkräfte verleihen. Man kann es also auch weglassen. Nun noch ein Glas Wasser hinzu und nach gewünschtem Süßegrad noch Agavendicksaft. Vielleicht erstmal nur ein bisschen und später noch mehr wenn man möchte. So. Alles wird nun püriert. Entweder mit einem ordinären Pürierstab, wie ich ihn benutze, oder aber mit einer hochmodernen Küchenmaschine, mir egal, klappt alles. Dann Eis rein (wenn man will) und fertig isses. Lecker.

Gurkenshake

 

Ich esse gerne Schokolade, besonders gerne weiße. Ich habe auch schon einige vegane Varianten probiert, die meisten waren mir aber irgendwie zu…naja wie soll man das beschreiben? Zu wässerig? Zu un-sahnig? Un-cremig? Eben genau nicht wie ein Lindor. Ich wollte es nochmal probieren und kaufte diese i choc im Biomarkt:

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Die Tafel kostet circa zwei Euro und es gibt noch mehr Sorten: Choco Cookie, White Nougat Crisp und Almond Orange. Da ich aber Weiße mag, kaufte ich Weiße. Sieht voll lecker aus die Packung oder? Ausgepackt sieht es dann so aus:

Schokolade1

Auch noch gut! Durchsichtige Folie abgemacht, reingebissen und…ehrlich? Der erste Bissen war etws enttäuschend. Wieder mal dieses..uncremige. Aber das zweite Stück war schon besser. Gar nicht mal so schlecht. Ich hab die Schoko aufgemampft, war also doch ganz gut. Kommt nicht an das Original heran, ist aber schon ganz ok. Wenn man vegan leben möchte ist das wohl ein guter Ersatz. Aber es ist kein Lindor. Ich kaufe auch mal die anderen Sorten und lasse euch wissen, wie die so sind.

 

Willkommen zu einer neuen Folge: Wie veganisiere ich traditionelle schottische Gerichte? In diesem Fall Cock-a-leekie. Da stiftet schon der Name erstmal Verwirrung. „Cock“ kann man sich ja gerade noch erklären, das heißt natürlich Hahn. Aber -a-leekie? „leekie“ ist eine Abwandlung von „leek“, das bedeutet Lauch. Also heißt das Ganze so viel wie „Huhn mit Lauch“. Hört sich total langweilig an, vor allem wenn man das Huhn weglässt. Lauch. Klasse. Allerdings schmeckt es in echt überraschend gut. Und das geht so. Man kaufe (für 2 Personen):

Olivenöl
1 Stange Lauch
1 dicke Karotte
1 dicke Kartoffel
25 Gramm Basmatireis
50 Gramm Trockenpflaumen
Thymian
Salz und Pfeffer
frische Petersilie1 Fake Huhn oder eine Fake Ente. Ich habe Letzeres genomen, das war super.

Und man stelle her: Gemüsefond!

Damit fangen wir mal an. Ein guter Gemüsefond verwandelt eine langweilige Suppe in ein kulinarisches Highlight. Man kann einfach alle möglichen Gemüsereste nehmen: Karottenschalen, Enden von Lauchstangen, Abschnitte von Sellerie, alles was nicht mehr so gut aussieht oder ne doofe Form hat….nur man muss aufpassen, dass nichts Schimmeliges dabei ist. Man kann einfach Gemüsereste sammeln und einfrieren und wenn man sie braucht auftauen. Man kann auch einfach frisches Gemüse nehmen, aber das finde ich immer ein bisschen schade. Jedenfalls nimmt man dann alles Gemüse, wirft es in einen Topf, gibt Wasser hinzu, so dass alles bedeckt ist und wirft ein paar Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Nelken und vielleicht noch etwas Sternanis hinein. Das lässt man dann ewig lange kochen. Mindestens zwei Stunden. Dann sollte es total lecker sein und man kann es durch ein Sieb kippen. Das Gemüse ordentlich quetschen, so dass alle Flüssigkeit rausfließt. Jetzt kann man das Gemüse wegwerfen und hat tollen Fond, den man auch portioniert einfrieren kann. Oder sofort verwenden. Zum Beispiel für Cock-a-Leekie. Und das geht so:

Man zerkleinere alles Gemüse in kleine mundgerechte Stücke. Ebenso das Huhn. Die Pflaumen vierteln. Dann nehme man einen Topf, und erhitze etwas Olivenöl darin. Alles Gemüse sowie den Reis reinwerfen und kurz anbraten. Dann kippt man Gemüsefond hinzu und kocht alles für 20 Minuten bei mittlerer Hitze. Dann wirft man die geviertelten Pflaumen und das Huhn hinein und lässt alles nochmal 20 Minuten kochen. Jetzt kann man Thymian, Salz und Pfeffer nach Bedarf hinzugeben. Jetzt ist die Suppe fertig zum Servieren. Mann kann sie gut mit frischer Petersilie garnieren. Schmeckt auch total gut als Vorspeise, auf dem Bild seht ihr ein Cheese Scone als Beilage. Das war auch lecker, allerdings war echter Käse drin.

cock-a-leekie

Ich habe in Glasgow mit Lottie furchtbar leckere Mac & Cheese gegessen. Dummerweise habe ich mir nicht gemerkt in welchem Restaurant das war. Jetzt werde ich für immer auf der Suche nach den ultimativen Mac & Cheese sein. Selber machen mag ich die nicht, ich koche nicht mehr gern unvegan. Darum könnt ihr euch vorstellen, wie ich mich gefreut habe, als plötzlich ein veganes Mac & Cheese Rezept auf meiner Facebookwand auftauchte! Hab ich direkt ausprobiert. Ich hatte zwar keine Maccaroni da, aber Spaghettini tuns ja auch, ne?

Zutaten für 4 Personen):

2 Zwiebeln
2 Möhren
3 Kartoffeln
eine Tasse Cashewkerne
Gemüsebrühe
Kurkuma
Salz
Pfeffer

Zubereitung: Das Gemüse in Gemüsebrühe kochen, bis es weich ist. Das Wasser sollte das Gemüse bedecken, aber mehr auch nicht. Wenn alles weichgekocht ist, die Tasse Cashews, Salz und Pfeffer reinwerfen und pürieren. Fertig. So sieht es aus:

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Es ist sehr dickflüssig, aber das ist Käsesauce ja auch, oder? Ach ja, man muss auch Nudeln kochen. Wenn die auch fertig sind: Sauce drauf, reinhauen.

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Fazit: Einfach, schnell, vegan, lecker ABER leider die Enttäuschung: Es schmeckt nicht wie Mac and Cheese. Am nächsten Tag habe ich dann die Reste noch mit Spinat vermischt, das war auch lecker. Aber kein Mac and Cheese. Seufz.

Wie ihr ja gemerkt habt, bin ich derzeit noch etwas im Schottland-Wahn. Deswegen wollte ich jetzt Scones machen, davon habe ich in Schottland nämlich auch ein paar ganz vorzügliche gegessen. Generell ist diese Afternoon Tea Sache ne gute Idee. Sowas sollte es hier auch geben. Da wird nämlich nicht nur Tee serviert sondern auch Sandwiches, kleine Kuchen und natürlich besagte Scones. Hier mal ein Bild von so einer Afternoon-Tea-Platte, die wir im Golden Lion Hotel in Stirling bekommen haben:

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Dann braucht man aber kein Abendessen mehr. Die kleinen Dinger da oben drauf sind die Scones. Und die wollte ich nun nachmachen. Schnell wurde ich von meiner Freundin Émilie mit einem Rezept versorgt. Aber irgendwie hatte ich Lust das zu veganisieren, darum habe ich das gemacht! Das braucht man:

350g Mehl (und etwas mehr noch, zum Bestäuben)
1/4 TL Salz
1 Esslöffel Backpulver
85g Margarine
3 TL Zucker
175ml Sojamilch
1 Röhrchen Vanillearoma
Saft einer halben kleinen Zitrone
Erdbeermarmelade und (vegane) Sahne

Und so geht’s:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Backblech schon reinstellen.

Mehl und Backpulver in einer Schüssel vermischen, dann mit der Hand die Margarine darin verkneten bis es alles so krümelig ist. Dann macht man eine Mulde in die Mitte.

Sojamilch erwärmen. Nicht kochen. Vanillearoma und Zitronensaft reinrühren. Dann in die Mulde gießen und das ganze mit einem Messer oder so umrühren.

Eine Knetfläche suchen gehen. Arbeitsplatte oder Brettchen oder so. Mehl draustäuben. Teig draufkippen. Und dann mit bemehlten Händen kneten ein bisschen, bis alles gleichmaßig ist. Weil es klebt, braucht man vielleicht viel Mehl.

Dann muss man den Teig in 16 gleiche Teile teilen und Kugeln formen. Die dann etwas plattdrücken und ab in den Ofen. Nach 10 bis 15 Minuten ist es fertig! Es soll leicht braun sein.

Durchschneiden, Marmelade und Sahne drauf, essen! YAY!

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(Ich gebe zu, die Sahne auf dem Bild ist böse Kuh-Sahne)

Ich war letztens mal wieder in Schottland. Und da habe ich in einem Restaurant, dem Whiski Rooms in Edinburgh nämlich, vegetarischen Haggis gegessen. Übrigens ein gar vorzügliches Restaurant. Da sollte man hingehen, wenn man in Edinburgh ist. Die meisten von euch werden den Begriff „Haggis“ schon einmal gehört haben. Für alle anderen: Haggis ist etwas ziemlich Ekliges. Das will man gar nicht essen. Ich zitiere mal aus Wikipedia:

„Haggis ist eine Spezialität aus der Schottischen Küche und besteht aus dem Magen eines Schafes, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Haggis ist mit Pfeffer scharf gewürzt, und das Hafermehl verleiht ihm eine etwas schwerere Konsistenz als Wurst.“

Ja. Warum sollte man das essen wollen? Ich weiß es auch nicht. Vielleicht weil man ein totaler Schottland-Fan ist, so wie ich. Als ich jedenfalls „Vegetarian Haggis“ auf der Speisekarte las, wollte ich es. Was bleibt da noch über wenn man die ekligen Sachen alle rausfischt? Ich hatte keine Ahnung. Bekommen im Whiski Rooms habe ich jedenfalls dies hier:

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Ich habe schon die verschiedensten Reaktionen auf dieses Bild erhalten. Von: „Boah, das sieht ja gigantisch aus“ bis „Das sieht aus wie das Zeugs, was die Kandidaten im Dschungel essen. Känguruhhoden?“, Ich finde jedenfalls, es sieht lecker aus. Das ganz links ist der Haggis, daneben sind „neeps“ (Steckrüben) und „tatties“ (Kartoffeln) und ganz rechts in dem klenen Topf ist Whiskysauce. Das ganze war so lecker, dass ich es vor meiner Abreise nochmal dort bestellt habe. Jawohl. Und wehmütig dachte ich am Flughafen daran, dass ich jetz ganz lange keinen vegetarischen Haggis mehr essen kann, ich hatte ja keine Ahnung was drin war. Aber was fand ich im Duty Free Shop? Dies hier:

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Und das im Supersonderangebot für nur 10 Pfund für 2 Packungen! Yeah. Schweineteuer eigentlich. Für zwei 232g Dosen (Abtropfgewicht). Aber egal, ich wollte es und habe es gekauft! Hinten auf der schönen Packung stehen die Zutaten drauf:

Haferflocken, Zwiebeln, Steckrübe, Pflanzenölflocken, Kidneybohnen, rote Linsen, Pilze Salz, Pfeffer.

Also erstmal: Warum tun die da Steckrüben rein? Steckrüben müssen doch als Beilage! Und was zur Hölle sind Pflanzenölflocken? Vielleicht hab ich auch was falsch übersetzt….glaub ich aber nicht. Jedenfalls ist das Produkt nicht nur vegetarisch sondern vegan! Yay! Außerdem steht drauf, dass ein „kompletter Haggis in synthetischer Haut (nicht essbar)“ enthalten ist. Aha. Nun gut.

Zuhause hab ich den schönen Karton geöffnet und eine nicht ganz so schöne Dose kam zum Vorschein:

20150710_190841Diese wiederum geöffnet enthüllte….viel Wasser.

20150710_190920Da schwimmt echt son wurstartiges Teil drin. Mmh. und irgendwie….wird es immer weniger

20150710_191012Plötzlich scheint das ganze nur noch halb so groß. Ich denke mit Wehmut an meine 10 Pfund zurück….Nun ja. Irgendwie dachte ich, dass das Teil schon fertig ist, aber nein, weit gefehlt. Laut Anleitung auf der Dose muss man es für 35 Minuten köcheln lassen. Mikrowelle geht aber auch. Dafür muss man aber vorher die Haut abmachen. Ich habe eh keine Mikrowelle. Also Herd. Nach 35 Minuten habe ich vorsichtig (steht auf auf der Packung, dass man vorsichtig sein muss) die Wurstpelle angestochen und direkt kam Zeugs rausgequollen. Ih. Nicht gerade lecker. Das gab sich dann aber und ich hab die Wurst durchgeschnitten. Erster Geschmackstest ergab: Ist okay, aber nicht so lecker wie der im Whiski Rooms. Und so pur kann man den Haggis natürlich auch nicht essen, darum jetzt mein Rezept!

Haggis mit Butternutkürbis (in Ermangelung von Steckrüben), Kartoffelbrei und Whiskysauce

Ich wollte das gerne so klassisch haben, wie oben auf dem Bild. Aber da ich um diese Jahreszeit keine Steckrübe kriege, muss ein Butternutkürbis dran glauben! Und ich weiß auch gar nicht wie diese Whiskysauce geht, da hab ich einfach ein Rezept aus dem Netz geklaut. Und ich wollte auch etwas Deko oben drauf, aber ich habe keine Ahnung was das Grüne im obigen Bild ist, deswegen dachte ich an Mandelblättchen und Frühlingszwiebeln. Leider nicht 100 Prozent vegan, ich forsche weiter. Und so geht’s

Zutaten für 3 bis 4 Personen:

1 oder 2 Packungen Haggis (ist schon wenig drin in so ner Packung…)
1 Butternutkürbis
so circa 8-12 Kartoffeln
Olivenöl
Albaöl (oder Butter)
2 EL Scotch
2 EL Senf
2 TL Honig
350 ml Sahne
Salz
Pfeffer
Mandelblättchen
3 Frühlingszwiebeln

Für mein Saucen-Update: Mehl, Zucker, Margarine

Zubereitung:
1. Butternutkürbis längs in vier Teile schneiden, Kerne entfernen. Mit Olivenöl einreiben und bei 175 Grad im vorgeheizten Backofen mit der Schale nach oben 45 Minuten garen. Zwischendurch mal auf die andere Schnittfläche drehen. Wenn es fertig ist, sieht es so aus, ich hab mal eins umgedreht:

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Dann das weiche Innere herauskratzen und pürieren. Schöner wäre es, wenn es gröber bliebe, aber diese nervigen Fäden kriegt man da nicht komplett raus, also lieber pürieren. Man muss das nicht weiter würzen, es schmeckt jetzt schon super.

2. Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen, bis sie weich sind. Wasser abgießen. Etwas Butter oder Albaöl, sowie 50 ml Sahne, Salz und etwas Pfeffer hinzugeben. Mit einem Kartoffelstampfer grob zerstampfen. Fertig.

3. Den Haggis nach Packungsanweisung zubereiten. Haut entfernen.

4. Die Frühlingszwiebeln kleinschneiden und mitsamt ein paar Mandelblättchen in etwas Olivenöl anbraten

5. 300 ml Sahne mit 2 EL Senf und 2 TL Honig mischen, erhitzen. Wenn es fast kocht 2 EL Scotch hinzufügen, alles umrühren. Übrigens: Ich habe gar keinen echten Scotch genommen, sondern Tullamore Dew, der ist aus Irland. Geht aber auch. Nehmt aber bloß keinen Bourbon oder sowas!

UPDATE: Ich habe die Sauce verbessert. Man nehme 6 TL Zucker und karamellisiere ihn mit Margarine in einem Topf. Dann gießt man Whisky hinzu, viel Whisky und rührt es um. Dann etwas Sojasahne hinzu und Mehl zum andicken einrühren. Immer noch nicht wie das Original, aber viel besser als meine ursprüngliche Version!

Der Trick ist, dass alles gleichzeitig fertig sein muss. Timing ist alles.😀

Dann kann man es so anrichten:

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Fazit: Es war richtig lecker. Vor allem der Kartoffelbrei und der phänomenale Butternutkürbis. Sowohl der Haggis als auch die Whisysauce waren im Whiski Rooms besser. Diese Sauce war ein Highlight. In meiner war eindeutig zu viel Senf und auch zu viel Honig, das muss reduziert werden. Ich habe inzwischen auch rausgefunden, dass im Whiski Rooms auch ein Fertigprodukt für den Haggis verwendet wird, und zwar der von Macsween’s. Muss ich irgendwie rankommen. Und wer einen Tip für bessere, vielleicht sogar vegane Whiskisauce hat: Her damit!

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